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Rolex: die Nummer eins unter den Luxusuhren

Rolex – die Legende von der goldenen Auster

13.09.2011, 10:18 Uhr | Frank Lansky

Luxusuhren von Rolex: 25 Jahre Ersatzteil-Garantie (Quelle: Reuters)

Luxusuhren von Rolex: 25 Jahre Ersatzteil-Garantie

(Quelle: Reuters)
Bereits die Erstbesteiger des Mount Everest im Jahr 1953, Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay, trugen eine Rolex Oyster Perpetual am Handgelenk. Die Explorer ist eine Hommage an die beiden Bergsteiger und ihre herausragende Leistung. (Quelle: Hersteller)

Bereits die Erstbesteiger des Mount Everest im Jahr 1953, Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay, trugen eine Rolex Oyster Perpetual am Handgelenk. Die Explorer ist eine Hommage an die beiden Bergsteiger und ihre herausragende Leistung.

(Quelle: Hersteller)
Das Gehäuse ist aus einem massiven Block Edelstahl 904L gefertigt und 39 mm breit.  (Quelle: Hersteller)

Das Gehäuse ist aus einem massiven Block Edelstahl 904L gefertigt und hat einen Durchmesser von 39 Millimetern.

(Quelle: Hersteller)
Die Explorer ist mit Perpetual-Rotor, Parachrom- Breguetspirale und Paraflex-Antischocksystem für Extrembedingungen gerüstet. (Quelle: Hersteller)

Die Explorer ist mit Perpetual-Rotor, Parachrom- Breguetspirale und Paraflex-Antischocksystem für Extrembedingungen gerüstet.

(Quelle: Hersteller)
In der Explorer kommt das Kaliber 3132 zum Einsatz. (Quelle: Hersteller)

In der Explorer kommt das Kaliber 3132 zum Einsatz.

(Quelle: Hersteller)
Im Jahr 1971 begann mit der Entwicklung der Oyster Perpetual Explorer II eine neue Ära. Genau 40 Jahre später wurde sie nun komplett überarbeitet. (Quelle: Hersteller)

Im Jahr 1971 begann mit der Entwicklung der Oyster Perpetual Explorer II eine neue Ära. Genau 40 Jahre später wurde sie nun komplett überarbeitet.

(Quelle: Hersteller)
Im Jahr 1971 begann mit der Entwicklung der Oyster Perpetual Explorer II eine neue Ära. Genau 40 Jahre später wurde sie nun komplett überarbeitet. (Quelle: Hersteller)

Im Jahr 1971 begann mit der Entwicklung der Oyster Perpetual Explorer II eine neue Ära. Genau 40 Jahre später wurde sie nun komplett überarbeitet.

(Quelle: Hersteller)
Es ist mit einer Vielzahl von Rolex in jüngster Zeit patentierter Technologien ausgerüstet (Quelle: Hersteller)

Es ist mit einer Vielzahl von Rolex in jüngster Zeit patentierter Technologien ausgerüstet

(Quelle: Hersteller)
Das Armband verfügt über die neue OYSTERLOCK-Sicherheitsfaltschließe mit dem komfortablen EASYLINK-Verlängerungssystem. (Quelle: Hersteller)

Das Armband verfügt über die neue OYSTERLOCK-Sicherheitsfaltschließe mit dem komfortablen EASYLINK-Verlängerungssystem.

(Quelle: Hersteller)
Der orangefarbene 24-Stunden-Zeiger besitzt die ursprüngliche Pfeilform und Farbe des Originalmodells aus dem Jahr 1971. (Quelle: Hersteller)

Der orangefarbene 24-Stunden-Zeiger besitzt die ursprüngliche Pfeilform und Farbe des Originalmodells aus dem Jahr 1971.

(Quelle: Hersteller)
Der unabhängig verstellbare „springende“ Stundenzeiger bietet zusammen mit dem 24-Stunden-Zeiger und der 24-Stunden-Lünette eine GMT-Funktion. (Quelle: Hersteller)

Der unabhängig verstellbare „springende“ Stundenzeiger bietet zusammen mit dem 24-Stunden-Zeiger und der 24-Stunden-Lünette eine GMT-Funktion.

