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Island: Das dunkle Paradies

Das dunkle Paradies

07.12.2012, 17:28 Uhr | Jens Höfling

Ein Helikopterflug in Island ist ein besonderes Erlebnis. (Quelle: Jens Höfling / wanted.de)

Ein Helikopterflug in Island ist ein besonderes Erlebnis.

(Quelle: Jens Höfling / wanted.de)
Nur 200.000 Menschen leben in Island - auf einer Fläche etwas größer als Österreich. Rund 30 aktive Vulkane befinden sich auf der Insel, die größtenteils von Eis, Schnee und Lavageröll bedeckt ist. Sobald man Reykjavik verlassen hat, begibt man sich in eine fast menschenleere Vulkanlandschaft. (Quelle: Jens Höfling / wanted.de)

Nur 200.000 Menschen leben in Island - auf einer Fläche etwas größer als Österreich. Rund 30 aktive Vulkane befinden sich auf der Insel, die größtenteils von Eis, Schnee und Lavageröll bedeckt ist. Sobald man Reykjavik verlassen hat, begibt man sich in eine fast menschenleere Vulkanlandschaft.

(Quelle: Jens Höfling / wanted.de)
In den Wintermonaten, wenn es täglich nur wenige Stunden hell ist, wird dieser Eindruck noch verstärkt. Nur in den Tour-Autos, den gigantischen, schwarzen Ford-Powerstroke-Geländewagen mit 350 Pferdestärken unter der Haube, hat man das sichere Gefühl, dem Land nicht hilflos ausgeliefert zu sein. (Quelle: Johnny Walker)

In den Wintermonaten, wenn es täglich nur wenige Stunden hell ist, wird dieser Eindruck noch verstärkt. Nur in den Tour-Autos, den gigantischen, schwarzen Ford-Powerstroke-Geländewagen mit 350 Pferdestärken unter der Haube, hat man das sichere Gefühl, dem Land nicht hilflos ausgeliefert zu sein.

(Quelle: Johnny Walker)
Der erste Stopp ist an einem See, eine Stunde entfernt von Islands Hauptstadt. Ein ungewöhnlicher Ort für einen Begrüßungs-Drink und den Verzehr einer Hummer-Suppe. Doch ein Single Malt Scotch Whisky scheint genau das Richtige an diesem mystischen Ort zu sein. (Quelle: Johnny Walker)

Der erste Stopp ist an einem See, eine Stunde entfernt von Islands Hauptstadt. Ein ungewöhnlicher Ort für einen Begrüßungs-Drink und den Verzehr einer Hummer-Suppe. Doch ein Single Malt Scotch Whisky scheint genau das Richtige an diesem mystischen Ort zu sein.

(Quelle: Johnny Walker)
Der Gletscher Myrdalsjökull ist der viertgrößte Islands und Ziel des Geländewagen-Konvois. (Quelle: Jens Höfling / wanted.de)

Der Gletscher Myrdalsjökull ist der viertgrößte Islands und Ziel des Geländewagen-Konvois.

(Quelle: Jens Höfling / wanted.de)
Eine Schneemobil-Safari steht auf dem Programm. In voller Montur - vom Helm über Handschuhe bis zu einem speziellen Overall - geht es durch das verschneite Gletschergebiet. (Quelle: Johnny Walker)

Eine Schneemobil-Safari steht auf dem Programm. In voller Montur - vom Helm über Handschuhe bis zu einem speziellen Overall - geht es durch das verschneite Gletschergebiet.

(Quelle: Johnny Walker)
Die PS-starken Schneemobile erfordern volle Konzentration. Einmal zu fest den Gashebel gedrückt und dabei das Gewicht falsch verlagert, schon kann das Gefährt umkippen. Ein Teilnehmer kam mit dem Schrecken davon, als er eine steilere Streckenpassage übersah und er vom Schneemobil fiel. (Quelle: Johnny Walker)

Die PS-starken Schneemobile erfordern volle Konzentration. Einmal zu fest den Gashebel gedrückt und dabei das Gewicht falsch verlagert, schon kann das Gefährt umkippen. Ein Teilnehmer kam mit dem Schrecken davon, als er eine steilere Streckenpassage übersah und er vom Schneemobil fiel.

(Quelle: Johnny Walker)
Während des rasanten Ritts sieht man leider nicht viel von den Gletschern links und rechts der Route. Doch für das fehlende Gletscherpanorama sollte man später entschädigt werden. (Quelle: Johnny Walker)

Während des rasanten Ritts sieht man leider nicht viel von den Gletschern links und rechts der Route. Doch für das fehlende Gletscherpanorama sollte man später entschädigt werden.

