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Genuss

Schweinefleisch, das Ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Schweinefleisch für Gourmets

Arme Sau. Schweinefleisch gibt’s in jedem Discounter zu billigsten Preisen - da senken die Gourmets den Daumen. Doch seit einigen Jahren züchten qualitätsbewusste Bauern alte, regionale Rassen und lassen sie artgerecht aufwachsen. Ihr Fleisch ist dunkel. Es ist saftig. Es hat aromatisches Fett. So schmeckt Schwein wieder! 


"Bei mir kommt normales Schweinefleisch eher selten auf die Karte. Die Gäste mögen heute am liebsten Kalb, Lamm und Geflügel", erzählt der Sternekoch Jürgen Köpp vom Restaurant "Landhaus Köpp" in Xanten am Niederrhein. Er führt seit 1992 ununterbrochen einen Michelin-Stern. Wie schade. Den Gourmets entgeht eine Menge.

Die traditionelle Winstub 'Le Meiselocker' in Straßburg. (Quelle: DR)
Elsass: Wo die Deutschen zu Gourmets wurden

Einst Ausflugsziel für Feinschmecker par excellence schien das Elsass zuletzt etwas aus der Mode geraten. Zu Unrecht. Gastronomie-Kritiker Jörg Zipprick bricht eine Lanze für die traditionsreiche Elsässer Küche und nennt außergewöhnlich gute Restaurants.


Hier wurden die Deutschen zu Gourmets: Im Elsass endete vor vierzig Jahren die Würstel und Tiefkühlhähnchen-Diktatur. Als Austern noch eklig waren und "Balsamico" ein Fremdwort, das Mancher vielleicht eher im Pharmamarkt verortete, da wurde hier schon grandios aufgetischt. Keine Modeküche Das Restaurant "Auberge de l’Ill" galt als Einstiegsdroge in den Feinschmeckerhimmel. Dort saß man neben Trauerweiden, sah den Störchen beim Segeln zu und senkte die Gabel ehrfürchtig in souffliertem Lachs, Trüffel in der Asche, Hummer Prinz Wladimir oder getrüffeltem Baeckeoffa. Paul Haeberlin hieß der große Koch, der neben den Gaumen unzähliger Feinschmecker auch große Köche ausbildete. Einer von ihnen war Eckart Witzigmann. Der große Paul starb 2008. Da stand sein Sohn Marc schon jahrelang am Herd. Niemals hat sich die Auberge irgendwelchen Küchenmoden angeschlossen, "nouvelle" waren die Gerichte nie und "molekular" erst recht nicht. >>

Ein Burger muss nicht immer billiges Fast Food sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Hamburger für Gourmets

Von wegen billige Bulette: An der Imbissbude de Luxe muss es nicht immer Kaviar sein - aber stets höchste Qualität. Wieder einmal machen die Franzosen vor, wie es geht: Burger und Bagels aus guten Zutaten, frisch vor den Augen der Gäste zusammengestapelt - für bis zu 42 Euro pro Stück. Gourmet-Kritiker Jörg Zipprick weiß mehr.


Am Anfang war Madame: Ausgerechnet eine Amerikanerin brachte 2011 den ersten "Food Truck" nach Paris. Zudem servierte Kristin Frederick im Feinschmecker-Mekka an der Seine Burger, gemacht aus frischeren, besseren Zutaten als die Konkurrenz der großen Ketten. Food Trucks in Paris Damit importierte sie eine erfolgreiche Geschäftsidee: Genießer wollen eben auch zwischendurch gut essen. In den USA gibt es geschätzte 190.000 umgebaute LKWs, in denen flinke Finger Burger braten oder Sandwiches stapeln. In Paris hingegen wurde außerhalb des jährlichen Weihnachtsmarktes der Champs-Elysées nicht einmal eine Wurstbude auf öffentlichen Plätzen genehmigt. Frericks mietete kurzerhand Stellplätze auf zwei Straßenmärkten an. Dann ließ sie die Pariser Feinschmecker vorbei schauen. >>

In Abu Dhabi stellt der französische Chefkoch stolz seine jüngste Kreation vor. (Quelle: AFP)
Vom Beduinenzelt ins Gourmetrestaurant

Kamel-Carpaccio, Kamel Bourgignon und Kamel-Burger: Was bisher vor allem bei Festlichkeiten der Beduinen gereicht wurde, krönt inzwischen die Speisekarten einiger Sterne-Restaurants in den Golfstaaten. Auch Kamelmilch-Produkte werden international immer beliebter. Unter der goldenen Kuppel des Luxushotels Emirates Palace in Abu Dhabi stellt der französische Chefkoch Sandro Gamba stolz seine jüngste Kreation vor.


Einen Kamel-Burger auf Blattgold-Brot, serviert mit Zwiebelmarmelade und geräuchertem Hallumi-Käse. Statt der traditionellen Pommes Frites gibt es frittierte Hummus-Stäbchen dazu. Das Gericht für rund 37 Euro avancierte zu "einem unserer Bestseller", betont Gamba. Der Chef der 15 Restaurants des Hotels arbeitete in Paris und Chicago, bevor er nach Abu Dhabi kam. Das berühmte Boeuf Bourguignon bereitet er mit Kamelfleisch zu, das Kamel-Carpaccio serviert er mit Trüffel-Vinaigrette. "In den Vereinigten Arabischen Emiraten fand ich eine wunderbare Kamelfarm, die sehr zartes und schmackhaftes Fleisch produziert", erzählt er begeistert. "Da beschloss ich, dieses Fleisch auf die Hotelkarte zu setzen." Im April organisierte Gamba eine Kamelfleisch-Woche, in der er alle Speisen von der Suppe bis zum Steak mit Kamelprodukten auf den Tisch brachte. "Je jünger das Kamel ist, umso zarter sein Fleisch", sagt er. >>

Sternekoch Carles Gaig bereitet während der Fahrt durch Barcelona die Gourmet-Speisen zu. (Quelle: dpa/Manuel Meyer)
Mit dem Gourmetbus durch Barcelona

Barcelona hat für Gourmets besonders viele Restaurants im Angebot. Daneben gibt es aber noch ein außergewöhnliches Angebot: Bei einer Stadtrundfahrt im Gourmetbus können Sie Haute Cuisine und vollen Luxus genießen, während Sie die Sehenswürdigkeiten der katalanischen Hauptstadt bestaunen.