(Quelle: Hersteller)
Ideal für Einsteiger - Rolex Submariner (Foto: Hersteller) (Quelle: Hersteller)

Die Rolex Submariner feierte 1953 ihre Weltpremiere und war die erste bis zu einer Tiefe von 100 Metern wasserdichte Armbanduhr. (Foto: Hersteller)

(Quelle: Hersteller)
Damit das edle Stück auch sicher am Handgelenk bleibt, verwendet Rolex ein Oyster-Armband mit Glidelock-Schieße. (Quelle: Hersteller)

Damit das edle Stück auch sicher am Handgelenk bleibt, verwendet Rolex ein Oyster-Armband mit Glidelock-Schieße.

(Quelle: Hersteller)
Dieses Edelstahl-Modell ist bis 300 Meter Tiefe wasserdicht und verfügt über ein Uhrenglas aus Saphir. (Quelle: Hersteller)

Dieses Edelstahl-Modell ist bis 300 Meter Tiefe wasserdicht und verfügt über ein Uhrenglas aus Saphir.

(Quelle: Hersteller)
Die Lünette der Rolex Submariner lässt sich nur gegen den Uhrzeigersinn drehen. So besteht keine Gefahr bei einem Tauchgang die eingestellte Tauchzeit zu verstellen.

Die Lünette der Rolex Submariner lässt sich nur gegen den Uhrzeigersinn drehen. So besteht keine Gefahr bei einem Tauchgang die eingestellte Tauchzeit zu verstellen.

Ideal für Einsteiger - Rolex Submariner (Foto: Hersteller)

Ein spektakulärer Neuzugang war das 2003 präsentierte Modell zum 50-jährigen Jubiläum mit Rolexgrüner Lünette. Sie ist bis heute regulär im Programm von Rolex und seit 2008 auch in der Farbe Blau erhältlich.

Ideal für Einsteiger - Rolex Submariner (Foto: Hersteller) (Quelle: Hersteller)

Ursprünglich perfekt an die Bedürfnisse von Tauchern angepasst, hat sich die Rolex Submariner seit ihrer Einführung 1953 zu einem der erfolgreichsten Modelle der Rolex-Familie entwickelt.

(Quelle: Hersteller)
Der 1963 erstmals vorgestellte Cosmograph Daytona ist untrennbar mit dem Rennsport verbunden. Sein Chronographenwerk ermöglicht die präzise Zeitmessung bis auf die Achtelsekunde genau, während die Tachymeterlünette das Ablesen der Geschwindigkeit über eine vorher bestimmte Distanz erlaubt. (Quelle: Hersteller)

Der 1963 erstmals vorgestellte Cosmograph Daytona ist untrennbar mit dem Rennsport verbunden. Sein Chronographenwerk ermöglicht die präzise Zeitmessung bis auf die Achtelsekunde genau, während die Tachymeterlünette das Ablesen der Geschwindigkeit über eine vorher bestimmte Distanz erlaubt.

(Quelle: Hersteller)
In der Daytona ist seit 2000 das Chronographenwerk Kaliber 4130 mit Schaltrad und vertikaler Kupplung verbaut. (Quelle: Hersteller)

In der Daytona ist seit 2000 das Chronographenwerk Kaliber 4130 mit Schaltrad und vertikaler Kupplung verbaut.

(Quelle: Hersteller)
Das Chronographenwerk ist mit einer blauen PARACHROM-Breguetspirale ausgerüstet. (Quelle: Hersteller)

Das Chronographenwerk ist mit einer blauen PARACHROM-Breguetspirale ausgerüstet.

(Quelle: Hersteller)
Die Spirale besteht aus einer speziell von Rolex entwickelten Legierung, die das Uhrwerk um das Zehnfache widerstandsfähiger gegen Erschütterungen und unempfindlich gegenüber Magnetfeldern macht. (Quelle: Hersteller)

Die Spirale besteht aus einer speziell von Rolex entwickelten Legierung, die das Uhrwerk um das Zehnfache widerstandsfähiger gegen Erschütterungen und unempfindlich gegenüber Magnetfeldern macht.

(Quelle: Hersteller)
Das Oyster-Gehäuse besteht aus einer 18 Karat Gold-Legierung. (Quelle: Hersteller)

Das Oyster-Gehäuse besteht aus einer 18 Karat Gold-Legierung.

