21.03.2012, 14:42 Uhr | L. Bellmann
Whisky erfreut sich zurecht großer Beliebtheit. Das goldgelbe Getränk überzeugt durch seine Vielfalt im Geschmack - von besonders rau und rauchig bis zur Karamellnote haben die unterschiedlichen Sorten viel zu bieten. Dass Sie mit Whisky auch sehr lecker Kochen können, zeigen wir Ihnen in unserer Top 5 der Whisky-Rezepte.
Die Herstellung von Whisky ist eine Wissenschaft für sich und jeder Hersteller hat im Laufe der Jahre seine ganz eigene Prozedur dafür entwickelt. Die unterschiedlichen Verfahren werden dabei streng geheim gehalten und sind ein ähnlich gut behütetes Geheimnis, wie die Rezeptur von Coca Cola.
Im Ansatz sind die Phasen der Whisky-Herstellung allerdings gleich. Es beginnt mit dem Mälzen, auch als Keimen bezeichnet. Hierbei wird die Gerste zunächst einige Tage in Wasser eingeweicht und zum Keimen gebracht. Anschließend wird die Gerste über einem Feuer getrocknet. Bereits an dieser Stelle machen entscheidende Details den Unterschied in der jeweiligen, späteren Note des Whiskys aus.
In der nächsten Phase, dem Maischen wird die getrocknete Gerste gemahlen und in einem großen Bottich, auch Maischottisch genannt mit kochendem Wasser vermischt.
In drei Wiederholungen wird kochendes Wasser mit immer höherer Temperatur hinzugegeben. Durch diesen Vorgang soll möglichst viel lösliche Stärke aus dem Malz gezogen werden.
Nun wird mit dem Fermentieren begonnen, bei dem die entstandene, abgekühlte Flüssigkeit, die sogenannte Maische in 9000 bis 45.000 Liter Fässer gefüllt wird. Bei diesem Vorgang wird der Maische Hefe beigemischt, die den Zucker aus der Maische entzieht.
Dabei entsteht ein Alkoholgehalt von fünf bis acht Prozent. Dieser Gärungsprozess dauert zwischen 48 und 60 Stunden.
Bei dem nächsten Schritt, der Destillation wird der Alkohol von der Maische getrennt. Das geschieht, indem die Flüssigkeit in großen Kupferfässern erhitzt und anschließend im gasförmigen Zustand in eine Kühlapparatur geleitet wird.
In dieser Apparatur kondensiert der entstandene Rohbrand und wird somit flüssig. Allein bei diesem Vorgang gibt es schon viele ausschlaggebende Details, die für den späteren Geschmack des Whiskys von großer Bedeutung sind. Malt Whisky wird beispielsweise zweimal destilliert, wobei der zweite Durchgang der Reinigung des Destillats dient.
Unterschieden wird die gewonnene Flüssigkeit in drei Segmente. Die Kunst des Brennens liegt nun darin, nur das mittlere Segment aufzufangen. Also den Teil des Destillats der zwischen Vor- und Nachlauf liegt.
Die Einteilung in diese Segmente ist ein wohl gehütetes Geheimnis des Brennmeisters.
Auch die Lagerung und Reifung des Produktes in speziellen Fässern, ist je nach Sorte und Hersteller unterschiedlich. Die verschiedenen Holzsorten der Fässer sind zum großen Teil für das Aroma des Whiskys verantwortlich. Frisch destillierter Whisky ist zunächst farblos und erhält seinen charakteristischen goldgelben Farbton erst im Laufe der Jahre während der Lagerung in den Fässern.
Ein Single Malt für den besonderen Geschmack
Besonders hochwertige Whiskys werden mit dem Zusatz Single Malt versehen. Es ist eine Art Prädikat, für das zwei Voraussetzungen gelten:
Für die Herstellung dieses Whiskys darf nur gemälzte Gerste verwendet werden.
Die andere Bedingung für einen Single Malt Whisky ist, dass er nur aus einer einzigen Brennerei stammen darf und kein Verschnitt verschiedener Sorten. Dabei kann er durchaus eine Mischung aus mehreren Fässern der Destillerie sein. Die Altersangabe bezieht sich in diesem Fall dann auf das jüngste verwendete Fass.
Verschnittene Whiskys - also solche bei denen verschiedene Sorten bei der Herstellung vermischt wurden - werden als Blend bezeichnet. Bis zu 70 unterschiedliche Sorten können sich in einem Blend befinden. Liebhaber genießen ihren Whisky gerne pur oder mit ein paar Tropfen Wasser verdünnt. Um das volle Aroma schmecken zu können, sollte man ihn nicht mit Eis trinken. Das betäubt die Geschmacksnerven und verwässert das edle Getränk.
Es gibt aber auch Kochrezepte, bei denen ein guter Whisky dem Gericht ein besonderes Aroma verleiht. Schnell und sehr einfach zubereitet ist eine Kentucky-Bourbon Sauce oder ein Whisky-Hühnchen.
Ein paar der leckeren und leicht nach zu kochenden Rezepte mit Whisky finden Sie in unserer Top 5 der Whisky-Rezepte.
Quelle: L. Bellmann, wanted.de
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