(Quelle: Johnny Walker)
Denn das Highlight des Island-Trips lag noch vor uns: ein Helikopter-Flug über die Gletscher Islands. (Quelle: Jens Höfling / wanted.de)

Denn das Highlight des Island-Trips lag noch vor uns: ein Helikopter-Flug über die Gletscher Islands.

(Quelle: Jens Höfling / wanted.de)
“Es ist mein erster Flug - Willkommen an Bord!" - witzelt der Pilot. Wahrscheinlich bringt er den Spruch bei allen Neulingen. Der Pilot, Mitte 30, macht einen kompetenten Eindruck. Auf seinem Helm prangt das Logo der NASA. Ob das ein gutes Omen ist? (Quelle: Jens Höfling / wanted.de)

“Es ist mein erster Flug - Willkommen an Bord!" - witzelt der Pilot. Wahrscheinlich bringt er den Spruch bei allen Neulingen. Der Pilot, Mitte 30, macht einen kompetenten Eindruck. Auf seinem Helm prangt das Logo der NASA. Ob das ein gutes Omen ist?

(Quelle: Jens Höfling / wanted.de)
s ist jetzt ungefähr Mittag und der Tag hat seinen hellsten Zeitpunkt erreicht. Die wenigen Sonnenstrahlen reichen für eine gute Sicht und die Gletschergipfel erstrahlen hell am Horizont. Es kann also losgehen. Der Pilot zieht den Hebel für den Auftrieb, die Rotorblätter drehen schneller und schneller, während der Motor immer lauter wird. Schließlich hebt er ab und fliegt in nur ein paar Metern Höhe Richtung atlantische Küste. (Quelle: Jens Höfling / wanted.de)

Es ist jetzt ungefähr Mittag und der Tag hat seinen hellsten Zeitpunkt erreicht. Die wenigen Sonnenstrahlen reichen für eine gute Sicht und die Gletschergipfel erstrahlen hell am Horizont. Es kann also losgehen. Der Pilot zieht den Hebel für den Auftrieb, die Rotorblätter drehen schneller und schneller, während der Motor immer lauter wird. Schließlich hebt er ab und fliegt in nur ein paar Metern Höhe Richtung atlantische Küste.

(Quelle: Jens Höfling / wanted.de)
Mit über 200 Stundenkilometern düst der Hubschrauber jetzt die Meeresküste entlang, nur knapp über den brechenden Wellen. Man fühlt sich wie in  “Apokalypse Now", wenn zu den Klängen von Wagners “Ritt der Walküren” ein US-Hubschrauber seinen Angriff fliegt. Die tödlichen Maschinengewehr-Salven bleiben auf Island Gott sei Dank aus. (Quelle: Johnny Walker)

Mit über 200 Stundenkilometern düst der Hubschrauber jetzt die Meeresküste entlang, nur knapp über den brechenden Wellen. Man fühlt sich wie in  “Apokalypse Now", wenn zu den Klängen von Wagners “Ritt der Walküren” ein US-Hubschrauber seinen Angriff fliegt. Die tödlichen Maschinengewehr-Salven bleiben auf Island Gott sei Dank aus.

(Quelle: Johnny Walker)
Nach etwa fünf Minuten dreht der Hubschrauber in Richtung der fast 2000 Meter hohen Gipfel des Gletschergebiets ab. "Jetzt spielen wir Achterbahn", erklärt der Pilot lachend, dessen ellenlangen, isländischen Namen, man kaum aussprechen kann. In höchstens zwanzig Metern Höhe fliegt er über eine atemberaubende Landschaft aus Eis, Schnee, gigantischen Gipfeln, Gletscherspalten und riesigen Wasserfällen. (Quelle: Jens Höfling / wanted.de)

Nach etwa fünf Minuten dreht der Hubschrauber in Richtung der fast 2000 Meter hohen Gipfel des Gletschergebiets ab. "Jetzt spielen wir Achterbahn", erklärt der Pilot lachend, dessen ellenlangen, isländischen Namen, man kaum aussprechen kann. In höchstens zwanzig Metern Höhe fliegt er über eine atemberaubende Landschaft aus Eis, Schnee, gigantischen Gipfeln, Gletscherspalten und riesigen Wasserfällen.

