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Jaguar E-Type: Der Frauen-Fänger

Jaguar E-Type: Der Frauen-Fänger

19.06.2012, 13:15 Uhr | Frank Lansky

Jaguar E-Type: Mit diesem Wagen liegen die Frauen zu Füßen. (Quelle: Hersteller)

Jaguar E-Type: Mit diesem Wagen liegen die Frauen zu Füßen.

(Quelle: Hersteller)
Die Ikone der Swinging Sixties war zweifelsohne der Jaguar E-Type (Foto: Hersteller)

Die Ikone der Swinging Sixties war zweifelsohne der Jaguar E-Type (Foto: Hersteller)

Er stand in den Garagen von  Brigitte Bardot, Steve McQueen, Roy Orbison und Tony Curtis. (Foto: Hersteller)

Er stand in den Garagen von Brigitte Bardot, Steve McQueen, Roy Orbison und Tony Curtis. (Foto: Hersteller)

Außerdem sorgte der Jaguar als Dienstwagen des fiktiven FBI-Agenten Jerry Cotton in acht Filmen für Furore. (Foto: Hersteller)

Außerdem sorgte der Jaguar als Dienstwagen des fiktiven FBI-Agenten Jerry Cotton in acht Filmen für Furore. (Foto: Hersteller)

Auch die britische Fußballer-Legende George Best, das dünne Trendmodel Twiggy oder das Fürstenpaar von Monaco rasten in dem Sportwagen umher. (Foto: Hersteller)

Auch die britische Fußballer-Legende George Best, das dünne Trendmodel Twiggy oder das Fürstenpaar von Monaco rasten in dem Sportwagen umher. (Foto: Hersteller)

Seit 1996 steht ein E-Type als Dauerexponat im New Yorker Museum of Modern Art. (Foto: Hersteller)

Seit 1996 steht ein E-Type als Dauerexponat im New Yorker Museum of Modern Art. (Foto: Hersteller)

Selbst Enzo Ferrari soll auf dem Autosalon in Genf eingestanden haben, der E-Type sei "das schönste Auto der Welt". (Foto: Hersteller)

Selbst Enzo Ferrari soll auf dem Autosalon in Genf eingestanden haben, der E-Type sei "das schönste Auto der Welt". (Foto: Hersteller)

Der Wagen sorgte vor allem wegen seines schnittigen Aussehens für Furore. Das besondere Kennzeichen der langgestreckten Raubkatze ist die aerodynamisch geformte, rassige Karosserie mit der aus zwölf Blechen montierten, fast zwei Meter langen Motorhaube. (Foto: Hersteller)

Der Wagen sorgte vor allem wegen seines schnittigen Aussehens für Furore. Das besondere Kennzeichen der langgestreckten Raubkatze ist die aerodynamisch geformte, rassige Karosserie mit der aus zwölf Blechen montierten, fast zwei Meter langen Motorhaube. (Foto: Hersteller)

Aber auch technisch setzte der E-Type Maßstäbe. Der Anfangs verbaute Reihen-Sechszylinder mit 3,8 Liter Hubraum hatte in den 1950er Jahren für Jaguar fünf Siege in den 24-Stunden-Rennen von Le Mans geholt. (Foto: Hersteller)

Aber auch technisch setzte der E-Type Maßstäbe. Der Anfangs verbaute Reihen-Sechszylinder mit 3,8 Liter Hubraum hatte in den 1950er Jahren für Jaguar fünf Siege in den 24-Stunden-Rennen von Le Mans geholt. (Foto: Hersteller)

Die meisten E-Type wurden mit einem 4,2-Liter-Motor ausgeliefert, der ebenso wie der 3,8-Liter auf 198 kW / 269 PS kam. Später folgte ein V12 mit 5,3 Litern Brennraum und einer Leistung von 203 kW / 276 PS. (Foto: Hersteller)

Die meisten E-Type wurden mit einem 4,2-Liter-Motor ausgeliefert, der ebenso wie der 3,8-Liter auf 198 kW / 269 PS kam. Später folgte ein V12 mit 5,3 Litern Brennraum und einer Leistung von 203 kW / 276 PS. (Foto: Hersteller)

