12.04.2012, 16:22 Uhr | vmr
Männer haben beim Liebesspiel feine Antennen und reagieren genervt auf Lustkiller. wanted.de hat zehn Männer gefragt, was sie bei ihrer Partnerin oder beim Sex abtörnt. Schlabberige Unterwäsche, mangelndes Selbstbewusstsein und Passivität sind nur ein paar der Dinge, die das starke Geschlecht im Bett nerven. Die Antworten zum Thema Lustkiller haben wir in einer Artikel-Show zusammengefasst.
Egal ob Schmusetiger oder wilder Lover – Männer wollen beim Liebesspiel das Gefühl haben, der Beste zu sein, die absolute Nummer Eins. Denn: „Männer verbinden mit Sex Status. Sie machen eine Leistung daraus und wollen natürlich in der Hierarchie ganz oben stehen“, sagt der Heidelberger Paartherapeut Roland Kopp-Wichmann. Zumal es Männern weit einfacher falle, Liebe und Sex voneinander zu trennen.
Kleine Makel sind erlaubt
Was ihm den Sex so richtig vermiest? Kleine Schönheitsfehler sind es in den meisten Fällen nicht. Denn in diesem Punkt sind Männer weit weniger kritisch, als Frauen das oftmals annehmen. Die Beine nicht frisch gewachst? Kleine Rettungsringe um die Hüften? „Das ist für einen Mann meistens völlig unwichtig. Ähnlich verhält es sich übrigens mit dem Vorurteil, für Frauen wäre die Größe des Penis entscheidend“, sagt Kopp-Wichmann. >>
Nach Ansicht vieler Männer hapert es viel mehr an der inneren Einstellung der Frauen zu Erotik und körperlicher Liebe. Von ihrer Liebsten erwarten sie vor allem bedingungslose Hingabe. „Ein Mann erwartet, dass sich ihre Partnerin ihrer Sexualität und Lust völlig hingibt. Männer wollen häufig ihre Dominanz ausspielen und der fordernde Part sein“, sagt Frank Schindowski, Psychotherapeut aus Karlsruhe.
Wenn’s zur Sache geht, dann sollte alles andere ausgeblendet sein: Ärger im Job, Komplexe wegen der Figur oder Angst, dass das neue Kleid Schaden nehmen könnte. Wenn sich solche Gedanken einschleichen: Lieber schnell wieder auf den Partner konzentrieren! Denn: „Ein Mann möchte als Liebhaber bestätigt werden“, so Schindowski. Dafür sind viele Männer auch bereit, auf erotische Wünsche ihrer Partnerin einzugehen und auch mal Neues auszuprobieren. Schindowski: „Häufig wünscht er sich, dass sie einmal über ihren Schatten springt.“ >>
Gespräche sorgen für Abhilfe
Es könnte also alles ganz einfach sein im Schlafzimmer. Wenn beide Seiten nur öfter über ihre sexuellen Bedürfnisse reden würden. Gerade Männern fällt es häufig nicht leicht, über ihr Liebesleben zu sprechen. Laut einer Studie der Experteninitiative „female affairs“ schweigen sich 62 Prozent der Männer gegenüber ihrer Partnerin lieber über erotische Wünsche aus, anstatt Flagge zu bekennen.
Aber Vorsicht! Der Zeitpunkt für ein klärendes Gespräch mit der Liebsten sollte mit Sorgfalt gewählt werden. „Wenn es darum geht, wie gut wir im Bett sind, dann sind nahezu alle Menschen extrem empfindlich“, sagt Kopp-Wichmann. Deshalb unbedingt abwarten, bis sich eine wirklich gute Gelegenheit ergibt. Und: „Man muss Geduld mit seiner Partnerin haben“, rät Schindowski. „Nicht alles kann gleich auf Anhieb gelingen. Sexuelle Erwartungen aufeinander abzustimmen kann ein langer Weg sein“, so der Paar-Experte.
Quelle: vmr, wanted.de, t-online.de
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