Bevor die Köstlichkeiten von Sternekoch Carles Gaig aufgetischt werden, heißt es erst einmal anschnallen. Rund eineinhalb Stunden fährt das Gourmetrestaurant auf Rädern Sehenswürdigkeiten der spanischen Mittelmeermetropole Barcelona ab. Gaudís fantastische Stadthäuser sowie die Sagrada Familia befinden sich ebenso auf der Route wie der futuristische Agbar-Turm, die Strandpromenade und der Arc de Triomf. In den Tischen des luxuriösen Gourmet-Busses ist für jeden Gast ein iPad mit Kopfhörern eingebaut, auf dem er Infos über die Sehenswürdigkeiten bekommt. Bei bestmöglichem Ausblick Vom belebten Hafen geht es hinauf zu den Olympia-Sportstätten auf dem Montjuic-Berg. Langsam bringt der Fahrer den Gourmet-Bus im Rosengarten vor dem Hotel "Miramar" so in Position, dass die Gäste bei ihrer Sterne-Mahlzeit den bestmöglichen Ausblick auf die Mittelmeermetropole haben. >>

Das Berliner Traditionshotel „Adlon Kempinski“ in der Nähe des Brandenburger Tors. (Quelle: Trivago )
Die zehn besten Gourmet-Hotels Deutschlands

Wo kommen Feinschmecker in Deutschland so richtig auf ihre Kosten? Natürlich in den besten Hotels. Denn in vielen Häusern - von der Nordsee bis zum Schwarzwald - verwöhnen prämierte Küchenchefs ihre Gäste. Der Reisespezialist "Trivago" zeigt, welche zehn Hotel-Restaurants Sie unbedingt besuchen sollten.


Die kulinarische Reise beginnt im Norden Deutschlands. Unmittelbar an der Binnenalster in Hamburg befindet sich das "Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten". Das Gourmet-Hotel verbindet Tradition und Geschichte mit den aktuellen Lifestyle-Trends und empfängt seine Gäste mit einem modern-luxuriösen Flair. Das "Vitalhotel Alter Meierhof" in Glücksburg an der Ostsee hingegen legt Wert auf eine familiäre Umgebung. Dank seiner ruhigen Lage mitten im Grünen, bietet der "Meierhof" seinen Gästen Entspannung und Erholung in royalem Ambiente. Im Restaurant des Hauses kreiert der Zwei-Sterne-Koch Dirk Luther kulinarische Leckerbissen. Ebenfalls im hohen Norden, im Dorint-Hotel "Söl’ring Hof" auf Sylt, werden Strandspaziergänge, Bäder im Meer und das Relaxen im Strandkorb zu einem besonderen Erlebnis. Bevor im Gourmet-Restaurant des Hauses geschlemmt wird, >>

Kaviar - eine exklusive Delikatesse. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Kaviar: So schmecken Sie die Unterschiede

Kaviar gehört mit Preisen bis zu 100.000 Euro pro Kilo zu den teuersten Lebensmitteln. Eisgekühlt und mit leicht salzigen Nuancen bietet Kaviar im Sommer einen Frischekick mit Urlaubsfeeling für den Mund. Grund genug, ihn unter die Lupe zu nehmen und die Unterschiede beim Kaviar zu hinterfragen.


Kaviar, das ist der Rogen des Störs. Unreif und gesalzen sind seine Eier eine Delikatesse. Und das nicht erst seit gestern: "Kaviar war schon immer ein Zeichen für Reichtum und Luxus", erklärt Christian Horaczek, der Vertriebsleiter des Feinkost-Lieferanten Frischeparadies KG. wanted.de hat den Experten exklusiv zum Thema Kaviar befragt. Warum die Leckerbissen so en vogue sind, hat laut Horaczek vor allem zwei Gründe: Zum einen sei die Produktion sehr aufwändig; zum anderen fachsimpeln Feinschmecker gerne über geschmackliche Komponenten, das Aroma und die Beschaffenheit der Fischeier - eben wie bei einem guten Wein. So schmeckt guter Kaviar Damit Sie mit den Kennern mitreden können, hier eine Anleitung: Das Aroma der Perlen sollte intensiv nach Meer mit Nuancen von Nuss >>

Kaviar
Die Galzig Verwallstube in der Bergstation der Galzigbahn ist Europas höchstgelegenes Gourmet-Restaurant. (Quelle: Galzig Verwallstube)
Skiurlaub für Gourmets

Skifahren macht bekanntlich hungrig - und deshalb wird am Rande der Piste auch manch kulinarische Entgleisung toleriert. Um einen Reinfall zu vermeiden, haben wir einige Hütten getestet und stellen Ihnen hier diejenigen vor, in denen es sich lohnt, eine Mittagspause einzulegen. Bilder zu den einzelnen Hütten gibt es in unserer Foto-Show.


Im Ski-Karussell von Dolomiti Superski ist der Einkehrschwung für Schlemmer schon lange Tradition. Die Hütten am Pistenrand verwöhnen die sportlichen Gäste mit einer Küche, die das Beste aus zwei Ländern kombiniert: österreichische Üppigkeit gepaart mit italienischer Leichtigkeit. Die Gostner Schwaige auf der Seiser Alm ist zwar winzig, aber was Franz Mulser in seiner Drei-Quadratmeter-Küche zaubert, ist ganz große Klasse. Seine Schmankerln wurzeln in der Tradition der Südtiroler Berge, werden aber durch erstklassige Zutaten geadelt. "Das Archaische, das Lebendige", so Kritiker, hole der junge Koch mit dem Filzhut aus den Speisen heraus. Mulsers alpine und innovative Kochkunst hat sich inzwischen weit herumgesprochen: Zum Degustationsmenü am Abend muss man sich anmelden. Schließlich haben in der kleinen Hütte gerade mal 25 Feinschmecker Platz. >>

Die Galzig Verwallstube in der Bergstation der Galzigbahn ist Europas höchstgelegenes Gourmet-Restaurant. (Quelle: Galzig Verwallstube)
Skiurlaub für Gourmets

Skifahren macht bekanntlich hungrig - und deshalb wird am Rande der Piste auch manch kulinarische Entgleisung toleriert. Um einen Reinfall zu vermeiden, haben wir einige Hütten getestet und stellen Ihnen hier diejenigen vor, in denen es sich lohnt, eine Mittagspause einzulegen. Bilder zu den einzelnen Hütten gibt es in unserer Foto-Show.


Im Ski-Karussell von Dolomiti Superski ist der Einkehrschwung für Schlemmer schon lange Tradition. Die Hütten am Pistenrand verwöhnen die sportlichen Gäste mit einer Küche, die das Beste aus zwei Ländern kombiniert: österreichische Üppigkeit gepaart mit italienischer Leichtigkeit. Die Gostner Schwaige auf der Seiser Alm ist zwar winzig, aber was Franz Mulser in seiner Drei-Quadratmeter-Küche zaubert, ist ganz große Klasse. Seine Schmankerln wurzeln in der Tradition der Südtiroler Berge, werden aber durch erstklassige Zutaten geadelt. "Das Archaische, das Lebendige", so Kritiker, hole der junge Koch mit dem Filzhut aus den Speisen heraus. Mulsers alpine und innovative Kochkunst hat sich inzwischen weit herumgesprochen: Zum Degustationsmenü am Abend muss man sich anmelden. Schließlich haben in der kleinen Hütte gerade mal 25 Feinschmecker Platz. >>

Ein Mann macht ein Sandwich - und braucht sechs Monate. (Quelle: How To Make Everything)
Das umständlichste Sandwich der Welt

Gourmets horchen auf: Ein Amerikaner hat das langsamste Hühnchen-Sandwich der Welt kreiert. In einem Gourmet-Burger-Restaurant dauert der Snack nur rund eine halbe Stunde und kostet rund 15 Euro. Andy George hat ein solches Sandwich in einem halben Jahr zubereitet - und wirklich alles selbst gemacht: Vom Salz bis hin zur eingelegten Gurke.