(Quelle: Hersteller)
Ein weiteres Highlight ist das Armband: Es ist aus echtem Alligatorleder. (Quelle: Hersteller)

Ein weiteres Highlight ist das Armband: Es ist aus echtem Alligatorleder.

(Quelle: Hersteller)
Im Uhrwerk sind 44 Rubine verbaut. (Quelle: Hersteller)

Im Uhrwerk sind 44 Rubine verbaut.

(Quelle: Hersteller)

Rolex ist verschlossen wie eine Auster – Geschäftszahlen werden nicht kommuniziert, da Rolex als Stiftung organisiert ist. Das passt ins Bild, denn mit dem Modell "Oyster" begann der Weltruhm des Luxusuhren-Herstellers. Gemunkelt wird über den größten Goldverbrauch in der Schweiz und hohe Spenden an karitative Organisationen. Klar ist, dass die Marke die Nummer eins der Branche ist. Und dass die Finanzkrise auch Rolex zugesetzt hat.

Gegründet wird Rolex von Hans Wilsdorf, der am 22. März 1881 im fränkischen Kulmbach geboren wird. Als Zwölfjähriger verliert er seine Eltern. Um die Jahrhundertwende geht der junge Mann in die Schweiz und arbeitet bei einem Perlen-Exporteur. Dann nimmt er einen Job beim Uhrenexporteur Cuno-Korten in Genf an. Dort erledigt Wilsdorf die englische Korrespondenz und zieht täglich mehrere hundert Uhren auf. Stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort Im Jahr 1903 heuert Wilsdorf in London bei einem Importeur an, der sein Geld mit Taschen- und auch mit den faszinierenden, neuartigen Armbanduhren macht. Sein Erbe von 33.000 deutschen Goldmark will Wilsdorf in ein eigenes Geschäft stecken, doch das Geld wird ihm auf der Überfahrt gestohlen.

Somit muss er seine Geschwister anpumpen und einen Partner namens James Davis mit ins Boot nehmen. 1905 gründen die beiden die Firma Wilsdorf & Davis. Geschäftszweck: der Vertrieb von Uhren en gros.

Armbanduhren im Burenkrieg

Entscheidend für den Erfolg ist der schier unglaubliche Geschäftssinn von Wilsdorf. Obwohl Armbanduhren als feminin gelten und anders als Taschenuhren kaum verkauft werden, da sie Schlägen, Temperaturen und Schweiß ausgesetzt sind, beweist Wilsdorf den richtigen Riecher. Im Burenkrieg kommt der Durchbruch für Armbanduhren, weil die britischen Soldaten im heißen Südafrika keine Jacke tragen, in die sie Taschenuhren stecken können. Für den Großvertrieb braucht Wilsdorf einen Werkslieferanten. Seine Wahl fällt auf die 1878 gegründete Aegler SA in Biel.

Erste Uhr mit eigenem Namen Der nächste Coup ist die Erfindung des Kunstwortes "Rolex", hinter dem kein tieferer Sinn steht. Es ist kurz genug für ein Zifferblatt und in allen Sprachen leicht auszusprechen.

Andere Mythen besagen, dass Rolex aus dem französischen "horlogerie exquisite" oder dem spanischen "reloj excelente" entstanden ist. Dazu kommt später die fünfzackige Krone, die die fünf Buchstaben des Firmennamens und wohl die Finger einer Hand symbolisieren. Rolex ist der erste Hersteller, der seinen Markennamen auf die Uhr schreibt. Wilsdorf bricht damit die Macht der Verkäufer:  Bislang setzen die großen englischen Kaufhäuser wie The Goldsmiths Company oder Asprey dreist ihre eigenen Namen auf Zifferblätter und Werke. 1908 wird der Markenname Rolex offiziell registriert. Aus Wilsdorf & Davis sowie Aegler werden Rolex Genf und Rolex Biel – zwei rechtlich selbstständige Unternehmen, die lange Zeit als die siamesischen Zwillinge der Schweizer Wirtschaft gelten. Geniales Marketing in Serie Die Geniestreiche gehen weiter. 1926 stellt Rolex die weltweit erste patentierte wasserdichte Uhr unter dem Namen "Oyster" vor und vermarktet dies perfekt. Wilsdorf verspricht der englischen Sekretärin Mercedes Gleitze eine Rolex, wenn sie die Uhr bei der Durchschwimmung des Ärmelkanals im Oktober 1927 trägt. Eine Legende ist geboren: Die "Oyster" funktioniert auch nach Stunden im kalten Salzwasser tadellos. 1931 liefert Rolex erstmals ein Automatikwerk, die "Oyster Perpetual" zieht sich automatisch durch ein Gewicht auf. In der Weltwirtschaftskrise muss Rolex ins Ausland expandieren, weil das britische Pfund einbricht. Das erweist sich als goldrichtig, der US-Markt wird erschlossen. 1937 bringt Rolex seinen ersten Chronographen mit Stoppuhr auf den Markt. 1945 folgt die erste Armbanduhr mit Kalender. Im Zweiten Weltkrieg landet Wilsdorf einen weiteren, diesmal patriotischen, Marketing-Erfolg: Seine Rolex-Uhren sind vor allem bei den britischen Bomber-Besatzungen begehrt. Er verspricht jedem Kriegsgefangenen, der seine Uhr verliert, ein neues Stück, das erst nach Ende des Krieges bezahlt wird.

