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Whisky-Trader: Hier kauft man den Whisky

Hier kauft man den Whisky

29.10.2012, 17:53 Uhr | vb

Augen auf beim Whisky-Kauf: Darauf kommt es an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Augen auf beim Whisky-Kauf: Darauf kommt es an.

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer Whisky nicht nur sammelt, sondern gerne auch einmal den einen oder anderen Tropfen genießt, hat die Qual der Wahl: Whiskyhändler gibt es mittlerweile in jeder Stadt. Auch im Internet nimmt die Zahl der Shops ständig zu. Damit der Kauf nicht zum Irrweg durch den Angebots-Dschungel verkommt, haben wir Tipps und Tricks rund um den Whiskyerwerb zusammengetragen.

Das mächtigste Argument des Online-Handels gleich zu Beginn: der Preis.

Die großen unter den Web-Händlern kaufen zu Kontingenten ein, die der Händler um die Ecke nicht abnehmen kann. Und das nicht nur in Deutschland, sondern über Importe auch aus dem benachbarten EU-Ausland.



Über Umwege ins Regal



Ob der 16-jährige Lagavulin, der für rund 43 Euro im Angebot ist, von Schottland den Umweg über Frankreich gemacht hat, ist letztlich nicht kaufentscheidend - dafür aber der Preis. Den können kleinere Anbieter aufgrund der geringeren Stückzahl, die sie abnehmen, nicht halten. Fairerweise muss jedoch erwähnt werden, dass Versandkosten hinzukommen, die der traditionelle Händler nicht erhebt: zwischen fünf und acht Euro werden beim Online-Händler im Schnitt fällig.

Differenzen bestehen ohnehin eher in den unteren bis mittleren Preisklassen. Hochpreisige Abfüllungen sind im Fachhandel meist nicht teurer als im Web. Schließlich sind Kundenkreis und Angebot deutlich geringer.

In Sachen Angebot punktet der Online-Handel dennoch: Hier steht die Ware schließlich nicht im Regal, sondern wird auf schnöden Listen mit kleinen Vorschau-Bildern zum Großklicken präsentiert. Während der übliche Händler aus Platzgründen früher oder später an die Grenzen stößt, bietet der Verkäufer im Web das breitere Angebot an. Zumindest auf den ersten Blick.

Der 30-jährige Glenfarclas überzeugt den Whisky-Experten Bernhard Schäfer mit Frucht- und Sherrynoten sowie einer zarten Malzigkeit. Daneben taucht der Geschmack von Eiche, Früchten Nüssen und Marzipan auf. Die Destille selbst beschreibt den Trank auch dank seines an geröstete Schokolade erinnernden Abgangs als "Weihnachtskuchen im Glas". Ein idealer Whisky zur Zigarre und zu Gebäck. Erhältlich für rund 180 Euro. (Quelle: Hersteller)

Der 30-jährige Glenfarclas überzeugt den Whisky-Experten Bernhard Schäfer mit Frucht- und Sherrynoten sowie einer zarten Malzigkeit. Daneben taucht der Geschmack von Eiche, Früchten Nüssen und Marzipan auf. Die Destille selbst beschreibt den Trank auch dank seines an geröstete Schokolade erinnernden Abgangs als "Weihnachtskuchen im Glas". Ein idealer Whisky zur Zigarre und zu Gebäck. Erhältlich für rund 180 Euro.

(Quelle: Hersteller)
Der Laphroaig Cask Strenght schmeckt torfig und wie Medizin. Selbst hartgesottene Kenner schaffen es kaum, den Schluck länger als eine Minute im Mund zu behalten, der langsam pelzig wird. Somit scheiden sich an Laphroaig die Geister. Die Darre ist bei Laphroaig torfgefeuert, neben der Rauchnote verursacht die See einen leicht salzigen Einschlag, einige schmecken sogar Seetang heraus. Im Abgang dominieren Torf und Malz, während sich allmählich auch ein holziger Unterton bemerkbar macht. Preis: 49 Euro. (Quelle: Hersteller)

Der Laphroaig Cask Strenght schmeckt torfig und wie Medizin. Selbst hartgesottene Kenner schaffen es kaum, den Schluck länger als eine Minute im Mund zu behalten, der langsam pelzig wird. Somit scheiden sich an Laphroaig die Geister. Die Darre ist bei Laphroaig torfgefeuert, neben der Rauchnote verursacht die See einen leicht salzigen Einschlag, einige schmecken sogar Seetang heraus. Im Abgang dominieren Torf und Malz, während sich allmählich auch ein holziger Unterton bemerkbar macht. Preis: 49 Euro.

