29.06.2011, 11:23 Uhr
Das Tragen von Manschettenknöpfen mit Wappen reicht zurück bis in das 17. Jahrhundert. Zu dieser Zeit war es bereits seit Langem üblich, Hemden mit z.T. sehr kunstvoll geschneiderten Manschetten zu tragen. Dennoch schmückten sich die modebewussten Herren der gehobenen Gesellschaft in Frankreich erst nachweislich um das Jahr 1788 mit diesem kleinen Accessoire.
Manschettenknöpfe mit Gravur als dezentes modisches Accessoire (Foto: Thinkstock)
Zunächst wurden Manschettenknöpfe aus Gold und Silber gefertigt und mit Diamanten verziert. Daher konnten sich nur gut situierte Adlige diesen Schmuck leisten. Der von den Herren getragene übliche Siegelring inspirierte die Goldschmiede, auch die Manschettenknöpfe mit Wappen zu verzieren. Hierbei bediente man sich der bereits vorhandenen Schablonen oder entwarf auf Wunsch sogar gänzlich neue Wappen.
Zum Ende des 19. Jahrhunderts fertigte man Manschettenknöpfe mit Wappen auch aus Emaille, sodaß sie erschwinglicher wurden. Mit der amerikanischen Erfindung einer maschinellen Herstellung von Manschettenknöpfen, begann die Massenproduktion aus Stahl. Seitdem sind Manschettenknöpfe mit Wappen überall auf der Welt zu finden. Bis heute sind aber gerade die auf den Manschettenknöpfen abgebildeten Familienwappen ein Symbol für die Herkunft des Trägers sowie für seinen gesellschaftlichen Status.
Heutzutage erfreuen sich auch Manschettenknöpfe mit Gravur großer Beliebtheit. Hierbei greifen einige Herren auf bereits im Sortiment vorhandene Gravuren zurück oder lassen sich von einem Goldschmied ihre persönlichen Initialen in die gewünschten Manschettenknöpfe gravieren. Jeder bekannte Modeschöpfer von Armani über Joop bis hin zu Lagerfeld oder Versace hat bereits Manschettenknöpfe entworfen. Egal, ob im klassischen oder extravaganten Stil, Manschettenknöpfe mit Gravur können zu jedem Anlass getragen werden und stellen ein dezentes und gleichzeitig modisches Accessoire dar.
Quelle: wanted.de
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