23.05.2012, 16:01 Uhr | Marion Hughes
Aphrodisiaka werden seit Jahrtausenden in allen Kulturkreisen geschätzt: Austern, Feigen oder Safran - es gibt nicht viel, was sie gemeinsam haben. Doch einigen sagt man nach, dass sie regelrechte Verführer in der Küche seien. Sie sollen die Libido steigern und Lust und Lebensenergie wecken. Sehen Sie einige dieser "Früchte der Verführung" in unserer Foto-Show.
Meist sind es exotische Pflanzen und Wurzeln, die zu den Geheimwaffen aus der Kräuterküche zählen. Kava Kava etwa, eine Pflanze, die im westpazifischen Raum als Rauschpfeffer bekannt ist und vor allem als Getränk genossen wird.
Oder auch Yohimbé, das wohl bedeutendste Aphrodisiakum. Es wird aus der Rinde des Yohimbé-Baumes gewonnen und in seiner Heimat Westafrika wegen der durchblutungsfördernden Wirkung geschätzt. Die Vielseitigkeit von Yohimbé ist auch der modernen Medizin nicht verborgen geblieben und wird in Präparaten zur Behandlung von sexuellen Störungen verwendet.
Exotische Pflanzen, die die Lust steigern
Aber auch weit weniger ausgefallene Zutaten sollen Lustgefühle wecken. Safran zum Beispiel, Ginseng und Kardamom. >>
Doch um eine aphrodisierende Wirkung zu erreichen, müssten diese in weit größeren Mengen in den Körper gelangen. Im Mittelalter soll man zu festlichen Banketten die Speisen mit einer fingerdicken Schicht der luststeigernden Gewürze zugedeckt haben.
Im abendländischen Volksglauben galten Anis, Artischocke, Ingwer und Hühnerei als Helfer in der Not. Es sind vor allem die eiweißreichen Delikatessen, die ihre Wirkung nicht verfehlen.
Die sinnlichste aller Meeresfrüchte
Allen voran die Auster, die sinnlichste aller Meeresfrüchte. Ihr milchiges Fleisch ist reich an Eiweiß, Vitaminen und stärkenden Mineralsalzen. Cleopatra soll Cäsar zum Abendmahl frische Austern gereicht haben und Casanova machte erst bei 50 Stück halt. Ludwig der XIV. soll sich vor der Hochzeitsnacht mit Maria Theresia mit mehreren hundert dieser Eiweißbomben gestärkt haben. >>
Viele der bekannten Aphrodisiaka haben ihre Wirkung wohl hauptsächlich dem Umstand zu verdanken, dass man an ihre Wirksamkeit glaubt.
Liebe geht durch den Magen
In zahlreichen der aphrodisierenden Kräuter und Wurzeln kommen stickstoffhaltige Stoffwechselprodukte vor, sogenannte Alkaloide. Diese Stoffe können bei richtiger Dosierung bewusstseinserweiternd und stimulierend wirken.
Ein angenehmer Geruch und ein positives Geschmackserlebnis können die Gefühle durchaus beeinflussen. Schließlich ist die Nase direkt mit dem limbischen System verbunden, in dem unsere Gefühle entstehen.
"Was die Liebe für die Seele ist, das ist der Appetit für den Leib", hat der italienische Komponist Gioacchino Rossini einmal gesagt. "Und der Magen ist der Kapellmeister, der das große Orchester unserer Leidenschaften dirigiert." Schöner kann man es nicht formulieren.
Aphrodisierende Speisen, die es in sich haben
In allen Kulturen der Welt werden die Speisen seit jeher mit aphrodisierenden Kräutern und Früchten verfeinert. Manche fördern die Durchblutung, andere steigern die Empfindsamkeit, sind anregend oder entspannend.
Einige der verführenden Lebensmittel, können Sie in unserer Foto-Show sehen.
Quelle: Marion Hughes , Raufeld
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