26.11.2012, 15:31 Uhr
Drei legendäre Leica-Fotoapparate des deutschen Herstellers Leitz sind in Wien für insgesamt 3,6 Millionen Euro versteigert worden. 1,68 Millionen Euro seien für die Leica M3D des "LIFE"-Fotografen David Douglas Duncan gezahlt worden, teilte die Wiener Fotogalerie WestLicht mit. Schauen Sie sich die versteigerten Leica-Kameras sowie weitere Auktions-Objekte in unserer Foto-Show an.
Mit einem erzielten Kaufpreis von 1,68 Millionen Euro ist die Leica M3D aus dem Jahr 1955 damit die teuerste Serienkamera aller Zeiten. Startpreis der Auktion waren 150.000 Euro. Die exklusive Leica-Kamera M3D wurde speziell von Leitz für den amerikanischen Kriegs- und Prominentenfotograf David Douglas Duncan angepasst.
Kamera in einem "sehr guten" Zustand
Der 1916 in Kansas City geborene Duncan benutzte sie viele Jahre, um die Schattenseiten des Krieges anhand eindrucksvoller Fotografien zu dokumentieren. Außerdem wurden seine Fotoessays über den Maler Pablo Picasso in mehreren Bildbänden veröffentlicht. Die Kamera ist laut Auktionshaus immer noch in einem "sehr guten" Zustand. Das sieht man ihr allerdings nicht unbedingt an. Zahlreiche Gebrauchsspuren zieren die Leica. >>
Der zweithöchste Auktionspreis wurde für eine goldene Kamera gezahlt: Für 1,02 Millionen Euro wechselte bei der Auktion eine so genannte Leica "Luxus" aus dem Jahr 1929 den Besitzer. Die allererste serienmäßig produzierte M3 des Chefkonstrukteurs von Leitz, Willi Stein, kam immerhin noch für 900.000 Euro unter den Hammer - bei einem Startpreis von 80.000 Euro.
Diese drei Kameras - die Leica M3D, die goldene "Luxus" und die Leica von Seitz - sind laut WestLicht damit die teuersten Serienkameras, die jemals verkauft worden sind.
Den Titel "teuerster Fotoapparat aller Zeiten" trägt jedoch eine Kamera aus dem Jahre 1923: Im Mai dieses Jahres kam eine Leica aus einer Testserie unter den Hammer - für über zwei Millionen Euro.
Bei der Auktion in der Wiener Fotogalerie wechselten außerdem die Leica-MP-Kameras des Magnum-Fotografen Paul Fusco den Besitzer. Sie erzielten mit 858.000 Euro das zehnfache des Startpreises. >>
Für die erste Leica von Magnum-Mitbegründer und Kriegsfotograf Robert Capa zahlte ein Bieter immerhin noch satte 78.000 Euro, bei einem Startpreis von 8000 Euro.
Fotografien unterm Hammer
Neben zahlreichen alten Leicas kamen auch einige Fotografien unter den Hammer: So erzielte die "wohl größte, aus privater Hand stammende Sammlung von NASA-Fotografien" 240.000 Euro. Die rund 4500 Fotografien und Dias dokumentieren das gesamte US-Raumfahrtprogramm von 1961 bis 1974, inklusive der Mondlandlung von Neil Armstrong.
Schauen Sie sich die versteigerten Leica-Kameras sowie weitere Auktions-Objekte in unserer Foto-Show an.
Quelle: dpa, wanted.de
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