Für die Käufer der ersten Stunde, der E-Type war bereits für ab 25.000 DM zu haben, hat sich das Investment bei guter Pflege gelohnt: Heute kann ein erstklassig restaurierter E-Type der ersten Serie durchaus für über 100.000 Euro den Besitzer wechseln. Spätere Stücke in gepflegtem Zustand sind in der Regel um die 50.000 Euro zu haben. (Foto: Hersteller)

Für die Käufer der ersten Stunde, der E-Type war bereits für ab 25.000 DM zu haben, hat sich das Investment bei guter Pflege gelohnt: Heute kann ein erstklassig restaurierter E-Type der ersten Serie durchaus für über 100.000 Euro den Besitzer wechseln. Spätere Stücke in gepflegtem Zustand sind in der Regel um die 50.000 Euro zu haben. (Foto: Hersteller)

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Vor gut 50 Jahren war die Welt noch in Ordnung: Frauen trugen Miniröcke und Stöckelschuhe und hatten mit Emanzen nichts am Designer-Hut. Autos waren stark und laut. Und in den Redaktionen saßen politisch unkorrekte Charaktere, die schrieben, was sie dachten. Einer dieser echten Kerle war der amerikanische Journalist Henry Manney. Der Schürzenjäger bezeichnete den Jaguar E-Type einst als größten "Schneckchen-Fänger".

Alle mussten den Flitzer haben: Die Ikone der Swinging Sixties stand in der Garage von Brigitte Bardot, Steve McQueen, Roy Orbison und Tony Curtis. Als Dienstwagen des fiktiven FBI-Agenten Jerry Cotton sorgte der rote Renner in acht Filmen Furore. Auch die britische Fußballer-Legende George Best, das dünne Trendmodel Twiggy oder das Fürstenpaar von Monaco rasten in dem Sportwagen umher. Sogar die intellektuelle Kunstwelt applaudierte: Seit 1996 steht ein E-Type als Dauerexponat im New Yorker Museum of Modern Art. Und das höchste Lob: Selbst Enzo Ferrari soll auf dem Autosalon in Genf eingestanden haben, der E-Type sei "das schönste Auto der Welt". Wer wollte dem widersprechen... Am Anfang des Traumautos steht eine Legende: Die erste Vorstellung der Raubkatze auf dem Genfer Autosalon vor 50 Jahren im „Parc des Eaux Vives“ geriet zum umjubelten Spektakel.

Und so musste Jaguar in einer Nacht- und Nebel-Aktion einen dritten Wagen nach Genf bringen. Die Aufgabe bekam Norman Dewis übertragen, der Chef-Testfahrer von Jaguar. Er hatte am 15. März 1961 den ganzen Tag lang auf dem Versuchsgelände der Motor Industry Research Association (MIRA) bei Nuneaton mit dem E-Type seine Runden gedreht. Der Roadster mit dem Kennzeichen 77 RW hatte gerade einen ersten Test der Zeitschrift The Motor hinter sich und sollte auf der Strecke noch einmal durchgecheckt werden.

Rechtzeitig in Genf

Kurz vor Feierabend kam die Stallorder, den Wagen bis am nächsten Tag um 10 Uhr in Genf abzuliefern. Gesagt, getan – Dewis rollte gegen 18 Uhr aus dem Werk in Coventry und nahm die Fähre. Auf dem Festland bremste ihn zunächst dichter Nebel, dennoch schaffte er es rechtzeitig nach Genf. Schließlich wurde der Wagen aufgetankt und es ging ab in die Berge.

Interessierte Kunden und Journalisten ließen sich rund um den Genfer See kutschieren, wo sich der Jaguar heiße Rennen mit Mercedes, Ferrari und Alfa Romeo lieferte. Ein besseres Werbe-Spektakel für die Motorpresse hätte sich niemand vorstellen können.