(Quelle: Hersteller)
The Glenlivet 18 Jahre: Eine bittersüßer Whisky mit leichten Anklängen an Torfrauch und Eiche. Quasi die ideale Mischung zwischen weiblichen und männlichen Whiskys. Die Destille hat Anklänge von Passionsfrucht, Ingwer und Pfeffer entdeckt, andere Kenner schmeckten Nusstöne mit einem leicht bitteren Abgang heraus. Preis: 49 Euro. (Quelle: Hersteller)

The Glenlivet 18 Jahre: Ein bittersüßer Whisky mit leichten Anklängen an Torfrauch und Eiche. Quasi die ideale Mischung zwischen weiblichen und männlichen Whiskys. Die Destille hat Anklänge von Passionsfrucht, Ingwer und Pfeffer entdeckt, andere Kenner schmeckten Nusstöne mit einem leicht bitteren Abgang heraus. Preis: 49 Euro.

(Quelle: Hersteller)
Glenmorangie aus den Highlands verwendet für diese Kreation ihre seltensten und ältesten Whiskys. In dem süß-würzigen Trank herrschen die Aromen von Mokka und dunkler Schokolade vor, was am speziellen, stark geröstetem Malz liegt, dem High Roasted Chocolate Malt. Preis: 119 Euro. (Quelle: Hersteller)

Glenmorangie aus den Highlands verwendet für diese Kreation ihre seltensten und ältesten Whiskys. In dem süß-würzigen Trank herrschen die Aromen von Mokka und dunkler Schokolade vor, was am speziellen, stark geröstetem Malz liegt, dem High Roasted Chocolate Malt. Preis: 119 Euro.

(Quelle: Hersteller)
Highland Park 21 Jahre, Preis: 90 Euro. Highland Park strotzt nur so vor Selbstbewusstsein - die im Jahr 1798 gegründete Destille von den Orkney Inseln nennt ihre Brände unbescheiden die besten der Welt. Der 21jährige Whisky jedenfalls überzeugt durch Butterscotch-Aromen, dunkle Schokolade und Orangen (Quelle: Hersteller)

Highland Park strotzt nur so vor Selbstbewusstsein - die im Jahr 1798 gegründete Destille von den Orkney Inseln nennt ihre Brände unbescheiden "die besten der Welt". Der 21jährige Whisky jedenfalls überzeugt durch Butterscotch-Aromen, dunkle Schokolade und Orangen. Preis: 90 Euro.

(Quelle: Hersteller)

Persönlicher Austausch vor Ort



Denn die Möglichkeit, beim Stöbern durch die Regale den einen oder anderen seltenen Fund zu machen, der vielleicht schon seit Jahren dort schlummert, gibt es im Netz nicht. Hier sind Produkte nur als "lieferbar" oder "nicht lieferbar" gekennzeichnet. Ebenso fehlend: die Möglichkeit, vor Ort um dies oder das zu fachsimpeln - schließlich ist Whisky kein Getränk wie viele andere, sondern eine komplexe Angelegenheit.

Hier bietet sich durchaus Anlass zu ausführlichen Gesprächen. Nachfragen, nachhaken, sich austauschen - das geht persönlich immer noch am Besten. Zwar bieten Online-Händler mit Verkostungs-Videos oder Foren ebenfalls Möglichkeiten zum Dialog, das  ersetzt die direkte Beratung durch den langjährigen Fachmann vor Ort jedoch nicht.

Das größte Plus des Fachhandels bleibt aber die Möglichkeit, nicht nur über Whisky zu sprechen, sondern auch die eine oder andere Flasche zu verkosten. Ein guter Whiskytrader hat stets mehrere Flaschen geöffnet zur Probe und seien es nur Standards wie etwa die Six Classic Malts of Scotland. Das bietet Neulingen die Gelegenheit, sich nicht nur in der Theorie, sondern auch der Praxis mit der Materie zu befassen, während Whiskyliebhaber den eigenen Horizont noch um die eine oder andere Nuance erweitern. Vor allem lernt der Händler seinen Kunden und dessen Vorlieben kennen - wovon letztlich beide profitieren. Die urig-gemütliche Atmosphäre einer Verkostung nebst Dialog über Geschmacksnoten, Fülle oder Torfgehalt ist und bleibt unnachahmlich. Und kommt’s danach direkt zum Kauf, kann man die Ware auch gleich mitnehmen - ohne auf den Postboten warten zu müssen, der die online bestellten Tropfen liefert.



Pro und Kontra auf beiden Seiten



Die Händlerfrage wird am Besten individuell entschieden. Wer sich auskennt, weiß was er will und eher auf den Preis schaut, der kommt im

Netz besser weg. Das Angebot an Standards und Whiskys mittlerer Preisklasse ist reichhaltiger und oft preiswerter. Dafür sind Wartezeiten bei der Lieferung in Kauf zu nehmen. Wer vor Ort kauft, hat die nicht. Stattdessen punktet der lokale Fachmann mit profunder Kenntnis der Materie, besserer Beratung und der Möglichkeit, verschiedene Whiskys zu verkosten - gerade für Einsteiger in der komplex gewordenen Welt der Single Malts ein immenser Vorteil.

In unserer Klick-Show erfahren Sie alles zu den Vor- und Nachteilen beim Whiskykauf. Außerdem empfiehlt der Whisky-Experte Bernhard Schäfer wanted.de empfiehlt wanted.de fünf ganz besondere Single Malts.

Quelle: vb, wanted.de

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