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Urlaubsfantasien für Männer

Schnell, dreckig, hart: Urlaubsfantasien für Männer

13.08.2012, 8:54 Uhr | Christian Haas/srt

Actionurlaub verspricht Adrenalin in hohen Dosen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Actionurlaub verspricht Adrenalin in hohen Dosen.

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Auf einem "Männerspielplatz" kommt Mann voll auf seine Kosten. Statt Sandförmchen und Plastiksieben wartet großes Gerät, wie Schaufelbagger, auf die Männer. (Quelle: srt (24.07.2012/Baggerspaß Bayern))

Auf einem "Männerspielplatz" kommt Mann voll auf seine Kosten. Statt Sandförmchen und Plastiksieben wartet großes Gerät, wie Schaufelbagger, auf die Männer.

(Quelle: srt (24.07.2012/Baggerspaß Bayern))
Wer sich dabei noch nicht genug ausgetobt hat, kann noch eine Runde mit dem Quad drehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer sich dabei noch nicht genug ausgetobt hat, kann noch eine Runde mit dem Quad drehen.

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Alternativ kann man sich auch mit einem Jeep in die nächste Schlammpfütze wagen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Alternativ kann man sich auch mit einem Jeep in die nächste Schlammpfütze wagen.

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Das Lieblingsterrain von Bikern ist und bleibt die USA. Legendenstatus besitzt dabei die knapp 4000 Kilometer lange Route 66. Sie führt von Chicago einmal quer durch den Mittleren Westen, über die Rockies bis zum Pier von Santa Monica in Kalifornien. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Lieblingsterrain von Bikern ist und bleibt die USA. Legendenstatus besitzt dabei die knapp 4000 Kilometer lange Route 66. Sie führt von Chicago einmal quer durch den Mittleren Westen, über die Rockies bis zum Pier von Santa Monica in Kalifornien.

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Auf der Route 66 ist Geschwindigkeit nicht das zentrale Thema, auf der Formel-1-Rennstrecke schon. Etwa auf dem ungarischen Pannonia-Ring. Der wurde schließlich ausschließlich für schnelle Wettrennen und hitzige Manöver gebaut. Das Gute: Längst sind auf der 4740 Meter langen Rennstrecke nicht mehr nur Profis zugelassen, sondern auch normale Besucher, die dann aber in echten Formel-1-Wagen Platz nehmen dürfen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auf der Route 66 ist Geschwindigkeit nicht das zentrale Thema, auf der Formel-1-Rennstrecke schon. Etwa auf dem ungarischen Pannonia-Ring. Der wurde schließlich ausschließlich für schnelle Wettrennen und hitzige Manöver gebaut. Das Gute: Längst sind auf der 4740 Meter langen Rennstrecke nicht mehr nur Profis zugelassen, sondern auch normale Besucher, die dann aber in echten Formel-1-Wagen Platz nehmen dürfen.

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Rund hundertmal schwerer als so ein Formel-1-Wagen ist mancher Kampfpanzer. Zu internationaler Bekanntheit hat es das neuseeländische Unternehmen "Tanks for Everthing" gebracht, das in Christchurch auch Männern außerhalb der Militärbranche Fahrerlebnisse mit Kriegsfahrzeugen offeriert. Nach einer einstündigen Einführung werden die Hobbysoldaten auf das abgesperrte Gelände gelassen, wo sie sich mit acht Panzern und diversen Jeeps austoben können. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rund hundertmal schwerer als so ein Formel-1-Wagen ist mancher Kampfpanzer. Zu internationaler Bekanntheit hat es das neuseeländische Unternehmen "Tanks for Everthing" gebracht, das in Christchurch auch Männern außerhalb der Militärbranche Fahrerlebnisse mit Kriegsfahrzeugen offeriert. Nach einer einstündigen Einführung werden die Hobbysoldaten auf das abgesperrte Gelände gelassen, wo sie sich mit acht Panzern und diversen Jeeps austoben können.