Wissen aus dem Flugzeugbau

Der Wagen sorgte vor allem wegen seines schnittigen Aussehens für Furore. Das besondere Kennzeichen der langgestreckten Raubkatze ist die aerodynamisch geformte, rassige Karosserie mit der aus zwölf Blechen montierten, fast zwei Meter langen Motorhaube. Sie war die Schöpfung des gelernten Luftfahrtingenieurs Malcom Sayer, der sein Wissen aus dem Flugzeugbau in das Auto steckte. Sayer hatte seine aerodynamischen Kenntnisse bereits zuvor bei den siegreichen LeMans-Rennwagen C- und D-Type eingebracht und damit war er seiner Zeit weit voraus. Besonderer Clou: Die Motorhaube wird nach vorne geklappt. Auch die untypisch nach oben gebogenen Auspuffrohre sowie die seitlich angeschlagene Hecktür des Fastback gehören zum markanten Äußeren des Sportwagens. Die kompakte Fahrgastzelle, das Heck und die ovale Kühleröffnung des Wagens begeistern wegen ihrer harmonischen Linienführung. Jaguar zitiert die Form des Lufteinlasses noch heute in den Modellen der XK-Baureihe. Aber auch technisch setzte der E-Type Maßstäbe. Der anfangs verbaute Reihen-Sechszylinder mit 3,8 Liter Hubraum hatte in den 1950er Jahren für Jaguar fünf Siege in den 24-Stunden-Rennen von Le Mans geholt. Die meisten E-Type wurden mit einem 4,2-Liter-Motor ausgeliefert, der ebenso wie der 3,8-Liter auf 198 kW / 269 PS kam. Später folgte ein V12 mit 5,3 Litern Brennraum und einer Leistung von 203 kW / 276 PS. Schon mit der kleinsten Motorvariante zog der Brite in weniger als sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h davon. Insgesamt erreichte der Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von 241 km/h. Selbsttragende Karosserie Selbst die Karosserie stieß auf Interesse: Der Stahlgitterrahmen, der Motor und Vorderradaufhängung trug, ist mit der selbsttragenden Karosserie verschraubt. Die unabhängige Hinterradaufhängung in einem eigenen Hilfsrahmen mit einem Längslenker, zwei Federbeinen und Querlenkern an jedem Rad war zu der Zeit geradezu revolutionär.

Der Sound begeistert noch heute, die vier Gänge lassen sich knackig schalten, die Lenkung ist direkt – breite Schuhe sind wegen der eng stehenden Pedale aber nicht geeignet. Eine Fahrt im E-Type ist allerdings mit Arbeit verbunden, weil es keine Bremskraftverstärker gibt und die Bremsbeläge relativ klein geraten sind. Auch Schalten und Lenken sind ein wenig mit Kraftaufwand verbunden. Leider ist das Blech recht anfällig für Rost und mitunter nicht optimal verarbeitet. Oft stehen Heckdeckel und Türen etwas hervor aus der Karosserie. In die Krise fuhr der Spritfresser aber aus anderen Gründen: Während des Ölschocks in den 1970er Jahren brach der Absatz im wichtigsten Markt USA heftig ein.

Ein günstiger Schönling

Trotzdem war der E-Type für Jaguar nicht nur ein Image-Erfolg, sondern auch ein Verkaufsschlager. Eigentlich wollte der britische Hersteller nur 1000 Exemplare des Renners produzieren. Aufgrund der großen Nachfrage wurden aber in 14 Baujahren insgesamt 72.500 Coupés und Roadster hergestellt. Ein Grund dafür war der Preis: Bei seinem Erscheinen kostete er 2256 britische Pfund - das entspricht nach heutigen Preisen etwa 44.000 Euro. In Deutschland kam das Cabriolet damals auf 25.000 DM, das Coupé kostete 1000 DM mehr. Im Vergleich zu einem Ferrari war das geradezu ein Schnäppchen. Die Italiener verlangten für ihren 250 GT mit vergleichbaren Leistungsdaten Anfang der Sechziger rund 50.000 Mark.

Veteranen-Treffen zum Geburtstag

Für die Käufer der ersten Stunde hat sich das Investment bei guter Pflege gelohnt: Heute kann ein erstklassig restaurierter E-Type der ersten Serie durchaus für über 100.000 Euro den Besitzer wechseln. Spätere Stücke in gepflegtem Zustand sind in der Regel um die 50.000 Euro zu haben.

Schauen Sie sich den Jaguar E-Type auch in unserer Foto-Show an.

Quelle: Frank Lansky, wanted.de

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Endlich kommt die Roadster-Version des Huayra auf den Markt. Auf eine Besonderheit müssen die Fans verzichten.

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