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Fliegeruhren mit Kultstatus

Das sind die kultigsten Fliegeruhren

05.08.2013, 16:47 Uhr | Frank Lansky

Fliegeruhren haben längst Kultstatus erreicht. (Quelle: Hersteller)

Fliegeruhren haben längst Kultstatus erreicht.

(Quelle: Hersteller)
IWC Große Fliegeruhr: Ein absoluter Hingucker mit dem IWC-Manufakturkaliber 51111 – das ist eines der größten Automatikwerke der Welt. Eine Gangreserve von sieben Tagen, ein Weicheisen-Gehäuse zum Magnetschutz und ein Durchmesser von 46 Millimetern machen die Uhr zum Klassiker. Zu haben in Stahl für rund 11.000 Euro oder mit Weißgold-Gehäuse für das Doppelte. (Quelle: Hersteller)

IWC Große Fliegeruhr: Ein absoluter Hingucker mit dem IWC-Manufakturkaliber 51111 – das ist eines der größten Automatikwerke der Welt. Eine Gangreserve von sieben Tagen, ein Weicheisen-Gehäuse zum Magnetschutz und ein Durchmesser von 46 Millimetern machen die Uhr zum Klassiker. Zu haben in Stahl für rund 11.000 Euro oder mit Weißgold-Gehäuse für das Doppelte.

(Quelle: Hersteller)
Cartier Santos - Ein Pionier der Uhren-Geschichte: Louis Cartier entwarf das eckige Modell im Jahr 1906 für den brasilianischen Flieger Alberto Santos-Dumont, das Stück kam 1911 mit Werken von Jaeger auf den Markt. Durch die Santos wurden zudem Armbanduhren salonfähig. (Quelle: Hersteller)

Cartier Santos - Ein Pionier der Uhren-Geschichte: Louis Cartier entwarf das eckige Modell im Jahr 1906 für den brasilianischen Flieger Alberto Santos-Dumont, das Stück kam 1911 mit Werken von Jaeger auf den Markt. Durch die Santos wurden zudem Armbanduhren salonfähig.

(Quelle: Hersteller)
Seltene Original-Stücke dürften bei Auktionen über 100.000 Euro kosten. Neue Modelle, die an den Urahn erinnern, kosten je nach Ausführung um die 10.000 Euro. (Quelle: Hersteller)

Seltene Original-Stücke dürften bei Auktionen über 100.000 Euro kosten. Neue Modelle, die an den Urahn erinnern, kosten je nach Ausführung um die 10.000 Euro.

(Quelle: Hersteller)
In der Pioneer MonoScope hat Hanhart sein umgebautes automatisches Chronografenwerk HAN4212 (bicompax) verbaut. Damit können durch einen einzigen Drücker alle Chronografen-Funktionen gesteuert werden. (Quelle: Hersteller)

In der Pioneer MonoScope hat Hanhart sein umgebautes automatisches Chronografenwerk HAN4212 (bicompax) verbaut. Damit können durch einen einzigen Drücker alle Chronografen-Funktionen gesteuert werden.

(Quelle: Hersteller)
Typisch ist der roter Drücker und die rote Markierung. Wie in den Dreißigern sind die Totalisatoren weit nach außen gewandert. Zu haben für rund 5000 Euro. (Quelle: Hersteller)

Typisch ist der roter Drücker und die rote Markierung. Wie in den Dreißigern sind die Totalisatoren weit nach außen gewandert. Zu haben für rund 5000 Euro.

(Quelle: Hersteller)
Ähnliche Wege geht Tutima: Der Classic Flieger Chronograph erinnert an das Original aus dem Jahr 1940 und fällt mit 39 Millimetern recht klein aus. Verbaut wurde ein Valjoux Handaufzugs-Caliber 7760. Das gewölbte Saphirglas ist beidseitig entspiegelt.  (Quelle: Hersteller)

Ähnliche Wege geht Tutima: Der Classic Flieger Chronograph erinnert an das Original aus dem Jahr 1940 und fällt mit 39 Millimetern recht klein aus. Verbaut wurde ein Valjoux Handaufzugs-Caliber 7760. Das gewölbte Saphirglas ist beidseitig entspiegelt.

