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Wein und Grillen: Braai

Braai – Grillen wie in Südafrika

02.08.2013, 16:56 Uhr | Frank Lansky

Grillen Sie so exotisch wie in Südafrika.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Grillen Sie so exotisch wie in Südafrika.

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Braai: Die südafrikanische Variante des Barbecue ist Kult. Beim Grillen über dem offenen Feuer landet alles über den Holzscheiten, was Savanne und Ozean hergeben. Wiederbelebt haben den Brauch die Buren, das Wort Braai stammt aus dem Afrikaans und bedeutet übersetzt schlicht Braten, wobei es heute für Grillen benutzt wird. (Quelle: imago/Africa Media Online)

Braai: Die südafrikanische Variante des Barbecue ist Kult. Beim Grillen über dem offenen Feuer landet alles über den Holzscheiten, was Savanne und Ozean hergeben. Wiederbelebt haben den Brauch die Buren, das Wort Braai stammt aus dem Afrikaans und bedeutet übersetzt schlicht Braten, wobei es heute für Grillen benutzt wird.

(Quelle: imago / Africa Media Online)
Die Afrikaaner verwenden zum Braaien traditionell Harthölzer, vor allem Kameldorn und Weinstöcke. Die brennen recht lange und sichern so ein möglichst ausgedehntes Event und zudem ein Feuer, das nachts noch lange Löwen und Leoparden von der Wagenburg fernhält.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Afrikaaner verwenden zum Braaien traditionell Harthölzer, vor allem Kameldorn und Weinstöcke. Die brennen recht lange und sichern so ein möglichst ausgedehntes Event und zudem ein Feuer, das nachts noch lange Löwen und Leoparden von der Wagenburg fernhält.

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Die Südafrikaner haben wohl das Grillen erfunden. Archäologen fanden Hinweise auf ein prähistorisches Grillfest in den über eine Million Jahre alten Sterkfontein Caves im Norden Südafrikas. (Quelle: imago/Africa Media Online)

Die Südafrikaner haben wohl das Grillen erfunden. Archäologen fanden Hinweise auf ein prähistorisches Grillfest in den über eine Million Jahre alten Sterkfontein Caves im Norden Südafrikas.

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Der Vorteil der offenen Flamme: Sie karamellisiert die äußerste Schicht des Bratens, das heißt, der Zucker wird unter hoher Temperatur zusammen mit Fett in eine appetitliche Kruste verwandelt; zudem ziehen sich die Poren zusammen und der Juice bleibt innen gefangen – das Fleisch wird wunderbar saftig.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Vorteil der offenen Flamme: Sie karamellisiert die äußerste Schicht des Bratens, das heißt, der Zucker wird unter hoher Temperatur zusammen mit Fett in eine appetitliche Kruste verwandelt; zudem ziehen sich die Poren zusammen und der Juice bleibt innen gefangen – das Fleisch wird wunderbar saftig.

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In Südafrika ist das Braaien richtig athletisch: Der Grillmeister klemmt dazu das Fleisch in einen doppelten Rost mit langem Griff, den sogenannten Wendebräter. Und dann hebt er die Beute in die Flammen und schwenkt sie eben solange hin und her, bis alles prima durch ist. Natürlich werden auch ganz normale Roste verwendet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Südafrika ist das Braaien richtig athletisch: Der Grillmeister klemmt dazu das Fleisch in einen doppelten Rost mit langem Griff, den sogenannten Wendebräter. Und dann hebt er die Beute in die Flammen und schwenkt sie eben solange hin und her, bis alles prima durch ist. Natürlich werden auch ganz normale Roste verwendet.

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Der Braai-Klassiker für echte Genießer ist die schneckenförmig gerollte Boerewors. Das ist die burische Variante der Bratwurst, sie ist mit Koriandersamen, Nelken, Piment und anderen Gewürzen veredelt.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Braai-Klassiker für echte Genießer ist die schneckenförmig gerollte Boerewors. Das ist die burische Variante der Bratwurst, sie ist mit Koriandersamen, Nelken, Piment und anderen Gewürzen veredelt.

