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Künstliche Verknappung im Luxus-Markt

Kaufinteressenten müssen sich regelrecht mit einem Lebenslauf bewerben, um nach Jahren der Wartezeit eine Patek Philippe kaufen zu dürfen. Die Top-Uhren der Manufaktur werden nur auf persönlichen Antrag mit Zustimmung des Firmenchefs Thierry Stern verkauft. Wichtig sind die Solvenz des Käufers und seine geregelten familiären Verhältnisse – die Eignerfamilie setzt demonstrativ auf eine solide Kundschaft abseits des Jet Set. (Quelle: imago)

Kaufinteressenten müssen sich regelrecht mit einem Lebenslauf bewerben, um nach Jahren der Wartezeit eine Patek Philippe kaufen zu dürfen. Die Top-Uhren der Manufaktur werden nur auf persönlichen Antrag mit Zustimmung des Firmenchefs Thierry Stern verkauft. Wichtig sind die Solvenz des Käufers und seine geregelten familiären Verhältnisse – die Eignerfamilie setzt demonstrativ auf eine solide Kundschaft abseits des Jet Set.

So werden von Top-Uhren wie der Sky Moon Tourbillon - Referenz 5002 – nur zwei Expemplare pro Jahr hergestellt. Auf der Rückseite strahlt der Sternenhimmel über der nördlichen Hemisphäre und zeigt den Lauf der Sterne mit ihren Winkelbewegungen. Das gute Stück kostet fast eine Million Euro. (Quelle: imago)

So werden von Top-Uhren wie der Sky Moon Tourbillon - Referenz 5002 – nur zwei Expemplare pro Jahr hergestellt. Auf der Rückseite strahlt der Sternenhimmel über der nördlichen Hemisphäre und zeigt den Lauf der Sterne mit ihren Winkelbewegungen. Das gute Stück kostet fast eine Million Euro.

Künstliche Verknappung bei de Beers: Der Diamanten-Konzern kontrolliert schätzungsweise 40 Prozent des globalen Schmuckdiamanten-Marktes und nutzte seine Marktmacht Anfang der Siebziger Jahre. Als Zaire ins Geschäft mit Industriediamanten einsteigen und den Monopolisten umgehen wollte, flutete de Beers einfach den Markt und kaufte zugleich die Produktion auf. (Quelle: imago)

Künstliche Verknappung bei de Beers: Der Diamanten-Konzern kontrolliert schätzungsweise 40 Prozent des globalen Schmuckdiamanten-Marktes und nutzte seine Marktmacht Anfang der Siebziger Jahre. Als Zaire ins Geschäft mit Industriediamanten einsteigen und den Monopolisten umgehen wollte, flutete de Beers einfach den Markt und kaufte zugleich die Produktion auf.

Die Strategie von Hermès zahlt sich aus: Die "Birkin Bag" ist trotz des Mindestpreises von 5000 Euro weiter gefragt, für eine Version aus Alligator-Leder werden schon mal 25.000 Euro bezahlt. Merke: Wartezeiten für exklusive Produkte steigern die Begehrlichkeit – selbst bei Stars, die normalerweise alles sofort bekommen. (Quelle: dpa)

Die Strategie von Hermès zahlt sich aus: Die "Birkin Bag" ist trotz des Mindestpreises von 5000 Euro weiter gefragt, für eine Version aus Alligator-Leder werden schon mal 25.000 Euro bezahlt. Merke: Wartezeiten für exklusive Produkte steigern die Begehrlichkeit – selbst bei Stars, die normalerweise alles sofort bekommen.

Eine weitere Möglichkeit, um ein Produkt künstlich zu verknappen, sind limitierte Auflagen für handverlesene Kunden. Louis Vuitton lädt zu den Eröffnungen seiner Flagship-Stores stets einen elitären Käufer-Kreis ein, dem eigens für das Ereignis geschaffene Kreationen verkauft werden. Das treibt natürlich der nicht eingeladenen Nachbarin den grünen Neid ins Gesicht – und sorgt für einen neuen Nachfrage-Schub. (Quelle: imago)

Eine weitere Möglichkeit, um ein Produkt künstlich zu verknappen, sind limitierte Auflagen für handverlesene Kunden. Louis Vuitton lädt zu den Eröffnungen seiner Flagship-Stores stets einen elitären Käufer-Kreis ein, dem eigens für das Ereignis geschaffene Kreationen verkauft werden. Das treibt natürlich der nicht eingeladenen Nachbarin den grünen Neid ins Gesicht – und sorgt für einen neuen Nachfrage-Schub.

Auch eine Preisetage niedriger funktioniert das Geschäft mit der künstlichen Verknappung: Nike oder Adidas setzen auf limitierte Serien, die locker das Doppel¬te der üblichen Preise kosten. Kenner ziehen die guten Stücke selten an, lagern sie lieber wie teure Weinflaschen unangetastet in ihren Kartons. (Quelle: imago)

Auch eine Preisetage niedriger funktioniert das Geschäft mit der künstlichen Verknappung: Nike oder Adidas setzen auf limitierte Serien, die locker das Doppel­te der üblichen Preise kosten. Kenner ziehen die guten Stücke selten an, lagern sie lieber wie teure Weinflaschen unangetastet in ihren Kartons.

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