Genießer schwärmen von "Slow Food". Doch George toppt das locker: Rund sechs Monate seines Lebens dauerte die Zubereitung der ganz besonderen Speise. Kostenpunkt: umgerechnet rund 1344 Euro. Wieso macht der Mann sowas? Ganz einfach: In seiner TV-Doku "How to Make Everything" ("Wie man alles macht") will er seinen Zuschauern zeigen, wie komplex die Prozesse zur Herstellung einfachster Produkte sind, die Viele als gegeben hinnehmen. Nebenbei: Ein Mann, der einen Garten bewirtschaften, melken, kochen, schlachten, imkern und backen kann, kommt bei der Frauenwelt vermutlich gut an. Aber von vorn: Schritt 1: Garten anlegen Andy George hat sich Schaufel, Rechen und Samen geschnappt und einen Garten bepflanzt. Klar, dass dieser Schritt zuerst kommt, schließlich müssen Obst, Gemüse und Getreide ja erst noch wachsen und gedeihen. >>

Ceviche - wandelbares Fischgericht aus Peru. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Edelfisch - Ceviche ist das nächste Sushi

Peru, Südamerika, Mexiko, Karibik, New York, London – und jetzt in Deutschland: Das peruanische Nationalgericht "Ceviche" entwickelt sich zum weltweiten Trendsetter der Gastronomie. Es besteht aus Streifen von Fischfilet, die kalt mit Limettensaft quasi gegart und mit frischem Obst und Gemüse kombiniert werden. wanted.de hat den deutschen Ceviche-Pionier und Barbetreiber Radu Rosetti aus Frankfurt befragt.


Gourmets horchen auf: Ceviche schmeckt interessant, ist leicht und appetitlich, enthält viel Protein und Omega-3-Fettsäuren, hat aber wenig Kalorien. Kein Wunder, dass derzeit die hippen Bars und Restaurants in Deutschland diesen Trend entdecken. In Berlin gib es mittlerweile sechs Ceviche-Bars, aber auch in Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt lässt es sich probieren. Ceviche versus Novoandina In der peruanischen Hauptstadt Lima bieten über 9000 Cevicherias ihre Spezialitäten nach Hausrezept an, in Mexiko gehört der kalt gegarte Fisch ebenso zur kulinarischen Tradition wie in der Karibik. Ceviche hat übrigens nichts mit der angesagten neuen Andenküche (Novoandina) zu tun. Die stammt aus den Bergen im Binnenland - mit Ziege, Schwein, Rind, Kartoffeln, Mais und vielen Kräutern. Ceviche stammt von der Meeresküste und begeistert jetzt Genießer. >>

Schlemmen im Schnee: Gourmetküche bei herrlichem Panorama. (Quelle: Noel Pelegrin)
Schlemmen im Schnee

Hochgenuss in der Höhe - hier schmeckt’s nach mehr: Europas Skigebiete verwöhnen mittlerweile auch Feinschmecker – mit Superluxus oder regionalen Erzeugnissen. Gastro-Kritiker Jörg Zipprick hat für wanted.de die edelsten Gourmet-Tempel in den Bergen aufgelistet.


Es darf abgefüttert werden: Wenn Scharen von Ski-Begeisterten an die Pisten ziehen, dann dampfen die Teller voller Käsefondue, Steaks nebst Salat, vertrockneter Knödel und übergarter Pasta, serviert zu Prohibitions-Preisen. Harmlose Touristen lassen sich in Beton-Zitadellen internieren, deren architektonischer Wert alternden Kasernen gleicht. Gourmets erobern die Alpen Doch während früher höchstens die Preise mit den Höhen der umliegenden Bergketten rivalisieren konnten und wirklich gute Restaurants in der weißen Pracht so rar wie Schneemenschen waren, haben in den vergangenen Jahren erstklassige Köche die Dörfer rund um die Pisten erobert. Einige sind schon fast Klassiker: Bei Heinz Winkler in Aschau wird die französisch angehauchte Haute-Cuisine gepflegt, die Kampenwand liegt gleich nebenan. >>

Mit der neu entwickelten Technik von Coravin bleibt der Korken beim Weinausschank in der Flasche. (Quelle: Coravin)
Foodhunter - Jäger des exquisiten Geschmacks

Er entdeckt Lebensmittel, die fast vergessen sind und höchsten Genuss bieten: Ralf Bos ist renommierter Feinkosthändler, Buchautor, TV-Reporter und immer auf der Suche nach Entdeckungen. Wanted.de hat den Foodhunter aus Leidenschaft zu den kulinarischen Trends 2015 befragt – und überraschende Antworten bekommen.


2014 war ein gutes Jahr für den renommierten Feinkosthändler und Foodhunter Ralf Bos aus Meerbusch bei Düsseldorf. Er wurde von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zum "Händler und Produzenten des Jahres 2014" gekürt, das Branchenmagazin Port Culinaire wählte sein Unternehmen Bos Food zum "Besten der Besten" und ihn selbst kürte die Jury der Profis zum "Grand Seigneur" der Kulinarik. Bos verändert die Kochkunst "Wenn Bos etwas Neues findet, verändert das über kurz oder lang die Kochkunst", beschreiben die Juroren der FAS seinen Einfluss auf die Küchen- und Kochkultur. Mit wanted.de hat er über die aktuellen Trends des kommenden Jahres in Kulinarik und Gastronomie gesprochen. Sein Unternehmen mit höchstwertigen, ausschließlich natürlichen oder handwerklich produzierten Lebensmitteln gibt es seit fast 25 Jahren. >>

Feine Jakobsmuscheln mit Kaviar (Quelle: MaryseMasse.com)
Die teuersten Speisen der Welt

Trüffel, Elchkäse, Zibetkatzen-Kaffee - damit kann Mann im wahrsten Wortsinn ein Vermögen verschlingen. Doch ist teuer auch gut? wanted.de hat seinen Gastronomie-Kritiker Jörg Zipprick befragt. Und der ist nicht komplett überzeugt. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen.