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Außerdem grillen die Südafrikaner gerne riesige Steaks vom Rind oder Strauß, afrikanisches Wild wie Impala oder Kudu oder auch kleine Fleischspieße namens Sosaties, die bestehen aus mariniertem Lamm. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Außerdem grillen die Südafrikaner gerne riesige Steaks vom Rind oder Strauß, afrikanisches Wild wie Impala oder Kudu oder auch kleine Fleischspieße namens Sosaties, die bestehen aus mariniertem Lamm.

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Auch Fische wie die heimische Sorte Snoek oder Kingklip und Meeresfrüchte wie große Hummer sind ein beliebtes Grillgut. Die Profis nennen das Beef and Reef. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auch Fische wie die heimische Sorte Snoek oder Kingklip und Meeresfrüchte wie große Hummer sind ein beliebtes Grillgut. Die Profis nennen das Beef and Reef.

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Wem das Grillen zu lange dauert, der greift als Vorspeise zu Samoosas, das sind gefüllte Teigtaschen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wem das Grillen zu lange dauert, der greift als Vorspeise zu Samoosas, das sind gefüllte Teigtaschen.

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Oder auch zu Biltong, das sind getrocknete Rindfleisch-Streifen, die wegen ihrer Haltbarkeit bei den Vortrekkern im Planwagen beliebt waren; das amerikanische Pendant dazu wäre das Beef Jerky der Cowboys.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Oder auch zu Biltong, das sind getrocknete Rindfleisch-Streifen, die wegen ihrer Haltbarkeit bei den Vortrekkern im Planwagen beliebt waren; das amerikanische Pendant dazu wäre das Beef Jerky der Cowboys.

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Am besten schenken Sie sich zu all den leckeren und gebraaiten Köstlichkeiten einen der hervorragenden südafrikanischen Weine ein – am Kap hat der Weinbau seit rund 350 Jahren Tradition. (Quelle: Hersteller)

Am besten schenken Sie sich zu all den leckeren und gebraaiten Köstlichkeiten einen der hervorragenden südafrikanischen Weine ein – am Kap hat der Weinbau seit rund 350 Jahren Tradition.

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Die interessantesten Tropfen stammen aus dem Südwesten, der Provinz Western Cape – bekannte Lagen sind etwa Stellenbosch und Constantia mit seiner roten Erde. (Quelle: Hersteller)

Die interessantesten Tropfen stammen aus dem Südwesten, der Provinz Western Cape – bekannte Lagen sind etwa Stellenbosch und Constantia mit seiner roten Erde.

(Quelle: Hersteller)
Die sonnenreichen Hänge sind bekannt für intensive und aromatische Rebsäfte. (Quelle: Hersteller)

Die sonnenreichen Hänge sind bekannt für intensive und aromatische Rebsäfte.

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Der intensive Rotwein hat kein Problem, sich auch bei gut gewürztem Grillgut Geltung zu verschaffen. (Quelle: Hersteller)

Der intensive Rotwein hat kein Problem, sich auch bei gut gewürztem Grillgut Geltung zu verschaffen.

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Das Weingut Beyerskloof gehört zu den bekanntesten Gütern in Südafrika. Vier glühende Weinliebhaber aus Johannesburg und einer der besten Winemaker vom Kap, Beyers Truter von Kanonkop Estate, schlossen sich 1989 zu einer Partnerschaft zusammen, mit dem einen Ideal: Weine zu keltern mit einem phantastischen Charakter. Heute sind die Inhaber Beyers Truter und Simon Haliday. (Quelle: Hersteller)

Das Weingut Beyerskloof gehört zu den bekanntesten Gütern in Südafrika. Vier glühende Weinliebhaber aus Johannesburg und einer der besten Winemaker vom Kap, Beyers Truter von Kanonkop Estate, schlossen sich 1989 zu einer Partnerschaft zusammen, mit dem einen Ideal: Weine zu keltern mit einem phantastischen Charakter. Heute sind die Inhaber Beyers Truter und Simon Haliday.

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Das Weingut Tokara besteht aus verschiedenen Farmen mit insgesamt 120 Hektar mit Spitzenlagen in den besten Weinbauregionen rund um das Kap der guten Hoffnung. Kern des Unternehmen und Standort der Kellerei ist das Gut in Stellenbosch. (Quelle: Hersteller)

Das Weingut Tokara besteht aus verschiedenen Farmen mit insgesamt 120 Hektar mit Spitzenlagen in den besten Weinbauregionen rund um das Kap der guten Hoffnung. Kern des Unternehmen und Standort der Kellerei ist das Gut in Stellenbosch.