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Männer lieben Pferdestärken - siehe Formel 1. Sie geben sich mitunter aber auch mit einer Pferdestärke zufrieden. Nicht umsonst ist der Marlboro-Mann werbetechnisch seit Generationen mit dem Pferd unterwegs. Nicht wenige denken sich beim Anblick der Werbung: So will ich auch sein. Nur wie? Die Antwort: auf der "Cowboy School". Davon gibt es nur ein halbes Dutzend vielleicht und nahezu alle sind - wen wundert's? - im Mittleren, oder besser Wilden Westen der USA beheimatet.  (Quelle: srt (24.07.2012/Colorado Cattle Company))

Männer lieben Pferdestärken - siehe Formel 1. Sie geben sich mitunter aber auch mit einer Pferdestärke zufrieden. Nicht umsonst ist der Marlboro-Mann werbetechnisch seit Generationen mit dem Pferd unterwegs. Nicht wenige denken sich beim Anblick der Werbung: So will ich auch sein. Nur wie? Die Antwort: auf der "Cowboy School". Davon gibt es nur ein halbes Dutzend vielleicht und nahezu alle sind - wen wundert's? - im Mittleren, oder besser Wilden Westen der USA beheimatet.

(Quelle: srt (24.07.2012/Colorado Cattle Company))
Die Hotelgruppe "Derag Livinghotels" erfand vor drei Jahren das sogenannte "Männerzimmer", mit freigeschaltetem Pay-TV, Zigarre am Nachttisch, gekühltem Sixpack in der Minibar - und das alles ohne Aufpreis. Zwar war das "Männerzimmer" eigentlich für Herren gedacht, die nach einem Streit von ihrer Partnerin rausgeworfen wurden. Doch es dürfen auch diejenigen einziehen, die glaubhaft versichern können, für ein, zwei Tage dringend mal etwas Abstand von Frau und Kind zu brauchen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Hotelgruppe "Derag Livinghotels" erfand vor drei Jahren das sogenannte "Männerzimmer", mit freigeschaltetem Pay-TV, Zigarre am Nachttisch, gekühltem Sixpack in der Minibar - und das alles ohne Aufpreis. Zwar war das "Männerzimmer" eigentlich für Herren gedacht, die nach einem Streit von ihrer Partnerin rausgeworfen wurden. Doch es dürfen auch diejenigen einziehen, die glaubhaft versichern können, für ein, zwei Tage dringend mal etwas Abstand von Frau und Kind zu brauchen.

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Wem zwei Tage zur Erholung nicht reichen, sollte sich auf eine einsame Insel begeben, um dort mal richtig auszuspannen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wem zwei Tage zur Erholung nicht reichen, sollte sich auf eine einsame Insel begeben, um dort mal richtig auszuspannen.

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Für diejenigen, die lieber hoch hinaus wollen, ist Base-Jumping eine gute Idee. Hierbei wird von einem festen Objekt, beispielsweise einem Berg, abgesprungen, die Aussicht genossen und mit einem Fallschirm gelandet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Für diejenigen, die lieber hoch hinaus wollen, ist Base-Jumping eine gute Idee. Hierbei wird von einem festen Objekt, beispielsweise einem Berg, abgesprungen, die Aussicht genossen und mit einem Fallschirm gelandet.

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Einen Adrenalinschub bekommt man sicherlich auch, wenn man sich mit einem Kajak einen reißenden Fluss hinunter wagt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Einen Adrenalinschub bekommt man sicherlich auch, wenn man sich mit einem Kajak einen reißenden Fluss hinunter wagt.

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"Wann ist ein Mann ein Mann?", sang bereits Herbert Grönemeyer. Diese Frage lässt sich freilich nicht eindeutig beantworten, dennoch gibt es genügend Eigenschaften, die man Männern gerne zuschreibt - jenseits der Schwäche für weibliche Reize und hopfenhaltige Kaltgetränke. Da wären vor allem: Geschwindigkeit, Maschinen, Action - kurz: alles, was Adrenalinausschüttung in hohen Dosen verspricht.

