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Ralph Lauren - Er lebt den amerikanischen Traum

Ralph Lauren – Polo für die adrette Elite

12.10.2011, 10:39 Uhr | Frank Lansky

Er lebt den amerikanischen Traum - Ralph Lauren. (Quelle: dpa)

Er lebt den amerikanischen Traum - Ralph Lauren.

(Quelle: dpa)
Ralph Lauren mit Prinzessin Diana (Quelle: Reuters)

1994 gründet Ralph Lauren eine internationale Kampagne zur Früherkennung von Brustkrebs. Für sein Engagement bekommt er 1996 die Ehrendoktorwürde der Brandeis University. Prinzessin Diana überreichte Ralph Lauren im gleichen Jahr den Humanitarian Award des Nina Hyde Centers für Brustkrebsforschung.

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Ralph Lauren engagiert sich in vielen Bereichen (Quelle: Reuters)

Mit 13 Millionen US-Dollar fördert der Sohn jüdischer Einwanderer seit 1998 die Kampagne «Rettet die Schätze Amerikas». Besonders die Erhaltung des Gründungs-Sternenbanners der Vereinigten Staaten, liegt ihm am Herzen. Nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 ruft Lauren 10.000 seiner Mitarbeiter weltweit zu Spenden für die Hinterbliebenen der Anschläge auf. Er selber zahlt noch einmal die Summe ein, die so erreicht wurde. Eine Spendensumme von vier Millionen Dollar kommt zusammen.

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Ralph Lauren mit seiner Frau Ricky (Quelle: Reuters)

2003 eröffnete Lauren ein Zentrum für Krebsvorsorge und Prävention für medizinisch unterversorgte Menschen. 2005 spendete er fünf Millionen Dollar für die Errichtung eines Krebsvorsorge-Zentrums in Harlem, das nach ihm benannt wurde. Für sein Engagement wurde er schon häufig ausgezeichnet. Zu sehen ist er hier mit seiner Frau Ricky, mit der er drei Kinder hat, auf dem Weg zum damaligen Präsidenten Clinton.

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Lauren auf der New York Fashion Week 1998 (Quelle: Reuters)

Mit handgefertigten Krawatten aus extravaganten Materialien beginnt sein Imperium: "Ich war der Ansicht, dass die Männer bereit für etwas Neues und Anderes waren. Sie wollten nicht länger so aussehen, als arbeiteten sie für IBM. Eine schöne Krawatte war Ausdruck von Qualität, Geschmack und Stil." 35 Jahre nach dieser Idee ist sein Unternehmen zehn Milliarden US-Dollar schwer.

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Ralph Lauren und sein 1938er Bugatti 57SC Atlantic Coupé (Quelle: Reuters)

Kaum eine Autosammlung birgt so viele Klassiker und hat so viel Stil, wie die von Lauren. Für ihn sind Autos nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern Kunstwerke. Zu sehen ist er hier mit einem seiner besten Stücke: Dem 1938er Bugatti 57SC Atlantic Coupé, den er Anfang der 1980er Jahre kaufte, aufwendig restaurieren und schwarz lackieren ließ. Nur drei Exemplare wurden jemals gebaut.

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Ralph Lauren bei den U.S. Open 2007 in New York (Quelle: Reuters)

Lauren erkannte den Trend Anfang der 1990er Jahre nach einem aktiveren Leben und kreierte die Sportkollektion für Männer, drei Jahre später für Frauen. Weltweit entstehen Polo Sport Läden. Der Designer sagt von sich selber, er sei immer ein athletischer Typ gewesen. Sein Label umfasst mittlerweile 16 Linien: von der hochpreisigen Designer-Linie bis zu professioneller Sportbekleidung. Erträge aus der Linie Pink Pony fließen direkt seiner Krebsstiftung zu.

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Ralph Lauren bei der Eröffnung einer seiner größten Stores 2006 in Tokio (Quelle: Reuters)

2006 eröffnete Ralph Lauren einen seiner größten Stores mit über 2.000 Quadratmetern in Tokio. Den Grundstein für sein Mode-Imperium mit heute über 300 Geschäften weltweit, legte er 1967 mit einem eigenen Krawattenladen. Dort verkaufte er bereits eigenhändig designte Stücke aus seinem Label "Polo".