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Das Weingut Spier liegt südlich von Stellenbosch und gilt als einer der beliebtesten Anlaufpunkte für Wein-Touristen in Südafrika. Das 1000 Hektar große Estate bietet ein vielfältiges Angebot für seine Besucher. (Quelle: Hersteller)

Das Weingut Spier liegt südlich von Stellenbosch und gilt als einer der beliebtesten Anlaufpunkte für Wein-Touristen in Südafrika. Das 1000 Hektar große Estate bietet ein vielfältiges Angebot für seine Besucher.

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Im Weingut Spier finden Sie ein luxuriöses 4 Sterne Hotel, mehrere Restaurants und Bistros, ein Open-Air-Theater, zwei Wildlife-Projekte, eine Kunstsammlung, zahlreiche Events und natürlich Wein. (Quelle: Hersteller)

Im Weingut Spier finden Sie ein luxuriöses 4 Sterne Hotel, mehrere Restaurants und Bistros, ein Open-Air-Theater, zwei Wildlife-Projekte, eine Kunstsammlung, zahlreiche Events und natürlich Wein.

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Das Delaire Graff Estate in den Weinbaugebieten von Kapstadt gehört zu den exklusivsten aber auch außergewöhnlichsten Hotelerlebnissen in Südafrika. Hier wohnen Sie nicht in einem Hotelzimmer, sondern residieren in Ihrer eigenen Privatlodge, mit Butler, Pool und Traumblick. (Quelle: Hersteller)

Das Delaire Graff Estate in den Weinbaugebieten von Kapstadt gehört zu den exklusivsten aber auch außergewöhnlichsten Hotelerlebnissen in Südafrika. Hier wohnen Sie nicht in einem Hotelzimmer, sondern residieren in Ihrer eigenen Privatlodge, mit Butler, Pool und Traumblick.

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Neben der unglaublichen Landschaft und den luxuriösen Hotels hat Südafrika jede Menge kulinarischen Köstlichkeiten für seine Besucher parat. Wenn Ihnen jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft, dann haben wir unser Ziel erreicht. (Quelle: Hersteller)

Neben der unglaublichen Landschaft und den luxuriösen Hotels hat Südafrika jede Menge kulinarischen Köstlichkeiten für seine Besucher parat. Wenn Ihnen jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft, dann haben wir unser Ziel erreicht.

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Spier Creative Block 2: Intensive Aromen von Kiwi und reifen Früchten machen sich in der Nase breit. Fruchtig zeigt sich der Wein auch am Gaumen. Sehr gut zu Meeresfrüchten, Fisch- oder Pastagerichten. (Quelle: Hersteller)

Spier Creative Block 2: Intensive Aromen von Kiwi und reifen Früchten machen sich in der Nase breit. Fruchtig zeigt sich der Wein auch am Gaumen. Sehr gut zu Meeresfrüchten, Fisch- oder Pastagerichten.

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Tokara Director’s Reserve 2008: Ein heftiger, fast schwarzer Wein, der sich auch durch scharf gewürztes Grillfleisch durchsetzt: Zunächst strömt das Aroma von Schokolade, Mocca und Kardamon aus dem Glas. Am Gaumen entfaltet sich der Geschmack schwarzer Johannisbeere und Gewürzen.E in Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Petit Verdot, Merlot, Malbec und Cabernet Franc. (Quelle: Hersteller)

Tokara Director’s Reserve 2008: Ein heftiger, fast schwarzer Wein, der sich auch durch scharf gewürztes Grillfleisch durchsetzt: Zunächst strömt das Aroma von Schokolade, Mocca und Kardamon aus dem Glas. Am Gaumen entfaltet sich der Geschmack schwarzer Johannisbeere und Gewürzen.E in Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Petit Verdot, Merlot, Malbec und Cabernet Franc.

(Quelle: Hersteller)
Ken Forrester Old Vine Reserve: Ein goldgelber Weißwein mit einem Geschmack tropischer Zitrusfrüchte, Untertönen von Nüssen und Honignoten. Passt prima zu Fisch, Hummer, Garnelen oder Muscheln. (Quelle: Hersteller)

Ken Forrester Old Vine Reserve: Ein goldgelber Weißwein mit einem Geschmack tropischer Zitrusfrüchte, Untertönen von Nüssen und Honignoten. Passt prima zu Fisch, Hummer, Garnelen oder Muscheln.