Für die britische Expedition zum Mount Everest im Jahre 1953 entwickelt Rolex das Modell "Explorer" – damit gelingt der nächste Werbecoup. Denn die Rolex funktioniert auch in der brutalen Kälte auf dem höchsten Berg der Welt tadellos. Am 23. Januar 1960 taucht ein am Tiefsee-Unterseebot Bathyscaph von Jacques Piccard befestigtes Rolex-Sondermodell 10.916 m tief in den Marianengraben zum tiefsten Punkt der Erde. Die Uhr übersteht die Strapazen ohne Beschädigung. Klar, dass auch James Bond eine Weile eine Rolex trug. Am 6. Juli 1960 stirbt Wilsdorf in seinem Sommersitz am Genfer See. Erst im März 2004 verkünden die Schwesterfirmen Rolex Genf und Rolex Biel die Verschmelzung.

Tradition und kompromisslose Qualität

Der wichtigste Grund für den Erfolg ist die hohe Qualität, von ihr schwärmen selbst Kenner der Konkurrenz. Als einer der wenigen Uhrenhersteller fertigt Rolex eigene Werke. Für jede Uhr gilt eine Ersatzteil-Garantie von 25 Jahren. Die Technologisierung der Firma in der Zentrale in Genf und in der Produktion in Chêne-Bourg ist enorm: Im Logistikzentrum verwalten hinter meterdickem Beton - wasser-, feuer- und erdbebensicher - zwanzig Roboter den Nachschub. Rund zwei Millionen Bestandteile lagern hier.

Rolex verarbeitet als einziger Hersteller für die Gehäuse weltweit Hartstahl des Typs 904 L, der sonst nur für medizinische Implantate und in der Petrochemie Verwendung findet. Das Metall muss 90 Sekunden lang den Beschuss eines Laserstrahls über sich ergehen lassen. Rolex-Gehäuse werden einem Druck ausgesetzt, der in über 1000 Metern Meerestiefe herrscht. Der Anspruch an die Qualität zeigt sich auch bei den Armbändern: In hauseigenen Tests werden sie 10.000mal geschlossen und geöffnet.

Turbulenzen in der Finanzkrise

Dennoch ist auch Rolex nicht gegen Turbulenzen gefeit - die Finanzkrise 2008 lässt die Umsätze abstürzen. Seit der Gründung haben nur drei Patrone die Geschicke der wichtigsten Uhrenmarke der Welt geleitet: Firmengründer Hans Wilsdorf, sein Nachfolger André Heiniger sowie dessen Sohn Patrick. Der wird im Dezember 2008 vom Verwaltungsrat abgesetzt. Hinter den Kulissen stoßen sein exzentrisches Auftreten und der teure Lebenswandel sauer auf. Gemunkelt wird über Verluste in Milliarden-Höhe. Auch Nachfolger Bruno Meier, der bisherige Finanzchef, hält sich nur kurz. Er wird im Mai 2011 vom bisherigen Italien-Chef Riccardo Marini ersetzt. Nachrichten über den weiteren Kurs gibt es bislang keine. Aber die Legende Rolex lebt weiter. Sehen Sie in unserer Foto-Show aktuelle Rolex-Modelle.

Quelle: Frank Lansky, wanted.de

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