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Das Markenzeichen der Marke "Polo". (Quelle: Reuters)

Mit einem Kredit über 50.000 Dollar begann 1967 die Erfolgsgeschichte der Marke "Polo Ralph Lauren". Bis zu diesem Zeitpunkt stand das Emblem tatsächlich für Kleidung für Polo-Spieler. Laurens klassisches Modedesign orientiert sich am englischen Landhausstil, mit Tweedstoffen, Schottenkaros und Lambswool. Somit passt der eingestickte Polospieler bestens zum Design.

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Ralph und Ricky Lauren bei der New York Fashion Week 2011 (Quelle: Reuters)

Noch heute gehört Ralph Lauren mit seiner Mode zu den erfolgreichsten Designlinien der Welt. Der amerikanische Vorzeige-Gentleman machte noch nie durch Skandale von sich reden, sondern stets durch seine Mode und sein soziales Engagement. Da er 1987 selbst an einem Hirntumor erkrankte, liegt ihm besonders die Krebsforschung am Herzen.

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Ralph Lauren bei der Mercedes-Benz Fashion Week 2010 (Quelle: Reuters)

Die "New York Times" schrieb über den 72-jährigen Designer: "Lauren ist so eine Art Ein-Mann-Bauhaus..., ein Allround-Produzent, angefangen bei Stoffen über Möbel bis hin zu Gebäuden. Und zusammen bilden sie alle eine Komposition, ein vollständig konzipiertes Leben."

(Quelle: Reuters)

Die amerikanische Upper Class identifiziert sich gerne mit dem britischen Adel. Trotz der Revolution gegen die Krone und der Unabhängigkeits- erklärung von 1776 ist die Sehnsucht nach dem Lifestyle made in England vor allem an der US-Ostküste weiter stark ausgeprägt. Auf diesen Trend hat Ralph Lauren zeitlebens erfolgreich gesetzt und mit kompromissloser Qualität kombiniert. Der Modezar hat eine typisch amerikanische Erfolgsgeschichte geschrieben. Sehen Sie sich dazu unsere Foto-Show an.

Die Bundesstaaten der amerikanischen Ostküste sind auch heute noch kulturell eng mit dem einstigen Mutterland verwoben. In der Heimat der Revolution, in Boston, wo mit der Tea Party die Abtrennung von London begann, gibt es viele Ecken, die typisch Englisch aussehen. Hier haben die von den Amerikanern spöttisch "Boston Brahmans" genannten führenden Familien ihre Wurzeln, also die ältesten Clans aus dem Polit- und Geldadel des Landes. Preppy in New England Die besten Universitäten der USA aus der inoffiziellen Ivy-League finden sich in New England – Harvard, Princeton, Yale, das wunderbare Dartmouth College im verschlafenen New Hampshire oder die Johns Hopkins University in Baltimore. Sie alle zählen zur Efeu-Liga

der alten, mit Efeu bewachsenen und mit Backstein- und Marmorbauten versehenen Denkfabriken. Hier werden Erinnerungen an die englischen Städte Oxford oder Cambridge wach.

Meine Familie spielt Polo Und natürlich mussten vor allem in den Sechzigern und Siebzigern, als der Kalte Krieg tobte und der Kommunismus immer stärker Anklang fand, die höheren Töchter und Söhne stilgerecht für die teure akademische Karriere eingekleidet werden. Der Mode-Unternehmer Ralph Lauren erkannte schnell die Marktlücke: Der elitäre Drang nach der Abgrenzung zum Rest des Landes und zugleich die Sehnsucht nach dem englischen Landleben mussten bedient werden. Mit dem Polo-Reiter auf der Kleidung konnte jeder Sprössling der oberen Zehntausend umgehend signalisieren, dass sich seine Familie den teuren Sport leisten kann. Das Emblem stand außerdem von Anfang an als Garant für beste Verarbeitung und hochwertige Stoffe.