(Quelle: Hersteller)
Kosten: Um die 2000 Euro. Die deutsche Firma hat ihre Wurzeln in Glashütte, der Name kommt vom italienischen und bedeutet behütet/beschützt. (Quelle: Hersteller)

Kosten: Um die 2000 Euro. Die deutsche Firma hat ihre Wurzeln in Glashütte, der Name kommt vom italienischen und bedeutet behütet/beschützt.

(Quelle: Hersteller)
Charles A. Lindbergh, der 1927 als erster allein mit seinem einmotorigen Flugzeug „Spirit of St. Louis“ den Atlantik von New York nach Paris überquerte, beriet den Hersteller beim Thema Positionsbestimmung durch ein Hilfszifferblatt. Mit der Uhr können Längengrade schnell bestimmt werden. Die Uhr kam 1931 auf den Markt und ist im Original unbezahlbar. (Quelle: Hersteller)

Charles A. Lindbergh, der 1927 als erster allein mit seinem einmotorigen Flugzeug „Spirit of St. Louis“ den Atlantik von New York nach Paris überquerte, beriet den Hersteller Longines beim Thema Positionsbestimmung durch ein Hilfszifferblatt. Mit der Uhr können Längengrade schnell bestimmt werden. Die Uhr kam 1931 auf den Markt und ist im Original unbezahlbar.

(Quelle: Hersteller)
Breitling Navitimer: Ein absoluter Chronografen-Klassiker für Freunde der Nautik und Mathematik. Die Uhr besitzt eine komplexe Lünette mit logarithmischer, beidseitig drehbarer Rechenschieber-Skala. (Quelle: Hersteller)

Breitling Navitimer: Ein absoluter Chronografen-Klassiker für Freunde der Nautik und Mathematik. Die Uhr besitzt eine komplexe Lünette mit logarithmischer, beidseitig drehbarer Rechenschieber-Skala.

(Quelle: Hersteller)
Dadurch lassen sich Treibstoffverbrauch, Steig- oder Sinkflugraten sowie Durchschnittsgeschwindigkeiten berechnen. Heutige Ausgaben der Breitling Navitimer sind je nach Ausstattung für um die 5000 Euro zu haben. (Quelle: Hersteller)

Dadurch lassen sich Treibstoffverbrauch, Steig- oder Sinkflugraten sowie Durchschnittsgeschwindigkeiten berechnen. Heutige Ausgaben der Breitling Navitimer sind je nach Ausstattung für um die 5000 Euro zu haben.

(Quelle: Hersteller)
Sinn 900 Flieger: Diese Uhr ist mit 44 Millimetern Gehäuse-Durchmesser nicht zu übersehen. Zum Valjoux 7750 hat Sinn einen Magnetschutz gebracht sowie die Ar-Trockenhaltetechnik, bei der eine Kupfer-Sulfit-Kapsel Feuchtigkeit aus dem Inneren saugt. (Quelle: Hersteller)

Sinn 900 Flieger: Diese Uhr ist mit 44 Millimetern Gehäuse-Durchmesser nicht zu übersehen. Zum Valjoux 7750 hat Sinn einen Magnetschutz gebracht sowie die Ar-Trockenhaltetechnik, bei der eine Kupfer-Sulfit-Kapsel Feuchtigkeit aus dem Inneren saugt.

(Quelle: Hersteller)
Der Flieger-Drehring liegt innen. Die Uhr gibt es mit verschiedenen Armband-Varianten (Kalbsleder, Leder mit Alligatorprägung, Silikon oder Massivarmband) und kostet bis zu 3000 Euro. (Quelle: Hersteller)

Der Flieger-Drehring liegt innen. Die Uhr gibt es mit verschiedenen Armband-Varianten (Kalbsleder, Leder mit Alligatorprägung, Silikon oder Massivarmband) und kostet bis zu 3000 Euro.