Sie haben einen ganz einfachen Geschmack und wollen immer nur das Beste? Geld spielt keine Rolle? Und sie essen gern? Dann auf nach Japan, genauer gesagt nach Hokkaido, wo die Yubari-Melone gedeiht. Jedes Jahr im Mai werden dort die ersten Früchte versteigert. Zwei solcher Melonen erwarb ein anonymer Käufer im Jahr 2008 für gut 25.000 Euro. Nach der Versteigerung freilich fallen die Preise deutlich, bis auf 30 Euro pro Stück. Ein Pfirsich für 30 Euro Solche Extreme sind in Japan keine Ausnahme, denn die roten Ruby Roman Trauben aus Ishikawa, groß wie Ping-Pong-Bälle, kosten auf Versteigerungen etwa einen Euro pro Gramm. Tokyos Sembikiya Shop im Nihonbashi Mitsui Tower bietet weiße Erdbeeren mit dem schönen Namen "Duft der ersten Liebe" für 3,50 Euro pro Stück, Densuke Wassermelonen für 100 Euro oder weiße Pfirsiche aus Okayama zum Stückpreis von 30 Euro. >>

Kunstvolle Croquetas im Restaurant Saburdi. (Quelle: srt/Franz Michael Rohm/26.05.2014)
Vitoria Gasteiz: Feinschmecken in der Grünen Stadt

Noch ist die baskische Hauptstadt ein Geheimtipp für Gourmets und Nachhaltigkeitsfans. Das könnte sich bald ändern. Die spanische Hauptstadt der Gastronomie hält für Feinschmecker "Pintxo-Hopping", exzellente Weine und vieles mehr bereit.


"Unsere Küche ist seit fast 500 Jahren in ganz Europa berühmt", erklärt Adela Martinez de Lizarduy. Stolz erzählt die gut gelaunte Köchin, dass Papst Hadrian VI. 1522 auf einer Reise durch Vitoria kam. Nach der ersten Mahlzeit beschloss er, länger zu bleiben. Bis zu 20 Gänge soll er pro Mahlzeit gegessen haben. Als der Heilige Vater nach mehreren Wochen weiterreiste, habe er seinem Gönner Kaiser Karl V. berichtet, dass er nirgends in Spanien so gut gespeist habe wie in Vitoria. "Das ist heute noch so", behauptet Adela mit Nachdruck. Welche Bedeutung Essen und Trinken für Vitoria Gasteiz hat, zeigt die Wahl zur "Spanischen Hauptstadt der Gastronomie" in diesem Jahr. Abwechslungsreich und gesund Adela lehrt Touristen in der Kochschule Sualai, die abwechslungsreiche und gesunde Küche der nordspanischen Region selbst zuzubereiten. >>

'Wursterei': die besondere Currywurst. (Quelle: dpa)
Von der Currywurstbude zur Sterneküche

Wenn sich Sternekoch Tim Raue an das Essen seiner Kindheit in Berlin erinnert, fallen ihm Dinge ein wie "Leber, Kohlroulade, Königsberger Klopse, Saure Eier". Bei vielen Nicht-Berlinern kommen vielleicht noch Döner und Eisbein dazu. Doch in den vergangenen Jahren hat sich in den Berliner Restaurants viel getan. Das Angebot reicht von klassischer deutscher bis zu vegetarischer türkischer Küche - oder noch Ausgefallenerem.


Ein Klassiker ist allemal die Currywurst. Da ist es schon etwas Besonderes, wenn jemand behauptet, die perfekte Currywurst zu kreieren. Mit diesem Anspruch ist die "Wursterei" am Bahnhof Zoo in Berlin angetreten. "Wir lieben Wurst", lautet ihr Motto, frisch, regional, ohne Konservierungsstoffe ihr Anspruch. Die Würste - mit oder ohne Darm - werden fettlos gebraten. Die vier selbst gemachten Currysoßen reichen von mild bis sehr scharf. Dazu dürfen die Besucher aus verschiedenen Gewürzmischungen wählen. Champagner zur Currywurst Auch die Beilagen sind alles andere als gewöhnlich: Berliner Landbrot oder Pommes frites mit Meersalz. Gegessen wird an einem zehn Meter langen Buchenholztisch mit Ausblick auf das Nobelhotel "Waldorf Astoria". Passend dazu steht im Kühlschrank hinter dem Tresen der Champagner neben der Bierflasche. >>

Finanziera ist eine ganz besondere Spezialität aus dem Piemont. (Quelle: imago/CHROMORANGE)
Küchengeheimnisse des Piemont

Die norditalienische Region Piemont ist ein wahres Schlemmerparadies. Doch das kleine Einmaleins aus Barolo und Tartufo bianco (weißem Trüffel) hat inzwischen jeder Hobbygourmet drauf und genussorientierte Touristen können sich dank Online-Bewertungsportalen durch die gesamte italienische Hochküche der Region futtern. Deutlich aufregender wird es, wenn man die ausgetretenen Pfade verlässt und sich Gerichten widmet, die geheimnisvolle Namen wie Finanziera, Panissa oder Bagna Caoda tragen.


Unverzichtbarer Helfer bei dieser Mission ist die Slow-Food-Bewegung, die Mitte der 1980er Jahre im piemontesischen Bra gegründet wurde. Unter dem Symbol der Schnecke setzt sie sich für die Erhaltung der regionalen Küche mit heimischen Produkten und deren lokalen Produktion ein. Buono, pulito e giusto - gut, sauber und gerecht - müssen die Zutaten für ein Essen sein, hat Slow-Food-Gründer Carlo Petrini 2006 festgelegt. Fehlt ein Element, ist es nicht mehr "slow". Bewaffnet mit der jeweils aktuellsten Ausgabe von "Osterie d'Italia" und "Slow Wine" fahren wir also ins Piemont. Genauer gesagt ins Monferrato, eine Barbera-Anbauregion. Im beschaulichen Nizza Monferrato quartieren wir uns bei ausgewanderten Oberpfälzern ein, die dort seit der Jahrtausendwende zwei schicke Ferienwohnungen mit Pool und einen kleinen Weinberg bewirtschaften. >>

Für viele Feinschmecker sind Trüffel eine Köstlichkeit. (Quelle: dpa/Monique Wüstenhagen)
Schwarzes Gold in der Provence

Für viele Feinschmecker sind Trüffel eine Köstlichkeit. "Schwarzes Gold" heißen sie, weil sich damit einiges Geld machen lässt. Käufer und Verkäufer treffen sich ab Ende November in der Provence. Das ist oft ein Ereignis, bei dem sich schon das Zugucken lohnt.


In der Provence öffnen die Trüffelmärkte. In Aups beispielsweise, das als die Trüffelhauptstadt Frankreichs gilt, bieten die lokalen Trüffelproduzenten vom 28. November bis Februar jeden Donnerstag ihre frische Ware an. Der Trüffelmarkt in Aups im Norden des Departments Var ist der drittgrößte Frankreichs, wie die Tourismusvertretung der Region mitteilt. Der vierte Sonntag im Januar - diesmal am 26. - ist traditionell der Tag des schwarzen Trüffels. Hundenase sucht "schwarzes Gold" Dann gibt es neben einem Trüffelmarkt auch einen Wettbewerb, bei dem Trüffelhunde nach dem "schwarzen Gold" suchen sowie Ausstellungen rund um den Trüffel. Die Küchenchefs der Restaurants in Aups lassen sich außerdem etliche Zubereitungsvariationen einfallen. Und neben Trüffeln lassen sich bei beim "Grande journée de la truffe" auch einige andere Spezialitäten der Provence probieren. >>

Mario Gamba führt das beste italienische Restaurant in Deutschland. (Quelle: Michael Schinharl für DER FEINSCHMECKER)
Die besten italienischen Restaurants Deutschlands

Wer ist der beste Italiener Deutschlands? Das Gourmet-Magazin "Der Feinschmecker" hat für seine Novemberausgabe Pasta und Risotti von Sylt bis zum Bodensee getestet, um die besten italienischen Restaurants des Landes zu ermitteln. Der Sieger: das "Acquarello" in München. Schauen Sie sich die Top fünf in unserer Foto-Show an.


