06.12.2012, 14:36 Uhr | dpa/LS
Er war einer der aufregendsten Jazzkünstler seiner Zeit. Nun ist der legendäre Pianist Dave Brubeck im Alter von fast 92 Jahren gestorben. Wie die "Chicago Tribune" unter Berufung auf seinen langjährigen Manager berichtet, sei er am Mittwoch - einen Tag vor seinem Geburtstag - an Herzversagen gestorben.
Der 1920 in Kalifornien geborene Brubeck war bis ins hohe Alter mit verschiedenen Jazz-Formationen aufgetreten.
Er verband Jazz mit klassischer Konzertmusik und komponierte häufig in ungewöhnlichen Taktarten.
"Mein ganzes Leben wollten mich die Menschen immer in eine Schublade stecken"
Das sagte Brubeck einmal in einem Interview. Aber Schubladen langweilten ihn.
Er war der erste, der mit 13/4-Takten ein Massenpublikum erreichen konnte. Und dies, obwohl dieser Takt für die Hörer sehr ungewöhnlich erklingt.
Mit Stücken wie "Take Five" oder "In Your Own Sweet Way" erlangte der vielfach preisgekrönte Brubeck Weltruhm und machte den Jazz salonfähig. >>
Brubecks Platten verkauften sich millionenfach, und sogar in der berühmten New Yorker Carnegie Hall trat er auf. Auch seine fünf Söhne und seine Tochter wurden allesamt Musiker. Auf dem "Walk of Fame" in Hollywood hat Brubeck bereits einen Stern. Dort sollen an Gedenken an den Musiker Blumen niedergelegt werden, teilten die Veranstalter mit.
Musikalischer Cowboy
Eigentlich sollte der Pianist ein Cowboy werden wie sein Vater, der in Rodeos mitritt. Doch Brubeck lernte schon als Kind das Klavierspiel von seiner Mutter, einer ausgebildeten Pianistin. Dave Brubeck lernte nie vom Blatt zu spielen, denn er wollte seine Musik spüren. Nun, nach seinem Tode spüren wir ihn in seiner Musik weiterhin.
Quelle: dpa/LS, t-online.de
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