(Quelle: Hersteller)
Delaire Shiraz 2011: Ein rubinroter, eher fruchtiger Shiraz. In der Nase und am Gaumen dominieren saftige, rote  Früchte wie Johannisbeere. Dazu gesellt sich ein Hauch von Lavendel. (Quelle: Hersteller)

Delaire Shiraz 2011: Ein rubinroter, eher fruchtiger Shiraz. In der Nase und am Gaumen dominieren saftige, rote  Früchte wie Johannisbeere. Dazu gesellt sich ein Hauch von Lavendel.

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Eagles‘ Nest Little Eagle 2010: Ein typischer, schwerer Südafrikaner: Er duftet nach dunklen Beeren sowie Himbeeren und Kirschen und sogar ein wenig Kaffee. Im Geschmack melden sich erneut die Beeren zu Wort. Ein Cuvée aus den Rebsorten Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot. (Quelle: Hersteller)

Eagles‘ Nest Little Eagle 2010: Ein typischer, schwerer Südafrikaner: Er duftet nach dunklen Beeren sowie Himbeeren und Kirschen und sogar ein wenig Kaffee. Im Geschmack melden sich erneut die Beeren zu Wort. Ein Cuvée aus den Rebsorten Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot.

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Beyerskloof Pinotage Reserve2010: Wohl einer der typischsten südafrikanischsten Weine: Die Rebsorte Pinotage entstand zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts aus einer Kreuzung von Cinsaut und Pinot Noir. Der Wein verströmt einen Geruch von roten Beeren und Pflaumen und so schmeckt er auch. (Quelle: Hersteller)

Beyerskloof Pinotage Reserve2010: Wohl einer der typischsten südafrikanischsten Weine: Die Rebsorte Pinotage entstand zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts aus einer Kreuzung von Cinsaut und Pinot Noir. Der Wein verströmt einen Geruch von roten Beeren und Pflaumen und so schmeckt er auch.

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Pack das Krokodil auf den Grill: Braai - Die südafrikanische Variante des Barbecue ist Kult. Beim Grillen über dem offenen Feuer landet alles über den Holzscheiten, was Savanne und Ozean hergeben. Selbst Kudu, Springbock oder Kroko, das übrigens ein wenig schmeckt wie Hähnchen. wanted.de hat sich die Grillvariante vom Kap der guten Hoffnung genauer angeschaut.

Da werden die Nachbarn aber staunen: Die Flammen lodern, der Grillmeister checkt mit der Hand, wie heiß das Feuer ist. Hält er sie nur zwei Sekunden drüber, ist die Hitze genau richtig. Zieht er sie erst nach sechs oder sieben Sekunden zurück, ist die Temperatur zu niedrig. Keine Angst, der Mann weiß, was er tut: Schließlich haben die Südafrikaner das Grillen erfunden. Tatsächlich fanden Archäologen Hinweise auf ein prähistorisches Grillfest in den alten Sterkfontein Caves im Norden Südafrikas. Grillen mit Lagerfeuer-Romantik Wiederbelebt haben den Brauch die Buren, das Wort Braai stammt aus dem Afrikaans und bedeutet übersetzt schlicht Braten, wobei es heute für Grillen benutzt wird. "Gebraait" wird auch heute fast genau wie zu den Anfängen der Menschheitsgeschichte:

Über einem Lagerfeuer, was für eine heimelige Atmosphäre sorgt. Die Afrikaner verwenden zum Braaien traditionell Harthölzer, vor allem Kameldorn und Weinstöcke. Die brennen recht lange und sichern so ein möglichst ausgedehntes Event und zudem ein Feuer, das nachts noch lange Löwen und Leoparden von der Wagenburg fernhält. Natürlich ist es niemandem verboten, auch über der Glut weiterzugrillen, wenn der Abend fortgeschritten ist. Holzkohle ist jedoch verpönt.