Bei der Bewertung gab vor allem die Leistung der Küche den Ausschlag, Frische und Qualität der Produkte, deren Zubereitung und Präsentation sowie das Angebot waren die zentralen Kriterien. Eine klassische italienische Küche auf hohem Niveau wird ebenso gewürdigt wie eine kreativ modernisierte Interpretation. Außerdem wichtig: wie authentisch ein Lokal mit seinem Team und seinem Angebot inklusive der Weine wirkt, sowie die Qualität des Services. Schließlich wird auch das harmonische Gesamterlebnis bewertet, das ein Lokal vermittelt. Bei dem Sieger-Restaurant und mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten "Acquarello" in München, das der Italiener Mario Gamba bereits seit 20 Jahren führt, loben die Tester seine wohnliche Atmosphäre: "Der an sich schlichte Raum ist mit himmelblauen Wänden, Goldtönen und gemütlichen „Kojen“ wohnlich eingerichtet, dazwischen agiert das aufmerksame, flinke Team wie ein Räderwerk, in dessen Mitte der Patron >>

Die neue Küche von New Orleans erweist sich als leicht und kreativ. (Quelle: 04.07.2013/Franz Michael Rohm)
New Orleans neue Küche: Schlanke Teller am Mississippi

"Das sollen Oysters Rockefeller sein?" Das Pärchen im Feinschmecker-Lokal Mila blickt skeptisch auf fünf aus der Schale gelöste, gebackene Austern auf blanchiertem Spinat in Weißwein-Lakritze-Schaum und kross gebratenem San-Daniele-Schinken. Köchin Allison Vines-Rushing, eine der jungen Kreativen der Gastro-Szene von New Orleans, bestätigt: "Das sind Oysters Rockefeller, aber dekonstruiert". Das Pärchen probiert - und ist überzeugt.


In dem mit dunkelbraunen Stoffmöbeln, Mosaik-Streifen an den Wänden und kreisrunden Lampen dezent-edel eingerichteten Restaurant im Marriott-Hotel neben der Canal-Street serviert sie und ihr Mann Slade innovative Südstaaten-Küche. "Wir erfinden nichts neu", erklärt die 39-jährige Allison, "aber wir interpretieren die oft schwere Küche frisch, leicht und gesund." Dazu gehört auch, dass die meisten Produkte für das Mila von einer nahegelegenen Bio-Farm stammen. Preislich halten die Chefs den Ball für diese Qualität flach, das Sechs-Gang-Menü schlägt mit 75 Dollar zu Buche, der Drei-Gang-Mittags-Lunch für 20. Nur drei Blocks entfernt finden Enthusiasten der modernen New-Orleans-Küche im Restaurant August den nächsten kulinarischen Anlegeplatz. Chefkoch John Besh zählt zu den Avantgarde-Chefs der Stadt, der durch eigene Fernsehshows landesweit bekannt wurde. In seinem Fine Dining Restaurant setzt man auf Nachhaltigkeit und Regionalität. >>

Jahrhundertweine gibt es viele.  (Quelle: imago/Chromorange)
Der Mythos des Jahrhundertweins

Gleich am Anfang dieses Artikels steht das Ende einer Illusion: Es gibt nicht den einen Jahrhundertwein. Der Begriff Jahrhundert-Jahrgang wird mittlerweile inflationär gebraucht. Jetzt aber  die gute Nachricht: Wir haben für Sie die Faktoren aufgelistet, die einen Top-Wein ausmachen und nennen Ihnen außerdem einige außergewöhnliche Weine.


Gourmets können ja so zynisch sein: Einen Jahrhundert-Wein zu keltern sei gar nicht schwer. Denn sonst würden die Weinbarone aus dem Bordeaux nicht jedes zweite Jahr den allerbesten Rebsaft aller Zeit anpreisen, sagen Spötter. Für die meisten Kenner steht eines fest: Aus dem Südwesten Frankreichs stammen die Top-Weine der Welt. Dicht auf den Fersen folgen Produkte aus dem Süden im Rhone-Tal. In beiden Gebieten ist zum einen die Kelter-Tradition am ältesten und das Handwerk am weitesten entwickelt. Zum anderen sind die klimatischen und geologischen Bedingungen besonders: Es ist warm und mild, aber auch der Einfluss des Atlantik, respektive des Mittelmeers macht sich bemerkbar. Und welche Jahrgänge werden nun als außergewöhnlich gehandelt? Immer wieder wird 1945 genannt. Top-Qualität wird zudem französischen Weinen aus den Jahren 1947 und 1961 bescheinigt. >>

Starkoch Gunnar Karl Gíslason gehört zu den berühmtesten Köchen Islands. (Quelle: Ulrich Krumstroh)
Kulinarische Erlebnisse in Westisland

Islandreisen haben ihren besonderen Reiz: Herrliche, von Vulkanen und der letzten Eiszeit geprägte Landschaften, Geysire und Wasserfälle begeistern ebenso, wie das einzigartige Outdoor-Angebot vom Wandern über Kanufahren bis zur Vogelbeobachtung. Weitgehend unbekannt ist jedoch die neue "Nordic Cuisine" Islands mit einigen Spitzen-Restaurants, die nicht nur auf Island von sich reden machen.


Vom Fisch bis zum Lamm ist in Island alles so frisch wie der Salat aus den isländischen Gewächshäusern, die den Bedarf der Hotels und Restaurants decken. Es kann sich also lohnen die kulinarischen Besonderheiten Islands zu erkunden und die geschmackvolle und frische isländische Küche näher kennenzulernen.  Das Besondere an geführten Rundreisen sind die vielen kleinen Überraschungen im Programm, die quasi am Wegesrand liegen. Jon Baldur, Erfinder und Guide der kulinarischen Rundreise durch Westisland, führt seine Gäste gleich nach der Ankunft mit Helm und Lampe in eine dunkle Höhle, wo die althergebrachten Speisen der Isländer angeboten werden. Zugegeben, Schafskopf und Schafskopfsülze, Blutpudding (ebenfalls vom Schaf) oder fermentierter Gammelhai (Arctic Shark) sind nur etwas für mutige Touristen. Das Experiment zeigt aber, wofür die neue Isländische Küche steht und dass gutes Essen kaum frischer und überraschender aufgetischt werden kann. >>

Edel-Pommes werden meist in Belgien serviert. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Kulinarisch reisen: Schlemmen wie Gott in Belgien

Belgien und gute Küche bringt man nicht sofort in Einklang. Doch das Land hat kulinarisch einiges zu bieten. Manche behaupten sogar, dass in Belgien - wo Pommes in Edel-Restaurants serviert werden - eine bessere Alltagsküche gepflegt wird als im Gourmetland Frankreich. Seit ich vor zwei Jahren quasi versehentlich in dem kleinen Nordseeland Urlaub machte, bin ich überzeugt, dass der liebe Gott zum Schlemmen nach Flandern fährt.


