12.10.2012, 8:52 Uhr | Benedikt Sauer
Wenn die großen Hersteller wie Canon und Nikon ihr ganzes Know-how in eine Spiegelreflex-Kamera stecken, kommen absolute Premium-Modelle mit Kleinbild-Vollformat-Sensor dabei heraus, die vor allem professionellen Fotografen nur das Beste vom Besten bieten sollen. Wir zeigen Ihnen die kostspielige DSLR-Spitzenklasse und nennen die wichtigsten Unterschiede zum verbreiteten APS-C-Format.
Wer auf der ewigen Jagd nach dem perfekten Foto nichts dem Zufall überlassen will, setzt auf eine Spiegelreflex-Kamera für den professionellen Gebrauch. Seit vielen Jahren setzen die Top-Hersteller bei Ihren Spitzenmodellen in der Regel auf den Vollformatsensor. Auch dieses Jahr erscheinen einige neue Modelle, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellen sollen.
Nikons neuer Trumpf
So brachte Nikon bereits im Februar mit der knapp 6000 Euro teuren "D4" ein neues Flaggschiff auf den Markt.
Das rasante Profi-Modell mit 16,2 Megapixeln und Full-HD-Videofunktion schießt laut Hersteller in nur einer Sekunde bis zu elf Bilder.
Im RAW-Format kann das fleißige Arbeitsgerät diese Serie rund sieben Sekunden lang halten, bei JPG-Qualität gar über 15 Sekunden hinweg. >>
Im Vergleich zum Vorgängermodell "D3S", das rund 9 Bilder pro Sekunde schafft, ist das ein enormer Temposchub.
Eine weitere große Stärke der "D4" ist die außerordentlich hohe ISO-Empfindlichkeit von bis zu 204.800, die für hübsche Fotos auch bei extrem ungünstigen Lichtverhältnissen sorgen soll. Somit eignet sich die "D4" nicht nur in besonderem Maße für Sport-, sondern auch für Reportage-Fotografen.
Die Konkurrenz schläft nicht
Seit Juli ist nun auch das lang erwartete neue Top-Modell "EOS-1D X" von Canon zu haben, vollgestopft mit modernster Technik.
Die Vollformat-DSLR mit 18,1 Megapixel für 6300 Euro soll den Höhepunkt aus 40 Jahren Erfahrung bei der Entwicklung professioneller Kameras darstellen. Der Hersteller verspricht bis zu 12 Bilder pro Sekunde im RAW-Format (14 bei JPEGs), ein schnelleres und präziseres 61-Punkt-Autofokussystem und einen erweiterbaren ISO-Wert auf über 200.000 – wie bei der "D4". Eine Full-HD-Videofunktion ist ebenfalls mit an Bord. >>
Stärken und Schwächen
Vollformat-Spiegelreflex-Kameras sind bei Profis sehr gefragt. Ältere Modelle sind teilweise schon für etwa 1700 Euro zu haben. Zu den Vorteilen gegenüber dem APS-C-Format zählt die Fachpresse vor allem die bessere Bildqualität durch geringeres Bildrauschen bei schwachem Licht. Hinzu kommt, dass der Bildausschnitt beim Vollformatsensor größer ist. Das ist nicht nur praktisch bei Landschaftsaufnahmen, sondern auch im Portrait- oder Beautybereich nützlich, da man hier viel näher an das Motiv heran kann, was wiederum die Gestaltungsmöglichkeiten mit selektiver Schärfe erhöht.
Der größere Bildausschnitt kann sich aber auch als Nachteil entpuppen, etwa bei Makroaufnahmen von Tieren, die ab einem gewissen Abstand (Fluchtdistanz) das Weite suchen. Hier ist das APS-C-Format ganz klar die bessere Wahl. Durch die meist robustere Bauweise und dem größeren Sensor sind Vollformatkameras zudem in aller Regel nicht nur klotziger, sondern auch schwerer. Dafür stimmt aber die Verarbeitung.
Die besten Spiegelreflex-Kameras mit Vollformatsensor sehen Sie in unserer Foto-Show.
Quelle: Benedikt Sauer, wanted.de
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