(Quelle: Jens Höfling / wanted.de)
Dabei zieht der Pilot den Steuerknüppel immer wieder abrupt von einer auf die andere Seite, um nicht mit den Felsen zu kollidieren. Genauso schnell wie mein Adrenalin-Spiegel von Kurve zu Kurve ansteigt, wächst auch das flaue Gefühl im Magen. Nach ein paar Minuten ist das Schlimmste überstanden. Der Helikopter verlässt das Gletschergebiet in niedrigere Gefilde (Quelle: Jens Höfling / wanted.de)

Dabei zieht der Pilot den Steuerknüppel immer wieder abrupt von einer auf die andere Seite, um nicht mit den Felsen zu kollidieren. Genauso schnell wie der Adrenalin-Spiegel von Kurve zu Kurve ansteigt, wächst auch das flaue Gefühl im Magen.

(Quelle: Jens Höfling / wanted.de)
Nach ein paar Minuten ist das Schlimmste überstanden. Der Helikopter verlässt das Gletschergebiet in niedrigere, jedoch nicht weniger beeindruckende Gefilde. (Quelle: Jens Höfling / wanted.de)

Nach ein paar Minuten ist das Schlimmste überstanden. Der Helikopter verlässt das Gletschergebiet in niedrigere, jedoch nicht weniger beeindruckende Gefilde.

(Quelle: Jens Höfling / wanted.de)
Am Ende des etwa einstündigen Fluges fliegt dieser noch in Formation mit den anderen Helikoptern unserer Gruppe. (Quelle: Jens Höfling / wanted.de)

Am Ende des etwa einstündigen Fluges fliegt dieser noch in Formation mit den anderen Helikoptern der Gruppe.

(Quelle: Jens Höfling / wanted.de)
Etwas blass, vor allem aber glücklich, verlässt jeder nach der Landung den Hubschrauber  - insgesamt ein sehr beeindruckendes Erlebnis. (Quelle: Johnny Walker)

Etwas blass, vor allem aber glücklich, verlässt jeder nach der Landung den Hubschrauber  - insgesamt ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

(Quelle: Johnny Walker)
Es ist kurz nach vier - Sonnenuntergang. In einer Waldhütte erwartet uns ein Whisky-Tasting sowie ein rustikales Buffett mit isländischen Fleisch- und Fischspezialitäten. (Quelle: Johnny Walker )

Es ist kurz nach vier - Sonnenuntergang. In einer Waldhütte erwartet uns ein Whisky-Tasting sowie ein rustikales Buffett mit isländischen Fleisch- und Fischspezialitäten.

(Quelle: Johnny Walker )
Es ist bitterkalt. (Quelle: Jens Höfling)

Es ist bitterkalt.

(Quelle: Jens Höfling)
Satt und sehr entspannt, geht es weiter in den XXL-Geländewagen. Die aufgemotzten Boliden, die auch in der Arktis eingesetzt werden sowie Hollywood-Stars wie Tom Cruise durch Island für Dreharbeiten fahren, wirken in der Dunkelheit mit ihren Dach- und Frontscheinwerfern und den übergroßen Reifen, furchteinflößend und beeindruckend zugleich. (Quelle: Johnny Walker)

Satt und sehr entspannt, geht es weiter in den XXL-Geländewagen. Die aufgemotzten Boliden, die auch in der Arktis eingesetzt werden sowie Hollywood-Stars wie Tom Cruise durch Island für Dreharbeiten fahren, wirken in der Dunkelheit mit ihren Dach- und Frontscheinwerfern und den übergroßen Reifen, furchteinflößend und beeindruckend zugleich.

(Quelle: Johnny Walker)
Schließlich erreichen wir eine typische Sehenswürdigkeiten Islands - die sprudelnden Geysire. “Nicht den Finger in das sprudelnde Wasser halten!”, rät der Tour-Guide, dessen Tipp wohl kaum jemand benötigt hätte. Die Naturgewalt eines Geysires entgeht keinem. (Quelle: Jens Höfling / wanted.de)

Schließlich erreichen wir eine typische Sehenswürdigkeiten Islands - die sprudelnden Geysire. “Nicht den Finger in das sprudelnde Wasser halten!”, rät der Tour-Guide, dessen Tipp wohl kaum jemand benötigt hätte. Die Naturgewalt eines Geysires entgeht keinem.

(Quelle: Jens Höfling / wanted.de)
Im Vier-Minuten-Takt schießt explosionsartig Wasserdampf in 20 bis 30 Meter Höhe, der sich dann großflächig am Horizont verteilt. In der Dämmerung wirkt dieses Schauspiel vor der Kulisse der isländischen Berge atemberaubend. (Quelle: Johnny Walker)

Im Vier-Minuten-Takt schießt explosionsartig Wasserdampf in 20 bis 30 Meter Höhe, der sich dann großflächig am Horizont verteilt. In der Dämmerung wirkt dieses Schauspiel vor der Kulisse der isländischen Berge atemberaubend.