Die Liebe zu Belgien ging bei mir tatsächlich durch den Magen - auch wenn die Strände großartig und die Städte außerordentlich hübsch sind. Doch das ist eine andere Geschichte. Bei inzwischen mehreren Aufenthalten, in denen der Gaumen Überstunden gemacht hat, habe ich mir einen Überblick über die Klassiker und die weniger bekannten Spezialitäten, nun ja, erfressen. Und wenn sich die Tipps in dieser Geschichte schwerpunktmäßig um De Haan gruppieren, liegt das daran, das dieser Küstenort nicht nur zentral liegt, sondern mit seinen stilvollen Art-Déco- und Jugendstilvillen auch noch der mit Abstand schönste ist. Die kulinarische heilige Dreifaltigkeit aus Pommes Frites, Bier und Schokolade kann man aber selbstredend im ganzen Land bedenkenlos genießen. Ja, es ist praktisch unmöglich, ihr überhaupt zu entkommen. >>

Käse aus Frankreich erfreut sich unter den Gourmets großer Beliebtheit.  (Quelle: fotolia )
Käse aus Frankreich

"Wie soll man ein Land regieren, das 246 Käse hat?", lautet der berühmte Ausspruch von Charles De Gaulle. Recht hat er, denn so individuell und eigenwillig wie Land und Leute, sind auch die dort produzierten Käsesorten. In Frankreich bildet Käse traditionell den Abschluss eines jeden guten Menüs. Erfahren Sie alles über französischen Käse und warum man ihn am besten in kleinen Stücken kauft.


Der Norden Frankreichs ist vor allem für seine Weichkäse bekannt, z.B. den Camembert de Normandie, für den außen eine dichte, weiße Schimmelflora typisch ist. Sein Kern schmeckt sahnig-cremig und recht mild, doch mit längerer Reifezeit wird er immer kräftiger. Genuss aus dem sonnigen Süden Der sonnige Süden Frankreichs ist die Region der Edelpilzkäse, bei denen der blau bis blaugrüne Schimmel im Inneren reift. Nicht ohne Grund schätzen Käseliebhaber auf der ganzen Welt den Roquefort als einen der großartigsten Blauschimmelkäse. Sein Geschmack ist einzigartig - sahnig, salzig, süß und scharf zugleich. Die großen, würzigen Hartkäse hingegen kommen aus den Bergregionen. Ein bekanntes Beispiel ist der aromatisch, pikante Gruyère aus dem Juragebirge. Ziegenkäse hingegen, wie der so genannten "Chèvre", kommen vorwiegend von der Loire. >>

Die Schlemmermeile 'Ropewalk' in London lässt Gourmet-Herzen höher schlagen.    (Quelle: srt (11.01.2013/Franz M. Rohm))
Londons ungewöhnliche Genüsse

Jahrzehntelang hatte die britische Küche einen miserablen Ruf. Inzwischen fährt man nicht mehr nur zum Shoppen nach London, sondern auch zum Schlemmen. Von High-End-Burgern über schottischen Wildlachs bis hin zu kolumbianischen Empanadas gibt es an der Schlemmermeile "Ropewalk" Essen, das echte Gourmets zum Schwärmen bringt.


"Woher kommen die Austern?", fragt Gastro-Fachmann Adrian Bevan den weißhaarigen Mann mit der Idealfigur eines Kochs. "Gestern frisch an der nordschottischen Küste geerntet", antwortet Keith Bagley. Der Mittsechziger, dem man ansieht, dass er gern isst, hat schon in vielen Restaurants gearbeitet. Jetzt verkauft er in London feines Streetfood für die Firma "Gourmet Market". Samstags von neun bis 15 Uhr steht er in einem backsteinernen U-Bahnbogen nahe der London Bridge. "Ropewalk" heißt die Schlemmermeile in der heruntergekommenen Maltby Street südlich der Themse. High-End-Hamburger Für den nächsten Kunden bereitet Chef Bagley einen High-End-Hamburger zu. Dazu schichtet er nach neuester Sous-Vide-Technik im vakuumierten Beutel bei 70 Grad im Wasserbad gegarte Rinderbrust mit hausgemachtem Coleslaw zwischen einem selbstgebackenen Brötchen. >>

Zurück zu den Wurzeln - Räuchern kann jeder. (Quelle: Fackelträger-Verlag)
Räuchergenuss - Zurück zu den Wurzeln

Räuchern ist nicht nur eine der ältesten Konservierungsmethoden, es ist auch die mit Abstand köstlichste. Ganz gleich ob Fisch, Fleisch, Geflügel oder Gemüse und Käse: Räuchern verleiht jedem Lebensmittel ein unvergleichliches Aroma. Und das Beste daran: Um den Einstieg ins "Räucherhandwerk" zu wagen reichen fürs Erste ein Gartengrill oder Wok. wanted.de führt Sie in den ganzjährigen Genuss des Räucherns ein.


Die Bändigung des Feuers vor rund 500.000 Jahren und ihre damit entstandene Nutzung als Wärmequelle brachte die Menschheit ein gutes Stück voran. Unter anderem wurde das Kochen quasi "erfunden". Der Homo erectus entdeckte mehr oder weniger zufällig nach einem der vielen Buschbrände, dass das Fleisch der darin umgekommenen Tiere besonders leicht zu kauen und bekömmlicher war als rohe Nahrung. Und nicht nur das: Ihr Fleisch war nicht verdorben, wie es bei Aas meist der Fall war. Gebratenes Fleisch war gutes Fleisch, befanden unsere Vorfahren, verloren die Angst vor dem geheimnisvollen Feuer, das die Götter ihnen gesandt haben mussten und begannen schließlich damit, Nahrung über den Flammen zu brutzeln. Feuer wurde zu einem kostbaren Gut, das Licht und Wärme spendete und dessen Rauch das zum Trocknen ausgebreitete Fleisch der Jagdbeute über lange Zeit haltbar machte. >>

Harte Schale, weicher Kern. Der Hummer ist eine wahre Delikatesse. (Quelle: fotolia)
Kleckern erlaubt

Hummer, Langusten und Co. sind wahre Delikatessen. Doch wie isst man sie auf eine stilvolle Art? wanted.de hat die Krustentiere mal genau unter die Lupe genommen: Wie mit vielen anderen Dingen im Leben, so verhält es sich auch mit den Krustentieren: raue Schale, weicher Kern. Und der ist bei Hummer und Languste, bei Taschenkrebs, Langusten oder Gambas außergewöhnlich schmackhaft.