Das Schichten des Holzes ist eine Kunst für sich: Profis bauen einen Tipi oder ein Viereck mit einer Öffnung in der Mitte, dann ist die Lüftung am besten. Allerdings wird getrocknetes Holz in Deutschland meist in klobigen Scheiten von 30 Zentimetern Länge verkauft, diese Stücke sind zu dick, um schnell zu brennen und kullern gerne weg, sodass das echte Lagerfeuer-Feeling flach fällt. Spezialanbieter wie Realbukowina-Wood verkaufen jedoch auch schmale Späne mit Grillholz aus Weißbuche, Rotbuche, Eiche und Esche, dann kostet eine Kiste aber rund 20 Euro.

Der Vorteil der offenen Flamme: Sie karamellisiert die äußerste Schicht des Bratens, das heißt, der Zucker wird unter hoher Temperatur zusammen mit Fett in eine appetitliche Kruste verwandelt; zudem ziehen sich die Poren zusammen und der Juice bleibt innen gefangen – das Fleisch wird wunderbar saftig. Kenner schwören zudem, dass die Flamme aus dem Holz viel sauberer ist, als von der Holzkohle.

Afrikas Wild im Wendebräter In Südafrika ist das Braaien richtig athletisch: Der Grillmeister klemmt dazu das Fleisch in einen doppelten Rost mit langem Griff, den sogenannten Wendebräter. Und dann hebt er die Beute in die Flammen und schwenkt sie eben solange hin und her, bis alles prima durch ist. Natürlich werden auch ganz normale Roste verwendet. Der Braai-Klassiker für echte Genießer ist die schneckenförmig gerollte Boerewors. Das ist die burische Variante der Bratwurst, sie ist mit Koriandersamen, Nelken, Piment und anderen Gewürzen veredelt. Außerdem grillen die Südafrikaner gerne riesige Steaks vom Rind oder Strauß, afrikanisches Wild wie Impala oder Kudu oder auch kleine Fleischspieße namens Sosaties, die bestehen aus mariniertem Lamm. Auch Fische wie die heimische Sorte Snoek oder Kingklip und Meeresfrüchte wie große Hummer sind ein beliebtes Grillgut. Die Profis nennen das Beef and Reef. Braai the way: Natürlich braucht das perfekte Fleisch auch die passende Zutat, etwa eine Soße aus Periperi-Chilli, ein Relish wie Chakalaka oder ein fruchtiges Chutney. Als Beilage gibt es häufig Süßkartoffeln oder Kürbisspalten, auch den Maisbrai Pap oder Sam, das ist ein Gericht der Xhosa aus weißen Bohnen. Auch die Millies genannten Maiskolben werden gerne gegrillt. Am Kap ist der Bobotie beliebt, das ist ein mit Hackfleisch gefüllter und mit Eiercreme überbackener Auflauf. In Durban werden gerne indische Curries gereicht, das ist kein Wunder, denn hier sind viele Einwanderer vom Subkontinent gelandet.

Edle Tropfen vom Kap Wem das Grillen zu lange dauert, der greift als Vorspeise zu Samoosas, das sind gefüllte Teigtaschen. Oder auch zu Biltong, das sind getrocknete Rindfleisch-Streifen, die wegen ihrer Haltbarkeit bei den Vortrekkern im Planwagen beliebt waren; das amerikanische Pendant dazu wäre das Beef Jerky der Cowboys. Zum Nachtisch können Sie Koeksisters naschen, das ist ein zu einem Zopf geflochtenes, fritiertes Gebäck, das in Sirup ertränkt wird. Am besten schenken Sie sich zu all dem einen der hervorragenden südafrikanischen Weine ein – am Kap hat der Weinbau seit rund 350 Jahren Tradition. Die interessantesten Tropfen stammen aus dem Südwesten, der Provinz Western Cape – bekannte Lagen sind etwa Stellenbosch und Constantia mit seiner roten Erde. Die sonnenreichen Hänge sind bekannt für intensive und aromatische Rebsäfte, der intensive Rotwein hat kein Problem, sich auch bei gut gewürztem Grillgut Geltung zu verschaffen.

Fazit: Braai ist eine kleine kulinarische Reise im eigenen Garten. Dass die Sache eine Menge Spaß macht, beweist die Tatsache, dass sich sämtliche Volksgruppen im afrikanischen Regenbogen-Land rege an dem netten Grillen beteiligen – von Zulus über Buren bis zu den Kapmalayen.

Der Staat hat zwar elf Sprachen und Dialekte, mit Braai aber eine gemeinsame Leidenschaft.

Quelle: Frank Lansky, wanted.de

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