Trotzdem war die Mode stets leger und locker – genauso gut geeignet für Tennis, Lacrosse und Golf wie für das ausschweifende Party-Leben in den Fraternities und Sororities. In den Studenten-Verbindungen der Unis können sich die lieben Kleinen auch heute noch fernab der gesellschaftlichen Zwänge und erstmals unbeaufsichtigt von Mama und Papa so richtig austoben. Die betuchte Kundschaft war stets adrett, also preppy. Auf diesen "Preppy"-Trend für die jungen Herrschaften aus den Eliteschulen und auf das dauerhafte Zukunftsthema des Amerikanischen Traums überhaupt – auf die Bildung – setzen auch Marken wie Calvin Klein, Tommy Hilfiger und Tom Ford. Nur ist Ralph Lauren mit seiner Ausrichtung auf die High Society, die sich zum Sommerurlaub in den Hamptons trifft und Wohnungen im Flatiron-Gebäude von New York besitzt, eben noch einen Tick früher und erfolgreicher auf den Lebensstil aufgesprungen. Vom Krawatten-Verkäufer zum Boutique-Besitzer Vielleicht liegt das Geheimnis des Erfolges in der Herkunft von Ralph Lauren. Er musste sich von Anfang an von ganz unten durchbeißen und schaffte eine Karriere nach dem legendären Muster vom Tellerwäscher zum Millionär. Ralph Lifshitz wurde am 14. Oktober 1939 in der Bronx geboren. Seine jüdischen Eltern waren rechtzeitig vor dem Holocaust aus dem Städtchen Pinsk im heutigen Weißrussland emigriert. Pinsk gehörte seit 1920 zu Polen und stand 1939 bis 1941 unter sowjetischer, 1941 bis 1944 unter deutscher Okkupation. Der schmächtige Junge gab sich früh den klangvollen englischen Namen Ralph Lauren. Der Grund dafür war, dass er in der Schule wegen des Namens gemobbt wurde.

In einer Talkshow erläuterte er, ständig sei das im Namen auftauchende Wort shit gefallen. Von seinem Vater, einem Maler und Anstreicher, hat Ralph Lauren wohl den Sinn für Farben mit auf den Weg bekommen. Er erarbeitete sich das Schöne mit Geschick: "Alles, was ich hatte, war Geschmack." Die Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen. Ralph Lauren arbeitete neben der Schule, um sich Anzüge zu kaufen. In der Schule verkaufte er seinen Mitschülern Krawatten. Für das traditionelle Schul-Jahrbuch gab er als Berufswunsch "Millionär" an.

Lauren lebt den amerikanischen Traum

Nach der Schule studierte Lauren an der City University in New York, brach das Studium aber nach zwei Jahren ab. Ironie der Geschichte: Der spätere Milliardär beendete nie seinen Abschluss in Betriebswirtschaft. Von 1962 bis 1964 diente er bei der US-Army. 1964 heiratete Lauren seine Freundin Ricky Low-Beer und begann seinen Job als Verkäufer im traditionsreichen Modegeschäft Brooks Brothers. 1967 erwarb Ralph Lauren von Brooks die Rechte an der Marke Polo, die bis zu diesem Zeitpunkt tatsächlich für Polo-Spieler gedacht war. 1968 gründete er mit Hilfe eines 50.000-Dollar-Kredites das Krawattengeschäft Polo Fashions und entwarf daraufhin seine erste Männerkollektion Polo Menswear Co. Bald darauf folgte die Frauenkollektion. Mit dem Polo-Hemd zum Milliardär Der Durchbruch kam mit dem Polo-Shirt. Das erste Hemd kam 1972 auf den Markt, es war in 24 Farben erhältlich und wurde schnell zum Klassiker. Der Mythos steigerte sich, als er das Bekleidungsstyling für den Film "The Great Gatsby" übernahm. Geschäftspartner sagten über Ralph Lauren, er finde immer die besten Leute, bezahle sie besser als alle anderen, weshalb sie auch die Nase am höchsten trügen. Der Rest ist Geschichte: Ralph Lauren wurde schnell zum New Darling der New Yorker Fashion-Szene. Auf seinen Parties trafen sich Stars wie Michael Bloomberg, Dustin Hoffman, Robert De Niro, Sarah Jessica Parker und sogar seine Kollegin Donna Karan. 1987 besiegte Ralph Lauren den Krebs. Nach einem Gehirntumor wurde er komplett geheilt. Im Juni 1997 ging Polo Ralph Lauren an die Wall Street. Der Autosammler gehört zu den reichsten Menschen der Welt Heute gehört die Mode von Ralph Lauren zu den klassischen Evergreens. Geeignet für Freizeit und Business Casual, hochwertig, dauerhaft und elegant. Die Lifestyle-Marke Polo Ralph Lauren wird in mehr als 280 Ländern verkauft und gehört zu den erfolgreichsten Modelabels aller Zeiten. Im Jahr 2011 taxierte Forbes das Vermögen des Designers auf 5,8 Milliarden Dollar. Das macht den begeisterten Sammler von edlen Autos zur Nummer 173 in der Liste der reichsten Menschen der Welt. Sehen Sie sich die Stationen im Leben des Designers in unserer Foto-Show an.

Quelle: Frank Lansky, wanted.de

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