24.09.2012, 15:19 Uhr | vb
Geschichtsstunde und kluges Actionspiel in einem: In "Assassin's Creed 3" spielt man die Amerikanische Revolution nach. Von der berühmten Boston Tea Party bis zum Kampf um Bunker Hill geht's in der Rolle des Assassinen Connor mittendrin statt nur dabei zur Sache. Wir haben das Actionspektakel "Assassin's Creed 3" vor Ort in Boston getestet und die besten Spielszenen in einer Foto-Show festgehalten.
Die Story vermischt wie schon die beiden Vorgänger-Titel Fakten und Fiktion: Die Ereignisse um 1770 dienen den Machern vorrangig dazu, ihre Geschichte um den ewig währenden Kampf zwischen Assassinen und Templern fortzuspinnen. Der hat auch vor der neuen Welt nicht Halt gemacht: Während die Kolonien um ihre Unabhängigkeit von der britischen Krone kämpfen, ist es am Spieler, in der Rolle des lautlosen Attentäters Connor dem Treiben der Templer Einhalt zu gebieten und jenen den Tod zu bringen, die ihn verdienen.
Zeitreise ins 18. Jahrhundert
Im Laufe der Geschichte verschlägt es den Mohawk-Mischling an unterschiedlichste Schauplätze des amerikanischen Nordostens: Traumhafte Winterlandschaften stehen ebenso auf dem Plan wie Streifzüge durch düstere Waldgebiete und Erkundungstrips nach Städte Boston und New York. >>
Die Metropolen haben die Macher so detailliert und glaubwürdig wie möglich nachgebaut: Das Bostoner Old State House etwa, vom dem aus am 18. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung verlesen wurde, ist ebenso zu finden wie die Wall Street oder die St. Paul's Chapel in New York. Die Szenerie weiß dabei mit zahlreichen Details zu bestechen: Vom im Hafen liegenden Dreimaster bis zum patrouillierenden Trupp Rotröcke fühlt man sich von Beginn an ins 18. Jahrhundert zurückversetzt.
Der heimliche Star der Zeitreise sind die Ausflüge an die "Frontier", jenem Grenzland, an dem der Konflikt zwischen Kolonialmacht und Rebellen in blutigen Massenschlachten ausgetragen wurde. Hier ist Connor beheimatet, von hier aus bricht er zur Jagd auf oder widmet sich einem der zahlreichen Nebenaufträge, die es abseits dem Kampf gegen die Templer zu erledigen gibt. Wer die kleineren Jobs meistert, kommt in den Genuss verschiedener Extras wie neuer Waffen und Verbündeter. >>
Zu tun gibt es einiges: Von der Attacke auf feindliche Forts bis hin zum Kampf auf hoher See, für den sich Connor kurzerhand hinters Ruder eines mächtigen Kampfschiffes klemmt, bietet "Assassin's Creed 3" satte Auswahl - es muss also nicht nur stur der Hauptstory gefolgt werden. Treibt man den Kampf gegen die Templer dennoch voran, warten insgesamt 30 Jahre Geschichte im Schnelldurchlauf auf Action-Fans. In deren Verlauf sich wie in den Vorgängern der preisgekrönten Spiele-Reihe alles darum dreht, Schlüsselfiguren der Gegner möglichst lautlos zu erledigen. Ein Assassine eben. Als solcher greift Connor auf ein stattliches Arsenal lautloser Werkzeuge zurück: Bogen, Tomahawk und die obligatorische Klinge des Assassinen-Ordens sind stets griffbereit, selbst im Nahkampf ist der Attentäter top.
Lautlos statt Rambo
Ehe es zur Sache geht, ist Planung nötig: Schleicht man sich über den Landweg heran oder soll's über die Dächer gehen? Das Bewegungsrepertoire von Connor ist vielfältig und reicht von einfachen Moves bis hin zu halsbrecherischen Stunts hoch über den Dächern von Boston und New York. Zu einem erfolgreichen Attentat gehört schlussendlich auch die Flucht. Kurz: Stupides Ballern ist in "Assassin's Creed 3" nicht angesagt. Stattdessen werden kluge Assassinen belohnt, während für Rambos recht bald "Game Over" ist. Nur wer's leise macht und das Überraschungsmoment ausnutzt, gewinnt. Action-Fans, die Wert auf eine erwachsene Story legen und denen es nicht nur um tonnenweise verballertes Blei geht, können das ab dem 31. Oktober selbst ausprobieren - dann erscheint "Assassin's Creed 3" in Deutschland. Bis dahin haben wir die schönsten Szenen aus dem Spiel in der Foto-Strecke zusammengefasst.
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Quelle: vb, wanted.de
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