(Quelle: Hersteller)
Eine interessante Variation bietet Guinand: Für Langstreckenflüge waren früher 24-Stunden-Uhren nützlich. Die Flying Officer nimmt dieses Thema mit einem modifizierten Valjoux 7760 wieder auf. Zu haben ist das originelle Stück für knapp 2000 Euro. (Quelle: Hersteller)

Eine interessante Variation bietet Guinand: Für Langstreckenflüge waren früher 24-Stunden-Uhren nützlich. Die Flying Officer nimmt dieses Thema mit einem modifizierten Valjoux 7760 wieder auf. Zu haben ist das originelle Stück für knapp 2000 Euro.

(Quelle: Hersteller)
Mit weißem Zifferblatt und schwarz beschichtetem Gehäuse zeigt sich die Damasko DC 67 Si black. Die Materialien sind speziell gehärtet, der Rotor ruht auf einem Keramiklager, die Bohrungen sind extrem klein. Die Uhr kostet 2800 Euro. (Quelle: Hersteller)

Mit weißem Zifferblatt und schwarz beschichtetem Gehäuse zeigt sich die Damasko DC 67 Si black. Die Materialien sind speziell gehärtet, der Rotor ruht auf einem Keramiklager, die Bohrungen sind extrem klein. Die Uhr kostet 2800 Euro.

(Quelle: Hersteller)

Über die ungebrochene Faszination von Fliegeruhren sind schon ganze Bücher geschrieben worden. Die enorm gefragten Zeitmesser sind groß, zeitlos, schlicht und übersichtlich – und manchmal das genaue Gegenteil davon. wanted.de gibt einen Überblick, was in einer guten Fliegeruhr stecken sollte. Und wir nennen unsere völlig subjektive Bestenliste mit den kultigsten Modellen am Markt.

Fliegeruhren liegen voll im Trend – sie haben in den vergangenen Jahren immer mehr Käufer gefunden, da diese Zeitmesser mit ihrem markanten Erscheinungsbild männlich und sportlich auftreten. Tatsächlich entscheiden sich selten bis nie Frauen für eine Fliegeruhr.



Markant und robust



Bei diesen Zeitmessern folgt die Form der Funktion - und das aus gutem Grund.

Im Zweiten Weltkrieg dienten die Uhren nur einem Zweck: Sie mussten als Arbeitsgerät für Piloten auf einen Blick auch unter Stress und in Dunkelheit gut ablesbar sein und schnell alle Daten liefern, die er zur Berechnung beim Navigieren brauchte. Daher sind die meisten Modelle bis heute in schlichtem Schwarz und Weiß gehalten. Zudem mussten die Uhren präzise sein und robust, um im Kampfeinsatz durchzuhalten.

Heutzutage zeigt natürlich die neueste Technologie in den Cockpits dem Piloten alle wichtigen Informationen digital an. Somit sind diese Fliegermodelle meist nur noch eine Hommage an die Vergangenheit – aber eine enorm schöne.

Hommage an vergangene Zeiten



Das Ziffernblatt-Design folgt bei Fliegeruhren traditionell einer klaren Unterteilung in Minuten und Stunden, die Nachtlesbarkeit wird durch eine starke Leuchtmasse gesichert. Anders als Taucheruhren, die wegen der Schock- und Druck-Resistenz eher kleine Uhrgläser aufweisen, sind die Durchmesser von Fliegeruhren meist größer als 40 Millimeter.

Das hatte sich zwar zwischenzeitlich mit der Erschließung des japanischen Marktes geändert, doch inzwischen kaufen vor allem die Chinesen wieder bevorzugt große Durchmesser.



Zudem bieten viele Fliegeruhren-Modelle größere Knöpfe, weil die Piloten in der Anfangszeit mit Handschuhen flogen und trotzdem die Uhr bedienen mussten.