Es lohnt sich also wahrlich, etwas kräftiger zu Werke zu gehen. Denn die Panzer, mit denen sich die Meerestiere schützen, sind nicht gerade leicht zu knacken. Um zum schmackhaften, weichen Kern vorzudringen, gibt es diverse Hilfsmittel, die indes nicht alltäglich sind auf den Tischen der meisten Restaurants: etwa die Hummerzange zum Aufbrechen der Scheren, Gelenke und Beine. Nicht leicht zu knacken Denn die Panzer, mit denen sich die Meerestiere schützen, sind nicht gerade leicht zu knacken. Für Nichteingeweihte sieht das Gerät auf den ersten Blick eher aus wie die silberne Edelkombizange eines avantgardistischen Designers. Dennoch kann man die Tatsache einfach nicht leugnen, dass eine Zange immer eine Zange bleibt. Und auch so zu verwenden ist. Also beim Hummeressen die Scheren wirklich "in die Zange" nehmen und aufknacken. >>

Champagner im Schnee gehört für viele mittlerweile beim Skifahren dazu. (Quelle: dpa)
Kaviar statt Kaiserschmarrn

Immer nur Hausmannskost beim Skifahren war gestern, nun gibt es Kaviar statt Kaiserschmarrn, denn die feine Küche erobert die Berggipfel in den Alpen. wanted.de hat sich einige Gourmet-Skihütten angeschaut, die immer mehr zum Trend in den Bergen werden.


Immer mehr Skihütten in den Alpen servieren "Haute Cuisine" anstelle deftiger Sattmacher. Und neben urigen Stuben schießen immer häufiger trendige Alpin-Lounges aus dem Boden. Kaum eines der Top-Ski-Gebiete kommt noch ohne Gourmet-Einkehr und Design-Hütten aus. "Der Trend zu feinerem Essen und einem moderneren Ambiente auf den Berghütten wird im gesamten Alpenraum immer stärker", sagt die stellvertretende Tourismusdirektorin von St. Anton am Arlberg, Wilma Himmelfreundpointner. Kaviar in der "Wedelhütte" In einigen dieser neuen Luxus-Berghütten kann man nicht nur fein essen, sondern auch fürstlich wohnen. So zum Beispiel in der "Wedelhütte" und in der "Kristallhütte" in Tirol. Nach Fünfgänge-Menü, Wein und Absacker fallen die verwöhnten Gäste dort nicht mehr bei späten Talabfahrten auf harte Pisten, sondern nur noch in weiche Kissen. Und als eine Art verspätetes Dessert gibt es am nächsten Morgen eine Zugabe. >>

Kevin Fehling ist nun der jüngste Drei-Sterne-Koch Deutschlands.  (Quelle: dpa)
Zehn Restaurants im Koch-Olymp

Die deutsche Gastronomie ist weiterhin auf Erfolgskurs. Erstmalig zeichnete der "Guide Michelin" für das Jahr 2013 zehn Spitzenrestaurants mit drei Sternen aus. Shooting-Star der Gourmet-Küche ist der 35jährige Kevin Fehling vom Restaurant "La Belle Epoque" in Lübeck-Travemünde. wanted.de hat sich angeschaut, an wen die begehrten drei Sterne für das Jahr 2013 vergeben wurden.


"Die deutsche Gourmet-Restaurant-Szene wird jedes Jahr qualitativ besser", sagt die Kommunikations- und Marken-Chefin von Michelin, Claire Dorland-Clauzel, bei der Vorstellung des Restaurant- und Hotelführers "Guide Michelin Deutschland 2013" in Berlin. Mit insgesamt 255 Sterne-Restaurants hat die deutsche Gastronomie darin eine neue Rekordzahl erreicht. Dorland-Clauzel lobt die "Expertise und Kreativität" deutscher Köche. Deutschland nimmt damit jetzt Platz zwei hinter Frankreich in Europa ein, was die Anzahl der Drei-Sterne-Restaurants betrifft. Als zehnter Küchenchef erhielt der 35jährige Kevin Fehling vom Restaurant "La Belle Epoque" in Lübeck-Travemünde einen dritten Stern. "Wichtig ist, früh seinen eigenen Weg zu gehen", sagte Fehling bei der Buchvorstellung des "Guide Michelin 2013". >>

Genuss und Stil. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Die neue Lust am Essen: Sinnliche Gaumenfreuden

Parmaschinken und Mailänder-Salami sind keine Fremdworte für Sie, Ihre Leidenschaft gilt  ausgesuchten Käsesorten und zu einem guten Whisky sagen Sie nicht nein? Dann sind Sie sicher ein kleiner Gourmet und wissen stilvolle Tischkultur zu schätzen. Auf den aktuellen Messen rund um exquisite Gaumenfreuden und Style finden Sie neue Inspiration. Wir haben uns ein wenig auf der Genuss-Messe "Eat and Style"umgeschaut. Schauen Sie Sich auch das Video zur süßesten Verführung an.


Sie haben ihre Freunde zum Abendessen eingeladen, wollen mit Ihren Jungs mal wieder so richtig zünftig grillen oder Ihre Liebste mit einem intimen Dinner zu zweit beeindrucken? Nichts leichter als das! Doch ein Tisch mit Teller, Glas und Besteck, das kann jeder. Weil Liebe bekanntermaßen durch den Magen geht und das Auge stets mitisst, will so ein kulinarischer Abend bestens geplant sein, damit er zu einem echten Erlebnis wird. Kulinarische Highlights Auf den aktuellen Messen rund um erlesene Gaumenfreuden und stilvolle Tischkultur können Sie sich inspirieren lassen und durch das saftige Angebot schlemmen. Ihre Gäste werden ziemlich beeindruckt sein, was Sie ihnen beim ausgefallenen Dinner-Event auftischen. >>

Ein Smoker ist in etwa gebaut wie eine Lokomotive. (Quelle: GutGlut)
So haben Sie noch nie gegrillt

Her mit den Steaks - gegrillt wird immer. wanted.de hat sich mit Top-Profis unterhalten und ihnen hiesige und internationale Geheimtipps entlockt. Das Team GutGlut hat für uns das Rezept-Buch geöffnet. Der deutsche Grillmeister 2012 in der Profi-Kategorie und zudem der Weltranglisten-Erste der Jahre 2008 und 2009 verriet einige Spezialitäten. Mit gegrilltem Eis in Marzipan wird jede Grillparty garantiert zum Ereignis.


Zurzeit unter Profis sehr angesagt und dennoch bei den Freizeit-Grillern kaum bekannt ist Dry Aged Beef. Rindfleisch gut abgehangen und Stauferico Die Empfehlung klingt zunächst etwas gewöhnungsbedürftig: In einem Kühlraum wird Fleisch einige Wochen abgehangen. "Durch den Reifeprozess bildet sich eine dünne Schicht  Edelschimmel – ähnlich einem Gorgonzola- oder Bavaria-Blu-Käse." Der Pilz durchdringt das Fleisch von innen und macht es weich und geschmeidig. "Das macht das Fleisch sahnig und butterweich," erläutert Glut-Pressesprecher Tobias Fischer. Leider gebe es noch nicht so viele Adressen in Deutschland, die dieses Fleisch anbieten – "aber immer mehr Metzger steigen darauf um". >>

Das 'Hoto Fudo' in Yamanashi, Japan. (Quelle: Photo © Koji Fujii/ Nacasa & Partners Inc.)
Die coolsten Restaurants der Welt

Eine weiße Höhle am Fuße eines Berges, ein regenbauminspiriertes Interieur, Nostalgie gekoppelt mit Liebe zum Detail oder futuristisches Design - diese Restaurants sind einzigartig und müssen Sie gesehen haben. Einblicke in die phänomenalsten Gourmettempel der Welt gibt der Bildband "Cool Restaurants - Top of the World Vol. 2". Einige der weltweit angesagten Restaurants stellen wir in unserer Foto-Show vor.


