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Stowa: Uhren von Stowa

Stowa: "Millionenfach bewährt"

25.07.2013, 8:32 Uhr | Martin Häußermann

Die "Große Fliegeruhr" von Stowa. (Quelle: Hersteller)

Die "Große Fliegeruhr" von Stowa.

(Quelle: Hersteller)
Für robuste Gebrauchsuhren, früher auch mit Quarzantrieb, ist die Marke Stowa bekannt. (Quelle: Fackelträger Verlag GmbH, Köln; Archiv Martin Häußermann)

Für robuste Gebrauchsuhren, früher auch mit Quarzantrieb, ist die Marke Stowa bekannt.

(Quelle: Fackelträger Verlag GmbH, Köln; Archiv Martin Häußermann)
In Sammlerkreisen hat sich der Hersteller speziell mit der "Großen Fliegeruhr" einen Namen gemacht hat. In den vierziger Jahren bestellte die deutsche Luftwaffe nicht nur bei IWC und Laco, Lange & Söhne und Wempe, sondern eben auch bei Stowa. (Quelle: Hersteller)

In Sammlerkreisen hat sich der Hersteller speziell mit der "Großen Fliegeruhr" einen Namen gemacht hat. In den vierziger Jahren bestellte die deutsche Luftwaffe nicht nur bei IWC und Laco, Lange & Söhne und Wempe, sondern eben auch bei Stowa.

(Quelle: Hersteller)
Ein Bild aus dem Firmen-Archiv: Der Wirtschaftswunder-Bundeskanzler Ludwig Erhard besucht einen Messestand der Firma Stowa. (Quelle: Fackelträger Verlag GmbH, Köln; Archiv Martin Häußermann)

Ein Bild aus dem Firmen-Archiv: Der Wirtschaftswunder-Bundeskanzler Ludwig Erhard besucht einen Messestand der Firma Stowa.

(Quelle: Fackelträger Verlag GmbH, Köln; Archiv Martin Häußermann)
Die Taucheruhr "Seatime", wie sie in den siebziger Jahren gebaut wurde. (Quelle: Fackelträger Verlag GmbH, Köln; Archiv Martin Häußermann)

Die Taucheruhr "Seatime", wie sie in den siebziger Jahren gebaut wurde.

(Quelle: Fackelträger Verlag GmbH, Köln; Archiv Martin Häußermann)

Seit mehr als achtzig Jahren werden praktisch ohne Unterbrechung Uhren der Marke Stowa gebaut, zunächst in Pforzheim, dann auch im schweizerischen Rheinfelden, jetzt wieder im Nordosten des Schwarzwalds, genauer in Engelsbrand nahe Pforzheim. Nach wechselvoller Geschichte als Familienbetrieb führt heute Jörg Schauer die Marke Stowa.

Er hat sich in der Tradition von Firmengründer Walter Storz auf die Fahnen geschrieben, Qualitätsuhren zu bezahlbaren Preisen zu liefern. Auch wenn es oft zu kurz gesprungen ist: Viele Uhrenmarken werden heute auf eine Uhrengattung oder gar nur auf ein bestimmtes Modell reduziert. Das gilt auch für die süddeutsche Traditionsmarke Stowa, die sich in Sammlerkreisen speziell mit der "Großen Fliegeruhr" einen Namen gemacht hat. In den vierziger Jahren bestellte die deutsche Luftwaffe nicht nur bei IWC und Laco, Lange & Söhne und Wempe, sondern eben auch bei Stowa.



Die Militärs forderten eine robuste, gut ablesbare und dazu sehr präzise Uhr; ferner einen Sekundenstopp, sodass die Piloten ihre Zeitmesser mit Hilfe eines Zeitsignals synchronisieren konnten. Stowa löste diese Aufgabe mit einem Schweizer Uhrwerk ("Unitas 2812"), das über eine indirekt angetriebene Zentralsekunde verfügte, und lieferte die Uhr in einem 55-Millimeter-Gehäuse.

Eine solche Uhr ist heute nur schwer zu bekommen; die meisten sind in festen Händen. Zum Beispiel in denen von Jörg Schauer. Der gelernte Goldschmied und passionierte Uhrenbauer ist seit 1996 Inhaber der Marke Stowa und arbeitet mit großem Engagement daran, die Historie der Marke aufzuarbeiten. Diese Aufgabe gestaltet sich nicht ganz einfach. Schließlich starb Werner Storz, von dem Schauer die Marke erwarb, bereits im Jahre 1998.

Und auch Zeitzeugen werden immer rarer. Ganz zu schweigen von historischen Dokumenten und Unterlagen. Nahezu das gesamte Vorkriegsarchiv wurde ein Raub der Flammen, als am 23. Februar 1945 amerikanische Bomber die Stadt Pforzheim in Schutt und Asche legten, darunter auch die Stowa-Zentrale in der Bismarckstraße 54.

Für das, was übrig geblieben ist, reichen wenige Ordner. Dafür hat Schauers Sammlung alter Stowa-Uhren schon eine respektable Größe erreicht.