(Quelle: Johnny Walker)
 (Quelle: Johnny Walker)

Ein spannender Trip neigt sich dem Ende entgegen. Zum Abschluss steht ein edles Dinner in der sogenannten Trophy Lodge auf dem Programm - eine exklusive Location eines isländischen Privatiers.

(Quelle: Johnny Walker)
Bei einem guten Glas Whisky lässt sich der Abend perfekt ausklingen. (Quelle: Jens Höfling / wanted.de)

Bei einem guten Glas Whisky lässt sich der Abend perfekt ausklingen. Lesen Sie auch das spannende Interview mit dem Global Scotch Whisky Ambassador Ewan Gunn über seinen Traumberuf, James Bond, das Reisen und den ersten Whisky.

(Quelle: Jens Höfling / wanted.de)
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Die Sonne ist hier ein seltener Gast und genauso rar, wie die Menschen, die den Geruch von Schwefel auf einem der aktivsten Vulkaninseln der Welt täglich einatmen. Die Rede ist von Island, einem der faszierendsten und zugleich unwirklichsten Fleckchen Erde. Wir haben die Insel am Polarkreis mit dem Schneemobil, dem Helikopter und einem XXL-Geländewagen erkundet  -  und dabei noch jede Menge guten Whisky getrunken.

Nur 200.000 Menschen leben in Island - auf einer Fläche etwas größer als Österreich. Rund 30 aktive Vulkane befinden sich auf der Insel, die größtenteils von Eis, Schnee und Lavageröll bedeckt ist. Sobald man Reykjavik verlassen hat, begibt man sich in eine fast menschenleere Vulkanlandschaft. In den Wintermonaten, wenn es täglich nur wenige Stunden hell ist, wird dieser Eindruck noch verstärkt. Nur in den Tour-Autos, den gigantischen, schwarzen Ford-Powerstroke-Geländewagen mit 350 Pferdestärken unter der Haube, hat man das sichere Gefühl, dem Land nicht hilflos ausgeliefert zu sein. Es ist bereits fünf Uhr nachmittags und stockdunkel. Der erste Stopp ist an einem See, eine Stunde entfernt von Islands Hauptstadt. Ein eisiger Wind schlägt einem entgegen. Nur ein paar Fackeln im massiven Lavagestein weisen den Weg zu einer abgelegenen Höhle inmitten der kargen Landschaft.

Ein ungewöhnlicher Ort für einen Begrüßungs-Drink und den Verzehr einer Hummer-Suppe. Doch ein Single Malt Scotch Whisky scheint genau das Richtige an diesem mystischen Ort zu sein.

Am kommenden Morgen um neun Uhr wartet der Geländewagen-Konvoi bereits vor dem Hotel. Man könnte meinen, es sei mitten in der Nacht - so dunkel ist es noch. Vorbei an Wasserfällen, verschneiten Berggipfeln und tiefschwarzem Lavageröll, das an Bilder der Mondlandung erinnert, erreicht der Konvoi den Gletscher Myrdalsjökull, den viertgrößten Islands. Eine Schneemobil-Safari steht auf dem Programm. In voller Montur - vom Helm über Handschuhe bis zu einem speziellen Overall - geht es durch das verschneite Gletschergebiet. Die PS-starken Schneemobile erfordern volle Konzentration. Einmal zu fest den Gashebel gedrückt und dabei das Gewicht falsch verlagert, schon kann das Gefährt umkippen. Ein Teilnehmer kam mit dem Schrecken davon, als er eine steilere Streckenpassage übersah und er vom Schneemobil fiel.

Während des rasanten Ritts sieht man leider nicht viel von den Gletschern links und rechts der Route. Doch für das fehlende Gletscherpanorama sollte man später entschädigt werden. Denn das Highlight des Island-Trips lag noch vor uns: ein Helikopter-Flug über die Gletscher Islands.