Da nicht jedermann auf einen Hummer-Geländewagen, einen Helikopter oder einen Bulldozer Zugriff hat, füllen Erlebnis-Veranstalter diese Lücke. "Geschenke für Männer" Und die boomen zur Zeit, nicht zuletzt wegen ihrer Männer-Sparte. Der deutsche Branchenprimus Jochen Schweizer listet in der Rubrik "Geschenke für Männer" Angebote wie Bagger, Ferrari oder Panzer fahren ebenso wie Schießspiele à la Paintball auf. Bei anderen Veranstaltern wie Mydays ist das Angebot ähnlich und wenn auch nicht unbedingt billig, immerhin erschwinglich. Zwischen 50 und 200 Euro kosten die meisten Thrill-Events - für eine besondere "Männersause" im Kreise Gleichgesinnter ein vertretbarer Preis. 199 Euro macht zum Beispiel ein halber Tag auf dem "Männerspielplatz".

Dort warten dann nicht Sandförmchen und Plastiksiebe, sondern Bagger, Planierraupen, Radlader, Kettendozer - alles in XXL, und alles zum Selberfahren. Was bei der Eventplattform Männerspielplatz angeboten wird, ist eben Spielzeug für Männer, die mit handelsüblichen Rasenmähern und Gartenplanierern aus dem Baumarkt nicht (mehr) zufrieden sind. Und höher hinaus wollen. Oder tiefer hinein. Je nachdem, ob sie sich im Führerhaus eines Lkw-Krans oder am Steuerpult eines Kettenbaggers in der Kiesgrube befinden. Doch warum nicht beides ausprobieren?

Ein kleines Waldgebiet bei Großalmerode in der Nähe von Kassel hat sich diesbezüglich zum Paradies für maschinenbegeisterte Menschen, überwiegend Männer, gemausert. Schließlich können sie dort unter fachkundiger Anleitung vier Stunden lang an verschiedenen Stationen Hand anlegen und extrem schweres Gerät bedienen. Zum Abschluss warten dann noch ein Parcours mit dem Quad und eine Offroadtour mit dem Jeep - "Rrrrrrrr".

"Wrrrrrummm" - das ist das Lieblingsgeräusch motorisierter Biker. Und ihr Lieblingsterrain ist und bleibt die USA. Legendenstatus besitzt dabei die knapp 4000 Kilometer lange Route 66. Sie führt von Chicago einmal quer durch den Mittleren Westen, über die Rockies bis zum Pier von Santa Monica in Kalifornien. Die weltbekannte Landstraße, die der Erfolgsautor John Steinbeck einst "Die Mutter der Landstraßen" nannte und die man angesichts ihrer unübersehbaren Patina eher "Großmutter der Landstraßen" nennen möchte, führt dabei auch in die Vergangenheit. In vielen Orten längs ihres früheren Streckenverlaufs warten Souvenirläden, Museen oder Diner-Cafés, die noch schwer an die 50er-Jahre erinnern.

Auf der Route 66 ist Geschwindigkeit nicht das zentrale Thema, auf der Formel-1-Rennstrecke schon. Etwa auf dem ungarischen Pannonia-Ring. Der wurde schließlich ausschließlich für schnelle Wettrennen und hitzige Manöver gebaut. Das Gute: Längst sind auf der 4740 Meter langen Rennstrecke nicht mehr nur Profis zugelassen, sondern auch normale Besucher, die dann aber in echten Formel-1-Wagen Platz nehmen dürfen. Doch da sich ein 185 PS starker und 485 Kilo schwerer Formel Renault-Wagen doch etwas anders fährt als ein Otto-Normal-Kombi zuhause, gilt es die potenziellen Vettel-Nachfolger schrittweise an die pfeilartigen Geschosse heranzuführen. Die ersten Runden werden daher mit einem 30 PS starken Renn-Cart bestritten - die beschleunigen von 0 auf 100 km/h in immerhin fünf Sekunden. Wer sich hier wacker schlägt, steigt in schwerere Gefährte um und wird rasch feststellen, welch enorme Kräfte auf Wagen und Körper einwirken. Rund hundertmal schwerer als so ein Formel-1-Wagen ist mancher Kampfpanzer. Zu internationaler Bekanntheit hat es das neuseeländische Unternehmen Tanks for Everthing gebracht, das in Christchurch auch Männern außerhalb der Militärbranche Fahrerlebnisse mit Kriegsfahrzeugen offeriert. Nach einer einstündigen Einführung werden die Hobbysoldaten auf das abgesperrte Gelände gelassen, wo sie sich mit acht Panzern und diversen Jeeps austoben können. Ausgestattet mit Helm und Overall klettern sie dann ins Innere der originalen Kriegsfahrzeuge, schwenken das Kanonenrohr und üben sich im Marschall-Befehlston. Wer will - und viele wollen -, darf dann auch selbst ein Fahrzeug lenken.