Sie zeigt übrigens auch, dass Stowa mehr war und ist als ein reiner Spezialist für Fliegeruhren. Im Jahre 1927 machte sich der Uhrmacher Walter Storz selbstständig. In den Geschäftsräumen seines Großvaters, der in Hornberg im Kinzigtal Großuhren baute, gründete Storz die Firma Stowa. Wie zu dieser Zeit üblich, leitete sich der Firmenname aus dem Namen des Gründers ab: aus Storz, Walter wurde "Stowa".



Schon acht Jahre nach der Gründung zog das Unternehmen in die damals prestigeträchtige Uhren- und Goldstadt Pforzheim um. Man war schließlich wer. Walter Storz pflegte den Kontakt zu wichtigen Leuten in der Schweizer Uhrenindustrie wie etwa Paul Tissot, dem damaligen Direktor der Société Anonyme Louis Brandt & Frère Omega Watch Co., und Charles Heuer. Davon zeugen die wenigen Briefe, die von den Flammen verschont geblieben sind.

Auch ein weiteres Schreiben aus dem Nachlass belegt die intensiven Geschäftsbeziehungen zur Schweiz. Gerichtet ist es an das Unternehmen Universo in La Chaux-de-Fonds, in dem Storz Zeiger für Taschenuhren bestellte und ankündigte: "Sobald ich diese Zeiger geliefert bekommen habe und mit der Qualität zufrieden bin, werde ich auch für Armbanduhren Zeiger bei Ihnen beziehen. Falls Sie verschiedene Qualitäten von Zeigern haben, so wollen Sie mir eine entsprechende Preisliste zugehen lassen; jedenfalls

wünsche ich nicht die billigste Ausführung."



Seine Uhrwerke kaufte Storz dagegen bevorzugt in deutschen Landen, und zwar bevorzugt bei Durowe ("Deutsche Uhren-Roh-Werke") und der PUW ("Pforzheimer Uhrenwerke Fabrik"), weniger bei Schweizer Herstellern. Gleichwohl finden sich in den Unterlagen alte Rechnungen und Angebote von der IWC und der Wyler Watch Co..



Qualität war Storz offensichtlich zeitlebens ein wichtiges Anliegen. So schrieb die Neue Uhrmacher-Zeitung 1956: "Von Beginn der Kleinuhrenfertigung an war es stets ein unumstößliches Gesetz, Qualitätsuhren herzustellen. Langjährig bei Stowa tätige, gewissenhafte Fachleute und sorgfältig geschulter Nachwuchs bieten auch heute die Gewähr für beste Qualitätsarbeit."

Qualität war auch stets ein Argument in der Eigenwerbung. So lautete ein Werbeslogan schlicht: "Stowa – die deutsche Qualitätsuhr". Und in einer Beilage der Neuen Uhrmacher-Zeitung aus dem Jahre 1963 ist eine Anzeige zu lesen mit dem selbstbewussten Text: "Stowa-Uhren, millionenfach bewährt – seit über 35 Jahren ein Inbegriff von Qualität, Präzision und Schönheit! In mehr als 80 Ländern der Welt werden Stowa-Uhren getragen."



Diese Anzeige zeigte Neuheiten aus der Armbanduhrenkollektion zu Preisen zwischen 64 und 648 D-Mark. Die wichtigste Rolle spielten damals, so Jörg Schauer, "attraktive, bezahlbare Qualitätsuhren". Die enorme Modellvielfalt – 1970 offerierte die Kollektion mehr als tausend verschiedene Uhren – verkündete Werner Storz ebenfalls stolz in einer Anzeige: "Vielseitig und repräsentativ ist die Kollektion des Hauses Stowa: Vom zeitlos Gültigen bis zum Modisch-Aktuellen reicht die Skala der Modelle. Sportlich-robuste Armbanduhren wie die "Minu-Stop" und zeitgemäße "Automatics" mit Tag und Datum gehören ebenso zum Stowa-Angebot wie hochelegante Schmuckuhren, erfolgreiche Mini-Wecker und extraflache Frackuhren.

Dass Stowa nicht nur einer Preisklasse den Vorzug gibt, sondern auch hier sehr variabel ist, unterstreicht das Weltniveau dieser deutschen Uhren-Marke." Für derartige Fertigungsmengen war das wieder aufgebaute Stammhaus in Pforzheim längst zu klein geworden. Im Jahre 1945 baute Storz in Rheinfelden eine zusätzliche Uhrenfertigung auf, die sowohl 1954 als auch 1966 erweitert werden musste. Die erste Fabrikerweiterung wurde auch durch die Gründung der Firma RUFA ("Rheinfelder Uhrteilefabrik") notwendig, die von 1954 an unter anderem Stoßsicherungen für Durowe und die PUW herstellte.



Lesen Sie in unserem zweiten Teil mehr zur Uhrenmarke Stowa.

Quelle: Martin Häußermann

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