Sicher, so manch einer schwört noch immer auf den urigen Italiener an der Ecke, der einem die Lieblingspasta in angenehmer Atmosphäre serviert. Perfektion in puncto Einrichtung ist dabei eher zweitrangig. Doch viele Gäste von heute streben nach Esskultur, nicht nur nach Authentizität und ehrlichem Essen. Die zunehmend an Design interessierte Klientel stellt immer höhere Ansprüche, die neben dem kulinarischen Niveau vor allem dem Gesamtkonzept und einem passenden Interieur gelten. Eine Frage des Geschmacks Das Buch "Cool Restaurants" zeigt 47 Restaurants rund um den Globus, jedes auf seine ganz individuelle Weise eines der coolsten der Welt. Facettenreich heben sie sich von der Masse ab. Wie man solch ein perfektes Restaurant kreiert, Komponenten wie Design, Essen, Architektur, Licht, Sound etc. zusammenfügt, verrät kein Rezept der Welt. >>

Gute Salze und Öle verfeinern jedes Gericht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Die besten Salze

Kochen ist eine Kunst – das weiß jeder. "Schon die kleinste Zutat macht auf dem Teller einen gewaltigen Unterschied", urteilt der Gourmet-Berater Valentin Brodbecker. Damit auch Neueinsteiger aus einfachen Gerichten ein perfektes Menu zaubern können, hat der Experte wanted.de die besten Geheimtipps für Salze, Öle und Pilze genannt.


Am Anfang eines guten Gerichts steht die Würze. Immer mehr Feinschmecker verwenden feine Salze, die mit Mineralien angereichert und nicht so scharf sind. "Die Abkehr vom normalen Steinsalz ging einher mit dem Erfolg der mediterranen Küche in den 80er Jahren", urteilt Brodbecker, der Top-Restaurants und -Hotels berät. Meersalz auf dem Vormarsch Der Gourmet empfiehlt zunächst Australian River Murray Salz. "Das Steinsalz aus Kavernen am Murray-River enthält viele Mineralien und ist besonders elegant, fein und nicht verunreinigt." Das rosafarbene Kristallsalz erhält seine Farbe durch rote Karotin-Pigmente einer salztoleranten Alge. Genießern mit einem Faible für Farben empfiehlt Brodbecker Hawaii-Salz. "Es wird mit bis zu 80 verschiedenen Mineralien und Spurenelementen veredelt – und kommt in Rot, Schwarz oder Grün auf den Tisch." >>

An solchen einem Pool, wie hier der des Hotels 'Avenida', kann man die Seele baumeln lassen. (Quelle: Hersteller)
Mallorca für Designliebhaber und Geniesser

Mallorca überrascht mit einer unglaublichen Vielfalt: hohe Berge, türkisblaues Meer, quirlige Stadt und ruhiges Landleben – und das lässt sich inzwischen auf höchstem Niveau genießen. Denn Bettenbunker und einfache Küche waren gestern: Liebhaber des guten Stils können auf der Insel wahre Designperlen und Gourmettempel entdecken. wanted.de hat sie für Sie getestet und die schönsten Designhotels in einer Foto-Show festgehalten.


Vom Stress der Stadt direkt ins Herz der Insel - wer Ruhe sucht, ist im Fünf-Sterne-Fincahotel "Son Brull" genau richtig. Vom Flughafen aus geht es mit dem Mietwagen Richtung Pollença im Norden der Insel, rund drei Kilometer vor der kleinen Stadt führt eine kleine Abzweigung zum "Son Brull", ein ehemaliges Kloster aus dem 18. Jahrhundert. Tradition trifft Moderne Aus dessen Ruinen hat die Familie Suao vor sieben Jahren eine Wellness-Oase geschaffen - allein die Zufahrt begeistert das Auge. Vorbei an den hoteleigenen Olivenbäumen und Weinreben führt ein Weg auf das Anwesen zu, das im Schutz des Hausbergs Puig Santa María kauert. Zwischen duftenden Lavendelbüschen, Feigen- und Olivenbäumen führt eine Treppe zur vier Meter hohen Eingangstür des Hotels. >>

Erstklassige Weine selber finden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Daran erkennen Sie einen guten Wein

Wenn Sie es lieben, Ihren Gaumen mit erlesenem Wein zu verwöhnen, dann sollten Sie auch die Suche danach beherrschen. Problem: Das Angebot ist riesig, die Qualität mitunter stark schwankend. Wie Sie dennoch guten Wein erkennen, weiß Weinakademiker Denis Duhme. Für das notwendige Basiswissen sorgt unser kleines Weinglossar.


Wie oft haben Sie schon vor dem Weinregal gestanden und sich bei der Fülle an Weinflaschen gefragt, welcher Wein der beste ist? Hand aufs Herz: Die Flasche, die es letztendlich in Ihren Einkauf schafft, ist mehr die Summe aus hübscher Aufmachung, wohlig klingenden Bezeichnungen und festgefahrener Gewohnheit. Dabei ist es gar nicht so schwer, den perfekten Wein für sich zu entdecken. Drei Schritte braucht es dafür: anschauen, riechen, schmecken. Wir erklären Ihnen, wie das genau funktioniert. Erst das Essen, dann der Wein "Zuallererst sollten Sie wissen, dass selbst der beste Wein der Welt nichts taugt, wenn er zum falschen Essen serviert wird", sagt Duhme. "Überlegen Sie sich also, was am Abend auf den Tisch kommt, bevor Ihre Weinsuche beginnt. Er sollte den Geschmack der Speise ergänzen, ihn also weder überdecken, noch darin untergehen." >>

Star-Flitzer unterm Hammer: Justin Biebers Ferrari wird versteigert.  (Quelle: Photos courtesy of Barrett-Jackson Auction Co, LLC)
Justin Biebers Ferrari kommt unter den Hammer

Der Sportwagen wurde komplett nach den Vorstellungen des Popstars entwickelt. Doch er ist nicht ganz makellos.

Popstar-Ferrari
Traumhaftes Panorama: Viele Radtouren bieten neben Fitness-Training auch  atemberaubende Naturerlebnisse…  (Quelle: Radlabor)
Ab auf den Drahtesel: der gelungene Start auf dem Bike

Radfahren ist nicht nur gut für die Gesundheit – es macht auch schön und glücklich. Wir verraten, was Sie dazu brauchen.

Richtig Radfahren
William Frederick Cody alias Buffalo Bill gilt als schillerndste Figur des Wilden Westen. (Quelle: imago/Leemage)
Buffalo Bill
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