Richtig in Fahrt gekommen, wechseln Nimmermüde schließlich vom 52 Tonnen schweren Centurion-Panzer auf den noch schwereren Big Daddy, den ganzen Stolz der Event-Firma. Mit Schmackes geht es im großen Finale dann über ein Auto, das krachend zermalmt wird. Der derbe Spaß kostet zwar rund zweihundert Euro extra, hält aber die wenigsten ab, es nicht doch zu tun. Männer lieben Pferdestärken - siehe Formel 1. Sie geben sich mitunter aber auch mit einer Pferdestärke zufrieden. Nicht umsonst ist der Marlboro-Mann werbetechnisch seit Generationen mit dem Pferd unterwegs. Nicht wenige denken sich beim Anblick der Werbung: So will ich auch sein. Nur wie? Die Antwort: auf der Cowboy School. Davon gibt es nur ein halbes Dutzend vielleicht und nahezu alle sind - wen wundert's? - im Mittleren, oder besser Wilden Westen der USA beheimatet. Hier befindet sich auch die berühmteste von allen, die "Colorado Cattle Company". Auf dem Stundenplan stehen als "Unterrichtsfächer" jene Tätigkeiten, die auch der Farmer vor Ort tagein, tagaus erledigt: Rinder treiben (und zwar eine ganze Menge, rund 750!), verirrte Rinder einsammeln, kranke Rinder behandeln, Brandzeichen setzen, Wasser, Salz und Zäune prüfen und natürlich reiten, reiten, reiten.

Ja, und dann gibt es da noch eine Fantasie, die allerdings kein Erlebnisveranstalter im Repertoire hat: ein Hotelzimmer zerstören. Wie unter Drogen stehende Rockstars zu ihren wildesten Zeiten Fernseher gegen die Wand schmeißen, Betten eintreten und Teppiche entflammen. Dieses rüpelhafte Benehmen sanktioniert jedes Hotel der Welt mit hohen Strafen - bis auf eine Ausnahme. 2007 hat die Hotel-Kette NH Hotels mehrere Zimmer in einem ihrer besten Häuser in Madrid zur Verwüstung freigegeben. Wer es nach einem Auswahlverfahren in die Endrunde geschafft hat, durfte mit Schutzanzug, Helm, Atemmaske und Schutzbrille in die Hotelzimmer einrücken und sich so richtig austoben, inklusive Wandeinreißen. Ein Teilnehmer sagte, diese Aktion käme 15 Jahren Therapie gleich. Der Bedarf scheint also da zu sein, die Bereitschaft der Hoteliers jedoch nicht. Doch es gibt ja auch noch andere Ideen, um gezielt das männliche Geschlecht anzusprechen. Die Hotelgruppe Derag Livinghotels erfand vor drei Jahren das sogenannte "Männerzimmer", mit freigeschaltetem Pay-TV, Zigarre am Nachttisch, gekühltem Sixpack in der Minibar - und das alles ohne Aufpreis. Zwar war das "Männerzimmer" eigentlich für Herren gedacht, die nach einem Streit von ihrer Partnerin rausgeworfen wurden. Doch es dürfen auch diejenigen einziehen, die glaubhaft versichern können, für ein, zwei Tage dringend mal etwas Abstand von Frau und Kind zu brauchen. Und so eine himmlische Ruhe kann für permanent im Berufs- und Familienleben eingespannte Männer ja manchmal aufregender sein als das adrenalingeschwängertste Actionprogramm. Wir stellen Ihnen einige Urlaubsfantasien für Männer in unserer Foto-Show vor.

Quelle: Christian Haas/srt, srt

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