13.06.2012, 8:37 Uhr | Hans-Werner Rodrian/srt
Eigentlich ist er ein Top-Manager im Musical-Geschäft. Aber nebenbei kümmert er sich jetzt um Landesverrat. Unter dem Namen "Top Secret" betreiben Mike Klockow und seine Firma "Mehr Entertainment" neuerdings ein Museum rund um das Thema Spionage. Die interessantesten Spionage-Hilfsmittel stellen wir in unserer Foto-Show vor.
Mehr als 2000 Ausstellungsstücke sind an der Shoppingmeile Centro in Oberhausen zu sehen. Zusammen getragen wurden die Minikameras, Spezialwaffen und sonstigen originalen Utensilien hauptsächlich vom Sammler Heinrich Peyers. Der Spionageexperte aus Peine fahndet seit mehr als 20 Jahren rund um den Globus nach tatsächlich einmal von Geheimdiensten eingesetzten James-Bond-Utensilien. Die meisten Stücke hat er aus dem Fundus der DDR-Stasi. Doch neben dem Blick auf die Schlapphüte der DDR sind auch die amerikanische CIA, der sowjetische KGB, Großbritanniens MI6, der israelische Mossad und Bundesdeutschlands BND angemessen vertreten.
"Alles echt", versichert Peyers. Und doch wähnt man sich in einem James-Bond-Film. Zu den Raritäten gehören nämlich eine Gießkanne mit integrierter Kamera, eine Pistole in einer Bohrmaschine, ein Lippenstift, in dem ein Messer versteckt ist und ein zum Koffer zusammenfaltbares Einmann-U-Boot aus dem Fundus des KGB. >>
Sogar Martini - geschüttelt, nicht gerührt - tranken die Agenten offenbar. Jedenfalls gibt es ein Cocktailglas mit einem als Olive getarnten Mikrophon. Und aus der DDR-Zeit stammt ein Trabi mit Infrarotsensor in der Tür, mit dem man Bewegungen bei Nacht und innerhalb von Häusern beobachten konnte. Videomonitore und stilecht in Feldtelefonen aus den Zeiten des Kalten Kriegs verborgene Audioguides erklären, wie die jeweiligen Geräte eingesetzt wurden.
Sogar die neuesten Trends in der Spionage werden nicht ausgespart. So wird ein "Trojaner" erklärt, der im Cyberkrieg zwischen Behörden und Internet-Kriminellen eingesetzt wurde.
Laser-Labyrinth wartet auf Mutige
Wer mag, der kann sich in dem neuen Museum auch selbst als Hobbyspion betätigen. An einer originalen Verschlüsselungsmaschine aus dem Zweiten Weltkrieg darf der Besucher versuchen, selbst einen Code zu knacken; >>
und in einem Laser-Labyrinth heißt es, sich zwischen den Strahlen hindurch zu bewegen, ohne einen Alarm auszulösen.
Welche ausgeklügelten Agenten-Hilfsmittel im Spionagemuseum ausgestellt werden, können Sie sich in unserer Foto-Show ansehen.
Quelle: Hans-Werner Rodrian/srt, srt
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