IWC spielt beispielsweise mit diesem Feature. Ursprünglich hatten die guten Stücke auch ein überlanges Lederband, um sie über den dicken Fliegerjacken zu tragen. Einige Armbänder unterstreichen mit Nieten oder großen Schrauben am Federsteg die Flieger-Optik. Sehr schick und passend sieht auch ein breiter Unterleger aus Leder aus. Auch der hat eine historische Bedeutung: In den Pioniertagen der Fliegerei waren Bomber- und Jäger-Piloten in großer Höhe extremer Kälte ausgesetzt. Das Leder sollte ein Festfrieren des Stahls auf der Haut verhindern.

Allerhand Technik zur Zeitmessung



Häufig sind Totalisatoren zur Messung von Zwischenzeiten eingebaut sowie eine beidseitig drehbare Lünette, mit der Piloten ihren Zeitslot zum Landeanflug fixieren. Manche Fliegerchronografen bieten auch eine Flyback-Funktion als zusätzliche Komplikation, mit der auf einfache Weise Zwischenzeiten gestoppt werden können. Mit nur einem Knopf kann so der Stoppzeiger angehalten, zurückgesetzt und wieder gestartet werden. Häufig wird ein Drehring und eine Tachymeter-Skala geboten, mit der sich über das Messen von zurückgelegten Entfernungen die Geschwindigkeit ausrechnen lässt.

Gute Fliegeruhren für den tatsächlichen Einsatz in der Luft sollten unterdrucksicher sein, damit nicht in großer Höhe das Uhrenglas heraus gedrückt wird. Sinnvoll ist für Piloten auch ein Schutz gegen Magnetisierung, da die Elektronik in Flugzeugen den Uhren zusetzt: Magnetisierte Uhren laufen schneller, da sich die Feder in der Unruh abstößt und somit aufplustert.



Retro-Charme und Navigationstechnik



Als erste Fliegeruhr der Geschichte gilt die "Santos" von Cartier – doch die sieht überhaupt nicht wie eine typische Fliegeruhr aus, sondern eher wie ein zeitloser Klassiker für den Besuch im Casino. Hanhart oder Tutima aus Glashütte kommen mit ihren Retro-Modellen der Flieger-Historie schon näher, die Stücke sind heute beliebte Design-Klassiker mit minimalistischem Auftritt.

Andere Uhren sind dagegen keineswegs aufgeräumt. Als Navigationsuhren sind sie vollgepackt mit Mess-Skalen, dazu gehört etwa die Longines "Lindbergh". Außerdem bieten manche Uhren sogar eine logarithmische Rechenscheibe, mit denen Flugdistanzen kalkuliert werden können wie die Breitling "Navitimer", die sich auch für ambitionierte Hobby-Piloten eignet. Tatsächlich verdankt vor allem die Marke Breitling ihren fulminanten Wiederaufstieg in den 1980er und 1990er Jahren nicht zuletzt dem markanten Flieger-Image.



Die Fliegeruhr passt immer



Einer der Spezialisten für Fliegeruhren ist die Frankfurter Firma Sinn, die von dem ehemaligen Piloten und Fluglehrer Helmut Sinn gegründet wurde – und der wusste genau, worauf es über den Wolken ankommt. Lothar Schmidt, der heutige Firmeninhaber, initiierte in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Aachen jüngst den neuen Technischen Standard Fliegeruhren (TeStaF).



Ein interessanter Newcomer ist die kleine Manufaktur Damasko, die mit extrem widerstandsfähigen Uhren auftritt und mit der Belieferung von Eurofighter-Piloten einen Coup landete.



Natürlich sind Fliegeruhren nicht nur für Piloten geeignet: Sie können zu jedem Anlass getragen werden und passen genauso zum legeren Freizeitoutfit wie zum Anzug und machen auch zu feierlichen Anlässen am Handgelenk mächtig Eindruck.

Klicken Sie sich durch unsere Show für einen Blick auf die interessantesten Modelle.

Quelle: Frank Lansky, wanted.de

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