“Es ist mein erster Flug - Willkommen an Bord!" - witzelt der Pilot. Wahrscheinlich bringt er den Spruch bei allen Neulingen. Der Pilot, Mitte 30, macht einen kompetenten Eindruck. Auf seinem Helm prangt das Logo der NASA. Ob das ein gutes Omen ist? Es ist jetzt ungefähr Mittag und der Tag hat seinen hellsten Zeitpunkt erreicht. Die wenigen Sonnenstrahlen reichen für eine gute Sicht und die Gletschergipfel erstrahlen hell am Horizont. Es kann also losgehen. Der Pilot zieht den Hebel für den Auftrieb, die Rotorblätter drehen schneller und schneller, während der Motor immer lauter wird. Schließlich hebt er ab und fliegt in nur ein paar Metern Höhe Richtung atlantische Küste. Mit über 200 Stundenkilometern düst der Hubschrauber jetzt die Meeresküste entlang, nur knapp über den brechenden Wellen. Man fühlt sich wie in  “Apokalypse Now", wenn zu den Klängen von Wagners “Ritt der Walküren” ein US-Hubschrauber seinen Angriff fliegt. Die tödlichen Maschinengewehr-Salven bleiben auf Island Gott sei Dank aus. Atemberaubende Landschaft Nach etwa fünf Minuten dreht der Hubschrauber in Richtung der fast 2000 Meter hohen Gipfel des Gletschergebiets ab. "Jetzt spielen wir Achterbahn", erklärt der Pilot lachend, dessen ellenlangen, isländischen Namen, man kaum aussprechen kann. In höchstens 20 Metern Höhe fliegt er über eine atemberaubende Landschaft aus Eis, Schnee, gigantischen Gipfeln, Gletscherspalten und riesigen Wasserfällen. Dabei zieht der Pilot den Steuerknüppel immer wieder abrupt von einer auf die andere Seite, um nicht mit den Felsen zu kollidieren. Genauso schnell wie der Adrenalin-Spiegel von Kurve zu Kurve ansteigt, wächst auch das flaue Gefühl im Magen. Nach ein paar Minuten ist das Schlimmste überstanden. Der Helikopter verlässt das Gletschergebiet in niedrigere Gefilde.

Der Pilot steuert den Hubschrauber nun über die beeindruckende Kulisse weitläufiger Täler, die wie Mondlandschaften wirken. Der amerikanische Actionfilm-Regiesseur Ridley Scott drehte hier erst sein Science-Fiction-Abenteuer “Prometheus”, erzählt mir der Pilot. Am Ende des etwa einstündigen Fluges fliegt dieser noch in Formation mit den anderen Helikoptern der Gruppe. Etwas blass, vor allem aber glücklich, verlässt jeder nach der Landung den Hubschrauber  - insgesamt ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Es ist kurz nach vier - Sonnenuntergang. In einer Waldhütte erwartet uns ein Whisky-Tasting sowie ein rustikales Buffett mit isländischen Fleisch- und Fischspezialitäten. Ewan Gunn, Global Scotch Whisky Ambassador von Diageo, erklärt die vielseitigen Geschmacksvarianten anhand einer einzigen Sorte Johnny-Walker-Whisky. Natürlich wird auch probiert - wie schon am Abend zuvor in der Höhle ist es bitterkalt, und ein wärmender Whisky passt da perfekt. Satt, und dank des edlen Tropfens sehr entspannt, geht es weiter in den XXL-Geländewagen. Die aufgemotzten Boliden, die auch in der Arktis eingesetzt werden sowie Hollywood-Stars wie Tom Cruise durch Island für Dreharbeiten fahren, wirken in der Dunkelheit mit ihren Dach- und Frontscheinwerfern und den übergroßen Reifen, furchteinflößend und beeindruckend zugleich. Fast spielend bewältigen die “Super-Fords” jedes noch so schlechte Terrain. Man hat das Gefühl, die Wagen schwebten über die unasphaltierten und schwer zugänglichen Straßen der Insel. Schließlich erreichen wir eine typische Sehenswürdigkeiten Islands - die sprudelnden Geysire. “Nicht den Finger in das sprudelnde Wasser halten!”, rät der Tour-Guide, dessen Tipp wohl kaum jemand benötigt hätte. Die Naturgewalt eines Geysires entgeht keinem. Im Vier-Minuten-Takt schießt explosionsartig Wasserdampf in 20 bis 30 Meter Höhe, der sich dann großflächig am Horizont verteilt. In der Dämmerung wirkt dieses Schauspiel vor der Kulisse der isländischen Berge atemberaubend. Ein spannender Trip neigt sich dem Ende zu. Zum Abschluss steht ein edles Dinner in der sogenannten Trophy Lodge auf dem Programm - eine exklusive Location eines isländischen Privatiers. Bei einem guten Glas Whisky und einem inspirierenden Gespräch mit dem Whisky-Experten Ewan Gunn lässt sich der Abend perfekt ausklingen. Schauen Sie sich die Eindrücke des Kurz-Trips nach Island in unserer Foto-Show an.

Heli-Flug über Island  (Quelle: Screenshot: t-online)
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Dunkel und intensiv - genau wie der Whiskey von Johnnie Walker.

Video: Helikopter-Action über Island

Quelle: Jens Höfling, wanted.de

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